Presse-Grosso
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In Deutschland versorgen ca. 70 Pressegrossisten 120.000 Verkaufsstellen mit Zeitungen, Zeitschriften, Comics, Taschenbüchern, Bestsellern und Nonbooks. Nach dem Pressegesetz müssen die Zeitungen und Zeitschriften überall frei zugänglich erhältlich sein.
Bei den Pressegrossisten handelt es sich meist um mittelständische Unternehmen, die für ihr Verkaufsgebiet Gebietsschutz bekommen und als Monopolist agieren. Zwischen dem Verlag und dem Händler abgestimmt übernehmen sie die Disposition für Zeitungen und Zeitschriften.
Drei entscheidende Faktoren prägen das Pressegrossogeschäft:
- Alleinauslieferung: Es gibt den Gebietsschutz für das Unternehmen, daher arbeitet auch keins bundesweit, sondern nur im regionalen Bereich.
- Auch im Presseverkauf gilt die im Buchhandel übliche vertikale Preisbindung. Die Verkaufspreise sind vom Verlag festgelegt und in die Produkte eingedruckt. Die Rabatte sind auch gebunden, außerdem gibt es keine Mengenpreise oder stückzahlbezogene Konditionen.
- Handelsbrauch ist uneingeschränktes Rückgaberecht im Rahmen der Rückruftermine.
