Egmont Gruppe übernimmt vgs Verlagsgesellschaft

„Die elf Gesellschafter der vgs verlagsgesellschaft, Köln, haben – selten in unserer Branche – dichtgehalten. Jetzt erst wird bekannt, dass die 1970 als „Verlagsgesellschaft Schulfernsehen“ gegründete vgs (Umsatz 24 Mio) rückwirkend zum 1. April 2000 von der Egmont Holding, Leinfelden-Echterdingen, übernommen worden ist. Diese Holding ist ein Tochterunternehmen der dänischen Gutenberghus Gruppe und setzt mit den Verlage der Egmont Gruppe im deutschen Raum (Ehapa, Franz Schneider, Pestalozzi/Boje) derzeit rund 350 Mio. um und ist damit Marktführer im Jugend- und Comicmarkt. Mit der vgs, seit Jahren Marktführer für TV-Bücher (Hobbythek, Beverly Hills, Akte X) und deren breitgefächertem Sachbuch- und Ratgeberprogramm rundet Egmont sein Programm in Richtung Erwachsenenmarkt ab. Dr. Bernward Malaka und Michael Schweins bleiben weiter Geschäftführer; auch der Verlag wird seinen Sitz am Medienstandort Köln behalten. Der Verkauf hat übrigens nichts mit dem kürzlichen Ausscheiden des langjährigen Geschäftsführers Dr. Heinz Gollhardt zu tun: Als einer der elf Gesellschafter hat er selbst den Verkauf mitbetrieben. Gollhardt: „Der Verlag stieß jetzt an seine Entwicklungsgrenzen. Es fehlte die volle Verwertungskette (etwa eigene Zeitschriften), die wir aus eigener Kraft nur schwer hätten aufbauen können.“ Auch seine Nachfolger fühlen sich durch die Konzernanbindung gestärkt. Michael Schweins: „Bisher waren wir nur auf deutsche Buchrechte aus, künftig haben wir mehr Verwertungsmöglichkeiten“ …. und auch mehr Kapitalkraft.“

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