Heyne

Aus BuchMarkt Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Heyne Verlag wurde 1934 von Wilhelm Heyne (1888-1968) in Dresden gegründet. Er entwickelte sich schon bald zu einem der führenden privaten belletristischen Buchverlage.

Erfolgsautoren waren damals u.a. Arthur Heinz Lehmann (Der Hengst Maestoso Austria), Rainer Conrad Muschler, Gwen Bristow (Der tiefe Süden).

1939 trat als Mitgesellschafter Franz Schneekluth in den Verlag ein. Das Verlagshaus wurde im Februar 1945 ein Opfer der Bomben. Da nach dem Krieg eine freie verlegerische Tätigkeit in Dresden nicht möglich war, gründete Schneekluth im Westen den Franz Schneekluth Verlag und führte die alte Heyne Produktion zum Teil weiter. Als Wilhelm Heyne 1948 in den Westen kam, wurde er in Umkehrung der Dresdner Verhältnisse Teilhaber von Schneekluth. Anfang der 50er Jahre gründete er den neuen Heyne-Verlag mit einer belletristischen Produktion.

Sein Sohn Rolf Heyne (1928-2000), der in zwei USA-Aufenthalten die Bedeutung des Taschenbuchs erkannt hatte, startete 1958 das Heyne-Taschenbuchprogramm. Es war nicht leicht, auf dem damals von Rowohlt, S. Fischer und Ullstein beherrschten Markt Fuß zu fassen, bis in den 60er Jahren der große Durchbruch kam. Der Wilhelm Heyne Verlag zählt sowohl vom Umsatz wie vom Umfang seines Programms her zu den größten deutschen Taschenbuchverlagen und war lange Jahre Marktführer in diesem Segment.

Auf manchem Gebiet sind auch Pionierleistungen zu verzeichnen. So war der Verlag bahnbrechend bei der Einführung der Science Fiction im deutschen Sprachraum. Verleger bzw. Herausgeber und gleichzeitig Autor war Wolfgang Jeschke.

Nach fast 50 Jahren der Verlagsgründung tauchten ab 1983 vereinzelt Hardcover-Solitäre im Programm auf. Paul Bocuse, Eckart Witzigmann, aufwändige Bildbände vor allem zu Kunst-Themen (Schmuck Art Déco) und auch einzelne Bildbiografien erschienen. Also Bücher, die die Passionen des Verlegers widerspiegelten.

Diese zaghaften Versuche führten 1986 zur Gründung der Collection Rolf Heyne. Dieser kleine, heute völlig eigenständige und nicht mehr zu Heyne gehörende Verlag, wird im Sinne des Gründers von seiner Frau Anja und Jürgen Welte fortgeführt.

Immer wieder gab es Spekulationen über einen Verkauf des Verlages an große Verlagsgruppen. Zur großen Überraschung kam aber nicht eine der immer wieder genannten Verlagsgruppen wie Bertelsmann oder die Holtzbrinck-Gruppe zum Zuge, sondern die Axel Springer-Gruppe, an die Rolf Heyne kurz vor seinem Tod, am 8. Dezember 2000, sein Lebenswerk verkaufte.

Strategische Überlegungen führten bei Springer dazu, sich 2003 komplett von den Buch-Aktivitäten zu trennen und sich ganz aufs Zeitungsgeschäft zu konzentrieren. So kam einige Jahre später Bertelsmann doch noch zum Zuge und Heyne schlüpfte Ende November 2003 unter das Dach von Random House.

[bearbeiten] Weblink

essay writing service

Persönliche Werkzeuge