Iranischer Übersetzer weiterhin in Haft

Anlässlich der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse erinnert der Verband deutschsprachiger Übersetzer www.literaturuebersetzer.de an das Schicksal des iranischen Übersetzers und Autors Ali-Reza Jabari

Ali-Reza Jabari hat zahlreiche Werke ins Persische übersetzt, darunter Toni Morrisons „The Bluest Eye“ (deutscher Titel: Sehr blaue Augen) und Erzählungen von Anton Tschechow.

Aufgrund seines Engagements für die freie Meinungsäußerung und seines Eintretens für verfolgte Intellektuelle befindet er sich seit dem 17. März 2003 in Haft. Unter fadenscheinigen Vorwürfen („Genuss und Verbreitung alkoholischer Getränke“ sowie „Ehebruch und Anstiftun g zu unmoralischen Handlungen“), wie sie im Iran beliebig gegen unliebsame Kritike r erhoben werden, wurde er zu 253 Peitschenhieben und (nach Berufung) zu drei Jahren Haft verurteilt.

Ali-Reza Jabari leidet unter Diabetes und ist herzkrank. Bei unzureichender medizinischer Versorung und unter den Haftbedingungen im Trakt für Drogensüchtige des Teheraner Quasr Gefängnisses muss man um sein Leben fürchten. Im Juli dieses Jahres hat der englische PEN Ali-Reza Jabari zum Ehrenmitglied ernannt, der Internationale Pen hat auf seinem 70. Kongress im September seine sofortige Freilassung gefordert. Diesem Appell schließt sich der Verband deutschsprachiger Übersetzer an.

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