Reclam

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Philipp Reclam jun. ist ein Verlag, der 1828 von Anton Philipp Reclam (1807-1896) zunächst unter dem Namen „Verlag des literarischen Museums“ in Leipzig gegründet wurde. Die Umbenennung in Philipp Reclam jun. erfolgte 1837.

Am 9. November 1867 trat eine von der Nationalversammlung geänderte Regelung in Kraft, nach der allen deutschen Autoren eine Schutzfrist für die Veröffentlichung ihrer Werke von 30 Jahren nach ihrem Tod gewährt wurde. Diese Änderung ermöglichte die Gründung der Universal-Bibliothek, die den Erfolg des Verlags begründete. Die kleinen Hefte gelten als Vorläufer des Taschenbuchs.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erschwerten Demontagen und politische Einflussnahme der sowjetischen Besatzungsmacht die freie Verlagsarbeit in Leipzig. Der Verleger Ernst Reclam siedelte in den Westen über, der Verlag wurde teilenteignet und als „Verlag mit staatlicher Beteiligung“ weitergeführt.

1947 gründete Ernst Reclam in Stuttgart die Reclam Verlag GmbH und begann mit dem Wiederaufbau der UB, die 1959 wieder 1.000 Titel umfasste. 1992 wurde der Leipziger Reclam Verlag reprivatisiert und ging wieder in Familienbesitz über.

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