Rettberg versucht, die Wogen zu glätten

„Die Libro-Aktie hatte in den letzten vier Wochen über 40% verloren und war am Mittwoch-Vormittag nach zweitägigem Sturzflug ins Allzeit-Tief vorübergehend vom Börsenhandel ausgesetzt worden (s. 10.1.). Nun zog Libro die Publikation seiner Quartalszahlen eine Woche vor. Wie Der Standard berichtet, erklärte Libro-Vorstandsvorsitzender André Rettberg: „Unsere Zahlen geben keinen Anlass zur Sorge.“ Man erwarte vielmehr im Geschäftsjahr 2000/01 (28. 2.) durch die Kooperation mit der WAZ ein ausgeglichenes Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT). 1999/ 00 gabs ein EGT von minus 29,2 Mio. Schilling und einen Verlust von 196,6 Mio. S. Der Nettoerlös sei um 19% auf 3,82 (3,21) Mrd. S gestiegen, der Umsatz um 21,8% auf 4,19 (3,44) Mrd. S. Die Rohertragsmarge nannte Rettberg für die ersten neun Monate 2000/01 mit „zwischen 37 und 37,5%“. Berichte, wonach die Expansion in Deutschland stocke und die ersten Filialen bereits wieder geschlossen würden, bezeichnete Rettberg „als Blödsinn“. Derzeit würden elf Boulevard-Filialen von Bertelsmann auf Libro umgerüstet und drei neue Großflächen-Stores errichtet. Auch die älteren Libro-Filialen in Bayern zeigten einen positiven Trend. Dass Libro dringend einen Investor für den Buchhandel suche, schloss Rettberg dezidiert aus. Nur für Lion.cc laufe die Partnersuche auf Hochtouren. Dass die Telekom Austria (Sperrminorität 25% plus eine Aktie an Libro, 6,5% an Lion.cc) aufstockt, schließen laut Standard Insider aus. Eher das Gegenteil sei der Fall. Lion.cc erhalte aber personelle Verstärkung: Johann Zwilleditsch, Ex-Finanzvorstand des Telefonbetreibers M.I.T soll für Ordnung im Zahlenwerk sorgen, die WAZ (35% Anteil) schickt mit Reinhard Werbeck einen Technikvorstand. „

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