Aufsichtsrats-Vorwürfe gegen Rettberg. Und: Angeblich will Hugendubel nach Wien

„Nach einem Bericht des STANDARD werfen Ex-Aufsichtsräte der Libro AG dem Ex-Vorstandsvorsitzenden Andre Rettberg und Ex-Finanzvorstand Johann Knöbl im Nachrichtenmagazin „profil“ vor, dem damaligen Aufsichtsrat brisante Informationen vorenthalten zu haben: interne Berichte des Controllings, die schon im Frühjahr 2000 hohe Verluste für das Gesamtjahr 2000/2001 prognostizierten. Knöbl räume ein, die Controlling-Berichte gekannt zu haben. Warum sie nicht kommuniziert wurden, werde Gegenstand der kommenden Untersuchungen sein. Bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 8.8. werden die Aktionäre laut APA eine aktienrechtliche Sonderprüfung des Unternehmens beschließen. Die zweite Großinsolvenz im österreichischen Buchhandel nach Lechner (Mitte der 90-er Jahre) darf, so der Gremialvorsteher der Wiener Buchhändler Michael Kernstock im STANDARD, niemanden froh machen. Im übrigen wäre auch ohne Libro der heimische Buchhandel von großen Ketten in die Zange genommen worden. „Es ist in der Branche ein offenes Geheimnis, dass Hugendubel nach Wien will.“ Besonders der Standort der Libro-Tochter Amadeus an der Mariahilfer Straße 9 habe es den Bayern angetan. Offiziell hätten sie aber Übernahme-Gelüste dementiert. Die grenzüberschreitende Preisbindung sei im Übrigen von Rettberg am meisten bekämpft worden. „Gebracht hat das nichts, außer dass er Millionen an seine Political Agents gezahlt hat. Wir an unsere übrigens auch.“ „

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