Lage spitzt sich zu/Gehälter noch nicht ausgezahlt

„Wie der Wiener STANDARD meldet, wird es für LIBRO immer enger: Derzeit beraten die kreditgebenden Banken wieder über die Zukunft des angeschlagenen börsenotierten Medien- und Buchhandelskonzerns. Bisher hatte zwischen Banken und Alteigentümern (UIAG, DBAG, Telekom Austria) Pattstellung geherrscht: Die Banken hatten einen Schuldennachlass zwar signalisiert, allerdings nur unter der Bedingung, dass die Eigentümer Liquidität einschießen. Kurzfristig sollen rund 300 Mill. S notwendig sein, der gesamte Restrukturierungsbedarf wurde wiederholt mit 1,1 Mrd. S beziffert. Trotz einer vom Vorstand noch Dienstag Abend gegebenen Zusicherung, dass die Mai- und Juni-Gehälter (inkl. Urlaubsgeld) der Libro-Beschäftigten gesichert seien, erfolgte bis zum mittleren Mittwoch-Nachmittag dem Vernehmen nach noch keine Auszahlung. Unterdessen steht in der Libro-Gruppe ein weiterer Manager-Abgang ins Haus. Wie die Agentur APA erfuhr, soll der langjährige Amadeus-Chef Klaus Karnutsch das Unternehmen verlassen. Dem Vernehmen nach soll sich der Libro-Retail-Chef und frühere ÖW-Geschäftsführer Michael Höferer künftig auch um Amadeus kümmern. Die Partnersuche für die angeschlagene Libro-Kette dürfte sich jedenfalls noch hinziehen. Die genannten Interessenten Bertelsmann, der Welser Büroartikelhändler PBS und die vom Libro-Management favorisierte Investorengruppe um Libro-Aufsichtsrat Karl Michael Millauer sollen auch in Warteposition sein. Bertelsmann hält sich laut APA ebenfalls bedeckt: „Spekulationen und Gerüchte werden von uns nicht kommentiert“ heißt die klare Aussage – immerhin wurden erst 1999 elf deutsche Boulevard-Filialen an Libro abgegeben, die im Zuge der Sanierung jetzt verkauft oder geschlossen werden sollen. Der oberösterreichische Büromaterialhändler Anton Stahrlinger (PBS, Skribo), der gemeinsam mit einer nicht genannten Investorengruppe Interesse bekundet hat, ist vor allem an den klassischen Libro-Filialen interessiert. „Die Amadeus-Standorte sind zu kostenintensiv geführt“, aber auch das Libro-Filialnetz müsse gestrafft werden. „

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