Lesetipp FAZ: Tagebuch einer Leiharbeiterin bei Amazon

Die Berichte gehen weiter. Nach der ARD-Dokumentation Ausgeliefert legt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) nun nach und veröffentlicht das Tagebuch einer Leiharbeiterin in Graben bei Augsburg. „Dort wurde sie von Mitarbeitern kontrolliert und eingeschüchtert“, heißt es.

Auch hier ähnliche Vorwürfe: Falsche Versprechungen bei der Anwerbung, nur einen Tag innerhalb von drei Wochen frei, keine ausreichende Sicherheitskleidung. Hier gab es kein Sicherheitsteam, dafür sorgten Amazon-Mitarbeiter für Einschüchterung, heißt es in der Darstellung.

Gestern haben sich auch die Autoren der Fernsehsendung auf die teilweise Rücknahme der Aussagen einer Zeugin [mehr…] auf meedia.de geäußert: „Da werden Behauptungen aufgestellt, die so in unserem Film überhaupt nicht vorkommen. Wir äußern uns weder über die Qualität des Essens im Seepark, noch findet sich im Film, dass sich Leiharbeiter über die Unterbringung im Seepark beschweren“, so Peter Onneken

„Wir haben sehr viele Leiharbeiter getroffen, die uns sehr krasse Erlebnisse berichtet haben. Nur einen kleinen Teil davon konnten wir wirklich erzählen. Im Fernsehen braucht man auch immer das Bild. So konnten wir z.B. nicht von den Leiharbeitern berichten, die zu elft in einer leer geräumten Dreizimmerwohnung lebten und dafür noch 200 Euro jeden Monat zahlen. Wir haben im Prinzip nicht mal die Spitze des Eisbergs gezeigt“, so Diana Löbl. http://meedia.de/fernsehen/amazon-ard-reporter-wehren-sich-gegen-vorwuerfe/2013/02/21.html,Das ganze Interview können Sie hier lesen.

Gestern bereits hat Spiegel online Amazon-Chef Ralf Kleber interviewt. Darin eine erstaunliche Wende: Er ermuntert er die Belegschaft zu gewerkschaftlicher Arbeit. Außerdem verteidigt er die Meistbegünstigungsklausel auf den Marketplaces, begrüßt aber die Prüfung durch das Bundeskartellamt. Hier können Sie weiterlesen.

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