Boje-Taschenbuch geht bei Fischer Schatzinsel vor Anker

Ulrich Störiko-Blume, Eva Kutter

Boje und Fischer Schatzinsel sind eine Kooperation eingegangen: Ab Mai 2010 wird es Boje-Bücher als Taschenbuch-Ausgaben bei Fischer Schatzinsel geben. Zwölf bis fünfzehn Titel jährlich sollen erscheinen, der erste ist die Jugendliteraturpreis-gekrönte Geschichte „Ein Bild von Ivan“ von Paula Fox, ebenfalls vertreten in der ersten Staffel: „Drachenglut“ von Jonathan Stroud.

Ein eigenes Label wird es nicht geben, auch wenn sich das Boje-Bild in Verbindung mit der Fischer Schatzinsel gut gemacht hätte (noch dazu hieß der Gründer des Boje Verlags mit Nachnamen Fischer). Die beiden Verlagslogos werden zwar auf der U4 verbunden, auf dem Cover der Taschenbücher wird aber Fischer Schatzinsel stehen.

Eingefädelt wurde der Deal von Boje-Verleger Ulrich Störiko-Blume und Fischer Schatzinsel-Programmleiterin Eva Kutter. Sie kann dank der Kooperation mit Boje bei der Lizenzsuche etwas entspannen in einem immer enger gewordenen Gedrängel um die wenigen Titel, die nicht schon durch konzerninterne Verbandelungen optioniert sind. Etwa die Hälfte des Taschenbuch-Programms kann man schon durch Hardcover-Titel aus dem eigenen Haus generieren, mit Boje kommt jetzt zusätzliche Stabilität ins TB-Programm.

Umgekehrt sind die Vorteile auch deutlich: Was Fischer Schatzinsel nicht übernimmt, kann Boje immer noch anderen Verlagen anbieten. Und wenn auf dem internationalen Markt eine besonders interessante Lizenz gehandelt wird, kann man sich künftig sogar absprechen, ob man gemeinsam investiert.

Mehr über die Hintergründe der Kooperation lesen Sie exklusiv im aktuellen BuchMarkt-Heft, das heute erscheint: im über 100 Seiten starken Special Junge Zielgruppe auf S. 68f.

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