5-Millionen-Vorschuss für Hera Lind nach Verlagsaussage „frei erfunden“

„Die von Focus Online am heutigen Tage lancierte Nachricht, Bestsellerautorin Hera Lind erhalte von ihrem neuen Verlag Ullstein „mehr als fünf Millionen Mark“ für die Weltrechte an ihren kommenden fünf Büchern, ist nach Aussage von Michael Then, Pressesprecher der Gruppe Econ Ullstein List, „definitiv falsch“. Tatsächlich handele es sich um einen Vorschuss-Betrag, der „um Millionen“ unter dem genannten liegt – gleichwohl im 7-stelligen Bereich.Das Angebot der Münchner Verlagsgruppe für die Übernahme der Rechte an den Hera Lind-Büchern (bislang im Fischer Verlag erschienen) soll dem Vernehmen nach sogar unter dem gelegen haben, was Mitbewerber Bertelsmann geboten hatte. Dass Ullstein dennoch den Zuschlag erhielt, ist für Taschenbuch-Verlagsleiter Armin Gontermann, der die Lind-Titel betreut, ein deutlicher Hinweis darauf, dass auch heutzutage nicht nur das Scheckbuch regiert: „Offenkundig hat sich Frau Lind bei uns am wohlsten gefühlt.“Mit ausschlaggebend dürfte auch das Marketing-Konzept gewesen sein, das in München derzeit ausgearbeitet wird. Gontermann: „Die neue Hera Lind wird natürlich unser absoluter Spitzentitel im TB-Herbstprogramm.“ Neben umfangreichen Werbekampagnen ist ein Auftritt der Autorin auf der Frankfurter Buchmesse geplant; die Anbindung des Münchener Verlagshauses an den Axel Springer Konzern lässt zudem einiges in Sache Presse erwarten.Darüber, ob der neue Roman „Mord an Bord“ noch immer die Bedürfnisse der Fans befriedigt, macht sich Gontermann keine Sorgen: „Die Leser bekommen die bewährte Hera Lind – plus zwei Schippen obendrauf.“ Will heißen: noch frecher, noch respektloser als bisher. Die Herbstnovität soll es bereits einlösen: eine rasante Liebesgeschichte mit „appetitlichen“ Morden.“

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