Der Verlag für Rechts- und Anwaltspraxis trennt sich vom Mutterhaus, der Verlagsgruppe Neue Wirtschafts-Briefe

Karl-Friedrich Peter (60), der bislang gemeinsam mit Ernst-Otto Kleyboldt (61) als Geschäftsführer die Verlagsgruppe Neue Wirtschafts-Briefe Herne/Berlin leitete, übernimmt rückwirkend zum 1. April 2000 die Anteile des zur Gruppe gehörenden Verlags für die Rechts- und Anwaltspraxis (Recklinghausen). Grund für die Abspaltung vom Mutterhaus Neue Wirtschafts-Briefe mit dem gleichnamigen Zeitschriften-Flaggschiff seien „unterschiedliche Ansichten über Zukunftsaussichten“ wie Kleyboldt erklärt. Da sieht man im seit elf Jahren bestehenden Verlag für Rechts- und Anwaltpraxis einen größeren Vorteil in einem kleineren und schnell agierenden Unternehmen. Die Geschäftsführung im Verlag für Rechts- und Anwaltspraxis behalten neben Peter weiterhin Hermann Boger und Andrea Lamberti. Die Redaktionen, die bislang von Recklinghausen aus für den Verlag Neue Wirtschafts-Briefe arbeiteten, werden nun wieder in Herne zusammengeführt. Die Themenbereiche bleiben bestehen: NWB bleibt dem Steuerrecht treu. In Recklinghausen widmet man sich den juristischen Themen, wo man auch den Aufbau eines eigenen Verlagsteams angegangen ist, denn diese Arbeit wurde bislang zum großen Teil von den Hernern erledigt. Uwe Hagemann (32), bislang beim Deutschen Anwaltsverlag in Bonn, übernahm im Februar die Vertriebsleitung und soll „weitere Strukturen“ erarbeiten. Kleyboldt fungiert nun als Allein-Geschäftsführer im Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, sieht seine Position jedoch auch zeitlich begrenzt, da in beiden Häusern in absehbarer Zeit ein Generationswechsel vollzogen werden soll. Für den Buchhandel ergeben sich im Moment jedoch noch keine Veränderungen, der Herner Verlag will „erst einmal Ansprechpartner bleiben“, erklärt Kleyboldt.

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