Brunnen Verlag wehrt sich gegen Kritik an Bibel „Hoffnung für alle“

Der evangelische Brunnen-Verlag in Basel und Gießen wehrt sich gegen die Kritik des badischen Landesbischofs Ulrich Fischer (Karlsruhe) an der Bibel „Hoffnung für alle“,

Ralf Tibusek:
„Kritik ist Zeichen
der Unwissenheit

die der Verlag seit 1983 herausgibt.

In einem Kommentar für die Presseagentur idea hatte Fischer die seither mehrmals revidierte Übersetzung „eine dem frommen Zeitgeist huldigende Übertragung“ genannt. Sie könne „nicht ernsthaft als Übersetzung aus dem Urtext“ bezeichnet werden. Ihre Verwendung in vielen Gottesdiensten geschehe gedankenlos. Statt dessen würdigte er die für Oktober geplante „Bibel in gerechter Sprache“, die dem hebräischen, aramäischen und griechischen Urtext besser gerecht werde als „Hoffnung für alle“. Wegen ihrer feministischen Ausrichtung ist die „Bibel in gerechter Sprache“ in der Fachwelt sehr umstritten. Beispielsweise vermeidet sie es, Gott als Herrn anzureden, und beginnt das Vaterunser mit „Gott, für uns Vater und Mutter“.

Dazu erklärte Ralf Tibusek, der Sprecher des Brunnen-Verlags, Fischers Aussage, „Hoffnung für alle“ beruhe nicht auf dem Ausgangstext, könne nur als „Zeichen von Unwissenheit“ gedeutet werden. An der Erstellung seien selbstverständlich Bibelwissenschaftler und Sprachforscher beteiligt gewesen, die moderne übersetzungswissenschaftliche Methoden angewandt hätten. Sie hätten mit den Mitteln der heutigen deutschen Sprache wiedergegeben, was der hebräische, aramäische und griechische Ausgangstext sagt. In kompetenten Fachkreisen sei dies unbestritten. Fischers Kritik an der „Hoffnung für alle“ sei zudem ein „Schlag ins Gesicht“ von vielen tausend kirchlichen Mitarbeitern, die diese Übersetzung als zuverlässiges Hilfsmittel für die Gemeindearbeit schätzten. Sie werde in Gottesdiensten, Konfirmandenstunden, im Religionsunterricht und in Hauskreisen eingesetzt und habe im Jahr der Bibel 2003 zu den vier offiziellen Bibeln gehört. Bei einer Umfrage des CVJM hätten regelmäßige Bibelleser angegeben, mit Vorliebe die „Hoffnung für alle“ zu benutzen. Die Bibel sei millionenfach verbreitet und inzwischen in etwa 20 Prozent der deutschen Haushalte zu finden.

Zu Fischers Lob für die „Bibel in gerechter Sprache“ wollte sich Tibusek nicht äußern. Er habe von dieser Übersetzung nur gehört, kenne sie aber nicht, da sie noch nicht veröffentlicht sei. Fischers Bemühen, ein eigenes Projekt zu fördern, rechtfertige es aber nicht, andere Produkte schlecht zu machen. Das sei ein für das Bischofsamt unwürdiges Verhalten. Zum Beirat der „Bibel in gerechter Sprache“ gehören unter anderen der hessen-nassauische Kirchenpräsident Peter Steinacker (Darmstadt) und die Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter.

Kommentare (2)
  1. Nein, die HFA ist schlicht weg ein Pfusch. Beispiele finden sich genug im Internet, z.B. unter „Hoffnung für alle Übersetzungsfehler“. Vor allem der eigentlich so wichtige Epheser-Brief ist eine Katastrophe und dürfte – trotz längst bekannten Problemen – nicht gedruckt werden. Aber auch Gott also „ich bin da“ anstatt „ich bin der ich bin“ zu bezeichnen, ist sehr verweltlicht. Jeder ist „ich bin da“, das ist eine Tatsache welche für alle und alles gilt. Gott wird so reduziert. Auch vertauscht HfA Subjekt mit Objekt, die Handlungsrichtung wechselt nach der Menschen muss zu Gott (also eigentlich Religion) und nicht umgekehrt. etc. da sind einfach zu viele grobe Fehler drin. Jesus soll ein Geschöpf sein, Sprüche 8,22 etc. (Irrlehre.) Jesaja 8,17 Gott habe sich von Israel abgewendet (Irrlehre), etc.

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