Ausgleich für Libro?

Bei Libro scheint ein Ausgleich kaum mehr abwendbar. Schon Montag Abend hatte ein maßgeblicher Banker gegenüber der APA die Chancen auf eine außergerichtliche Lösung – etwa mit dem Böhm/Hofmann-Konsortium – nur mehr auf 30 bis 40 Prozent beziffert. Am Dienstag verdichteten sich die Gerüchte, dass nur mehr an der Art der Abwicklung des Ausgleichs gebastelt werde. Beim Bankengipfel am Mittwoch dürfte eine Entscheidung dazu fallen. Die Gläubigerbanken favorisierten bereits seit 13. Juni einen Ausgleich für Libro, war aus informierten Kreisen zu erfahren. Die Kreditinstitute denken dabei an eine eigene Auffanglösung im Ausgleich und wollen Libro über eine Stiftung fortführen. Dabei dürfte es zunächst einmal einen Kapitalschnitt auf Null geben. Die Banken würden in dieser Variante aber dann im Ausgleich weiter finanzieren, hätten selbst das Sagen und könnten ohne zeitlichen Druck die angeschlagene Libro-Gruppe bzw. Teile davon entschuldet weiter veräußern. Als potenzielle Käufer nach dem Ausgleich werden in der Branche derzeit Bertelsmann und die Styria ins Spiel gebracht.

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