Elektronisches Buch

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Elektronische Bücher, auch E-Books genannt, machen Literatur in digitaler Form verfügbar.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Grundlagen

500 Jahre nach Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern zeigt sich eine Medienrevolution am Horizont, die im Jahr 2009 (fast) richtig losgeht: das E-Book und der dazugehörende Reader.

Zur Begriffsklärung: Das E-Book (in Deutschland hat man sich auf diese Schreibweise mit dem „E“ als Großbuchstabe verständigt) bezeichnet den Inhalt, also das Buch (die Software), der heute von den Formaten PDF, EPUB und Mobipocket geprägt ist. Die Hardware ist das Lesegerät, der E-Book-Reader. Wenn wir von E-Book sprechen, meinen wir immer die Inhalte, wenn wir von Hardware reden, meinen wir E-Book-Reader und wenn wir das „ganze Gerät mit Inhalt und Hardware" behandeln, nennen wir es elektronisches Buch.

Dieses elektronische Buch ist die Übertragung des Buches in eine digitale Form.

Wir unterscheiden zwischen drei verschiedenen Formen:

  • Visuelles Buch: das reale Buch wird simuliert und kann am Bildschirm gelesen werden.
  • Digitale Kopie: die wirklichkeitstreue Kopie des Originals, zu lesen auf einem E-Book Reader.
  • Strukturell-funktionaler Ansatz: die buchtypischen Eigenschaften, wie die inhaltliche Abfolge und die Seitenstruktur werden unabhängig vom Original bildschirmgerecht verändert. Dieses Produkt ist nur noch eine inhaltliche Wiedergabe.

Erste kommerzielle Versuche der E-Book-Einführung scheiterten Anfang des 21. Jahrhunderts mit der „New Economy“. Allerdings konnte sich im Wissenschaftsbereich in Lehre und Forschung das „digitale Lesen“ in vielen Gebieten durchsetzen. Seit dieser Zeit erscheinen eine Anzahl wissenschaftlicher Publikation in einer digitalen Fassung und als klassische Buchausgabe. Inzwischen werden aber viele Publikationen nur noch digital angeboten.

Das E-Book als digitale Kopie für Belletristikwerke, das Sachbuch und den Ratgeber hat Amazon in den USA als erstes Unternehmen 2007 angeboten und damit einen erstaunlichen Erfolg erzielt. Inzwischen führt der Versandhändler aus Seattle 130.000 Titel im E-Book und als Papierausgabe. Mit dem Lesegerät Kindle (engl. anfachen, entzünden, begeistern) hat Amazon den Markt für das elektronische Buch geöffnet und ist Marktführer mit einem Anteil von 80% geworden.

Allerdings gibt es „Kindle“ und die dazu erforderliche Software als E-Book nur exklusiv bei Amazon. Deas Gerät kann etwa 200 E-Books speichern. Nach ersten Kundenerhebungen bei Amazon kaufen die Kindle-Nutzer 2,6 mal mehr Bücher als der Normalkunde.

Der Marktdurchbruch wird in Deutschland mit der neuen Reader-Generation mit elektronischem Papier erwartet: Geräte in der Größe eines Taschenbuchs mit einem Gewicht unter 400 Gramm, die die Möglichkeit für Anmerkungen und Unterstreichungen bieten.

[bearbeiten] Hardware

  • Der Kindle von Amazon mit dem Format Mobipocket als nicht kompatibles Gerät, exklusiv für den Internethändler und Buchversender Amazon.
  • Der Sony-Reader als Beispiel auch für andere, mit kompatiblen Formaten (EPUB und PDF) ausgestattete Geräte.
  • Multifunktionsgeräte, die es bereits gibt, allerdings noch nicht mit Reader-Funktionen: Handy, BlackBerry, iPhone, Organizer.

Grundsätzlich zu regeln sind noch das Downloaden, der Abrechnungs- und Vergütungsmodus und ein tragfähiges System dazu.

[bearbeiten] E-Books: Was Buchhändler wissen müssen

Zum Start der E-Book-Plattformen Libri und libreka! und zum Erstverkaufstag des Sony Readers gab es auf buchmarkt.de 20 Folgen von „Ralf Alkenbrechers E-Book-Ratgeber für Sortimenter“. Die Zusammenfassung finden Sie hier.

