Amazon schreibt weiter tiefrote Zahlen * Konkurrent Barnes & Noble.com noch immer fuehrerlos. Aktionaere befuerchten weiteren Aderlass

Umsatz nahezu verdoppelt, Verlust verdreifacht: Die erste Quartalsbilanz des weltgrössten Online-Buchhändlers Amazon duerfte kühlen Rechnern die Haare zu Berge stehen lassen. Binnen drei Monaten brachte es der Internet-Bookshop auf ein Minus von 122 Mio. Dollar bei einem Umsatz von 574 Mio. Im Vorjahreszeitraum war das Verhältnis noch 36 Mio. zu 294 Mio. Dollar.Für Amazon-Chef Joe Galli liegt das Heil in weiterem Wachstum. Noch in diesem Jahr will das börsennotierte Unternehmen qua Expansion seine Geschäftsfelder Buch, Musik und Video erstmals in die Gewinnzone führen. 2,1 Milliarden liquide Mittel stehen ihm dafür zur Verfügung.Derweil ist Barnes & Noble.com, derzeitige Nummer Zwei im amerikanischen Online-Buchhandel, auch drei Monate nach dem überraschenden Ausscheiden von Jonathan Bulkeley noch immer führungslos. Trotz zunehmender Unruhe unter den Aktionären aber will sich das Mutterhaus Barnes & Noble mit der Nachfolgeregelung nicht unter Druck setzen lassen. Einer Meldung der heutigen Welt-Ausgabe zufolge sieht der B&N-Chef Leonard Riggio „keine Eile“ geboten. Insider äussern indes bereits die Befürchtung, der Online-Tochter von B&N könnten wegen ihres desolaten Betriebsklimas in absehbarer Zeit weitere Führungskraefte verloren gehen.

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