Erste Übernahmeangebote

„Wie die Wiener Tageszeitung „Standard“ am Wochenende meldete, liegen vor dem für heute erwarteten Bankengipfel über die angeschlagene Buch- und Medienhandelskette Libro Angebote für die Übernahme des börsenotierten Unternehmens vor. Zumindest zwei Bietergruppen – eine um den Welser Unternehmer Anton Stahrlinger, eine um den Wiener Venture-Capital- Fonds VCH – haben ihr Einstiegsinteresse beim Aufsichtsratschef von Libro, UIAG-Chef Kurt Stiassny, schriftlich deponiert. Hinter Stahlringer, Ex-Manager der VOEST und heute geschäftsführender Gesellschafter beim Büromaterial-Großhändler PBS, sollen unter anderem zwei US-Fonds stehen. Bei VCH betont man, dass Libro-Aufsichtsrat Karl-Michael Millauer, „wegen der problematischen Optik“ nicht unter den Libro-Bietern dabei sei. Millauer sei zwar an VCH beteiligt, der Fonds werde den möglichen Libro – Deal jedoch über ein „Sondervermögen“ abwickeln. Die Bietergruppen warten nun dem Bericht zufolge auf eine Einladung zu einer Due-Diligence-Prüfung, einer genauen Durchleuchtung aller Daten des Konzerns. Diese könnte nach den Pfingstfeiertagen ergehen, die Prüfung selbst rund 14 Tage in Anspruch nehmen. Die Banken hatten für Libro einen Schuldennachlass signalisiert, allerdings nur unter der Bedingung, dass die Eigentümer Liquidität zuschießen. Bisher hatte dazu zwischen Banken und Alteigentümern (UIAG, DBAG, Telekom Austria) Pattstellung geherrscht. Kurzfristig sollen zur Libro-Rettung rund 300 Mill. S nötig sein, der gesamte Sanierungsbedarf wurde wiederholt mit 1,1 Mrd. S beziffert. „

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