[bearbeiten] Preisbindungsfrage

Nach den Regeln des Preisbindungsgesetzes kann das E-Book vom Verlag preisgebunden werden, denn es ist ein Produkt, das das Buch substituiert.

Gerade im Zusammenhang mit der Einführung des elektronischen Buches wird aber auch diskutiert, ob die Preisbindung noch zeitgemäß sei. Viele glauben, dass die Preisbindung durch den Verkauf über eine elektronische Plattform nicht gesichert werden kann – diese Plattform kann schließlich im preisbindungsfreien Ausland stehen ...

[bearbeiten] Kalkulation und Preisfindung

Das Spektrum reicht von kostenlos bis identischer Preis zur Printausgabe: Im wissenschaftlichen Bereich hat sich der E-Book-Preis zwischen 10% und 20% unter dem Preis für die preiswerteste Ausgabe eingependelt. Allerdings gibt es auch Ansätze für den gleichen Preis wie der der Printausgabe. Diese Vertreter sagen: Es gibt entscheidende Mehrwerte durch das elektronische Buch: der unkomplizierte, schnelle Kauf, die ständige Verfügbarkeit und die Volltextsuche. Weitere Überlegungen betreffen Einheitspreise: Jedes Buch kostet als E-Book € 9,99.

Der Mehrwertsteuersatz für das E-Book beträgt zur Zeit 19% und muss bei der Kalkulation berücksichtigt werden. Denn neben der Preisfindung für die Software ist auch der Preis für die E-Book-Reader relevant.

[bearbeiten] Ausgewählte Geschäftsmodelle zum elektronischen Buch

[bearbeiten] ciando

Alle Infos rund ums Thema E-Book und E-Book-Bestellung bei ciando finden Sie hier: ciando eBooks

[bearbeiten] libreka!

Die Plattform wurde als Branchenprojekt vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. initiiert, Betreiber ist die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH.

Ziel von libreka! ist es, Buchinhalte im Internet recherchierbar, verfügbar und handelbar zu machen. Verlage stellen ihre digitalen Buchinhalte in libreka! ein und definieren, wie viel davon sie zur Ansicht frei geben wollen. Dabei können sie unterscheiden zwischen dem Internetnutzer, der über www.libreka.de auf die Texte zurückgreift und dem stationären Buchhandel, dem der Verlag erweiterte Leserechte einräumen kann. In beiden Fällen können die Bücher durchblättert, gelesen und im Volltext durchsucht werden. Die Datenhoheit und die Rechte bleiben dabei beim Verlag.

libreka! link-up Mit der Online-Schnittstelle libreka! link-up können Verlage und Buchhändler eine Verknüpfung zu libreka! unmittelbar in ihre Online-Shops integrieren. Die Nutzer der Online-Shops erhalten über den libreka! link-up die Möglichkeit, in den auf libreka! verfügbaren Titeln zu lesen. Angezeigt werden auch hier nur die Seiten, die von den Verlagen zur Ansicht freigegeben sind.

[bearbeiten] libri

Alle Infos rund ums Thema E-Book und E-Book-Bestellung bei libri finden Sie hier:

[bearbeiten] Umbreit

Das Barsortiment Umbreit wird mit UMBREITLOAD dem Buchhandel eine Shoplösung zum Vertrieb digitaler Inhalte zur Verfügung stellen. Neben E-Books werden auch Hörbücher und Videos zum Download bzw. als Streaming angeboten. Über UMBREITLOAD werden auch die E-Books der Branchenplattform libreka! zugänglich sein.

Der Verkauf der Inhalte erfolgt dabei ausschließlich über Buchhandlungen, die alleinige Vertragspartner des Endkunden sind. Dazu werden den Buchhandlungen Downloadshops zur Verfügung gestellt, die an das Corporate Design der Buchhandlung angepasst werden können. Anmeldung und weitere Informationen unter der E-Mail-Adresse internetportale@umbreit.de.

[bearbeiten] Readerangebot

Die wichtigsten E-Book-Geräte finden Sie hier. write my paper

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