Libro.at adé

„Den Link libro.at kann man getrost löschen – Libro ist nicht mehr online. Das aber ist nicht das einzige Problem: Der geplante Ausstieg des deutschen Medienriesen WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) bei der Online-Tochter des Libro-Konzerns, Lion.cc, dürfte nicht so reibungslos über die Bühne gehen, wie geplant. Wie berichtet will die WAZ ihren 35-prozentigen Anteil Libro zurück geben. Libro hingegen sieht sich dem Vernehmen nach nicht verpflichtet, die Anteile auch zurücknehmen zu müssen. Die Aufsichtssitzungen am Montag zu Libro und Lion dürften aus diesem Grund nicht die letzten für diese Woche gewesen sein. In Hintergrund geht man davon aus, dass es im Vertrag zwischen Libro und WAZ Nebenabsprachen zu möglichen Ausstiegsszenarien gebe, die jetzt zu Streitereien führen könnten. „Alles ist möglich“, sagte auch WAZ-Geschäftsführer und Lion-Aufsichtsrat Bernd Nacke am Montag: Sowohl die völlige Übernahme, als auch der Totalausstieg bei Lion ebenso wie die „Hereinnahme eines strategischen Partners bei gleicher Aufstellung“. „Wir sind mitten im Lösungsprozess“, so Nacke. Er rechne mit einer Entscheidung „in Kürze“. Ob dies noch diese Woche sei, wollte er nicht bestätigen. Erich Schumann, geschäftsführender Gesellschafter der WAZ hatte vergangene Woche bereits erklärt, eine Totalübernahme von Lion.cc stehe nicht zur Diskussion. Zu Spekulationen, die WAZ, die in Österreich 50 Prozent an der „Krone“ und 49,4 Prozent am „Kurier“ hält, könnte über eine ihrer Österreich-Töchter bei Lion.cc einsteigen, wollte Nacke nicht Stellung nehmen. Dass die Online-Tochter der „Kronen Zeitung“ ein möglicher Lion-Partner sei, sei ein Gedanke „den ich nicht für aktuell halte“. „

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