Buchmesse in Kalkutta verboten

Die Buchmesse in Kalkutta, die größte Indiens, ist einen Tag vor Eröffnung gerichtlich verboten worden, medlet die FAZ. Die rund 2,5 Millionen Besucher würden der Metropole ein unerträgliches Maß an Luftverschmutzung, Lärmbelästigung und Verkehrsstaus bescheren, begründete das Hohe Gericht seine Entscheidung.

Die zweiwöchige Verkaufsmesse wäre Kalkuttas größtes Kulturereignis und für Verlage und Buchhandlungen eine extrem wichtige Einnahmequelle gewesen. 550 Verlage wären diesmal dabei gewesen; die Vereinigten Staaten waren als Gastland gebeten.

Der amerikanische Schriftsteller Paul Theroux, der die Eröffnungsrede hätte halten sollen, ist empört: „Ich habe von dem Verbot der Buchmesse eine Stunde nach meiner Landung erfahren. Ich komme aus einem Land, in dem man Ereignisse nicht 24 Stunden bevor sie stattfinden sollen absagt“, zitiert in FAZ.

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