Evangelische Nachrichtenagentur idea bekommt Gelder gestrichen. Hänssler Verlag reagiert mit Erklärung an die Synode.

Auf der Haushaltstagung in der vergangenen Woche hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Württemberg entgegen der Vorlag der Kirchenleitung beschlossen, den Zuschuss an den Informationsdienst der Evangelischen Allianz (idea) in Höhe von DM 80.000,- zu streichen. Hintergrund dieses Vorgehens sind nicht Sparzwänge, sondern inhaltliche Kritik an der Berichterstattung des Informationsdienstes. Besonders pikant sei, so der Geschäftsführer des Hänssler Verlages Markus Hänssler: Im neuesten Publizistischen Gesamtplan der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), wird idea als vorbildlich und besonders effizient gewürdigt. Hänssler erklärt nun als größtes evangelisches Verlagshaus Europas: Wir sind bestürzt und empört über den willkürlichen, tendenziösen Eingriff in die Vielfalt evangelischer Publizistik. Wir sehen darin einen massiven Versuch, über finanzielle Einflussnahme journalistische Freiheit einzuengen.Eine qualifizierte Minderheit (die Deutsche Evangelische Allianz vertritt ca. 1 Mio. evangelische Christen in Deutschland) wird dadurch brüskiert und Heimatrecht in der Evangelischen Kirche in Frage gestellt. Darunter leide der Konsens und die Einheit der evangelischen Kirche, so Hänssler weiter. Öffentlich wendet sich der Verlag nun entschieden gegen jeden Versuch, Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit einzuschränken. Mit dem Scheckbuch Journalismus zu betreiben Christen, die auf biblisch-reformatorischer Grundlage stehen, aus der Kirche auszugrenzen. Eine uniforme Kirche zu installieren, deren Mitgliedern vorschreibt, was sie zu denken und zu sagen haben. Sich einer kritischen Diskussion zu entziehen. Kirche braucht Öffentlichkeit und kritischen Journalismus.Außerdem fordert der Verlag die Synode auf: – Ein klares JA zur Vielfalt in der Kirche zu formulieren und in en Entscheidungen eindeutig zu diesem JA zu stehen.- Die getroffene Entscheidung umgehend zurück zu nehmen- sich öffentlich von dem Versuch finanzieller Einflussnahme auf einen freien Journalismus zu distanzieren.“

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