50 % Rabatt für Reisebüros falsch / Langenscheidt und DuMont reagieren auf basta-Vorwürfe

Die Vorwürfe des Online-Dienstes basta, die wir gestern auch bei uns zitiert haben [mehr…] und sich gegen Langenscheidt und DuMont richteten, wollen die betroffenen Verlage so nicht stehen lassen.
Langenscheidt-Marketingchef Dr. Matti Schüssler zu der Behauptung, der Verlag „düpiere das Sortiment nicht nur durch seine LIDL-Angebote“, auch „Reisebüros erhalten von Langenscheidt 50% Rabatt“:
Die Aktion selbst war ein zeitlich befristetes Aktionsrabatt-Angebot an Reisebüros – nur für die Reihe „Polyglott ReiseBuch“, nur von Ende April bis Ende Mai. Der Buchhandel konnte von diesem Angebot ebenfalls Gebrauch machen…Wir verstehen nicht, was an dieser Jubiläums-Vkf-Aktion für eine spezielle Reihe unseres Polyglott-Verlags verwerflich gewesen sein soll… Wie bereits gesagt: Die Reisebuch-Aktion war zeitlich und von den Titeln her befristet und wurde auch dem Sortiment angeboten. Und von „Rabattschleudern“ kann man wohl kaum sprechen – das Sortiment hat ganz regulär einen Spitzenrabatt bei Polyglott, der nur eine sehr geringe Entfernung von jenen 50% hat. Reisebüros hingegen erreichen, schon aufgrund ihres niedrigen Umsatzniveaus, regelmäßig nur zwischen 25 und 35%.
Was die Lidl-Aktivität betrifft, die hier nur en passant erwähnt wird: Hier wird niemand „düpiert“ – es handelt sich bei den Langenscheidt-Titeln um preisgebundende Sonderausgaben, die weder inhaltlich noch von ihrer Ausstattung her mit den regulären Ausgaben vergleichbar sind. Lidl erhält hierauf von uns auch keine Exklusivitätszusage. Dieser Vorgang ist aus unserer Sicht ähnlich zu sehen wie die seit vielen Jahren und bei allen großen Verlagen üblichen Ramsch-Aktionen, wie sie in Buchhandel und Warenhaus stattfinden, ohne dass der Absatz der regulären Produktion hierdurch Schaden genommen hätte.

Die DuMont-Geschäftsführung wollte zwar keine offizielle Stellung zu den Vorwürfen nehmen, erklärte aber auf Nachfrage gegenüber BuchMarkt, dass die DuMont Extra-Reihe zu keiner Zeit verramscht worden wäre. Bei den Ausgaben zum Preis von 2,95 Euro handele es sich vielmehr um Altauflagen (die Titel der Reihe werden jedes Jahr aktualisiert, die aktualisierten Titel nach wie vor zum Ladenpreis von 6,95 Euro verkauft) bzw. um Mängelexemplare.

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