Bestseller
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Bestseller sind Bücher, deren Verkaufszahlen über dem Durchschnitt liegen. Sie erscheinen auf Bestsellerlisten, und damit wird in aller Regel der Verkauf weiter angekurbelt. Sie sind kaum (auch wenn es immer wieder versucht wird) planbar. In der Regel sind sie „Überraschungserfolge“.
Zu den „Dauerbestsellern“, also Longsellern, gehören die Bibel und der Duden.
[bearbeiten] Bestsellerliste
Auf den Bestsellerlisten stehen die Bücher, die sich am besten verkaufen. Denn nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg. Diese Marketingerfahrung gilt auch für den Buchvertrieb.
Bestsellerlisten haben eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert wurde mit dem Erstellen solcher Reportings in Nordamerika versucht, aktiv auf die Verkaufszahlen eines Buches einzuwirken. Die heutigen Listen im deutschsprachigen Raum geben die Verkaufszahlen der einzelnen Bücher wider und sind als Orientierungshilfe für die Kunden und den Buchhandel gedacht. Sie sind ein wichtiges Lenkungsmittel des Handels im Hinblick auf das Kundeninteresse. Denn für den Buchkäufer bieten sie aufgrund des für ihn unüberschaubaren Angebots eine notwendige Orientierung nach Genres – die Listen sind z.B. in Belletristik, Hardcover-, Taschen- & Kinderbuch, sowie Sach- und populäres Sachbuch unterteilt – Einband, Medien, Zielgruppe, Antiquariat oder Bestellweg. Gerade Leser, die Bücher verschenken möchten, sind auf diese Informationen angewiesen.
Sortimentern und Barsortimentern sind diese Zusammenstellungen notwendige Hilfsmittel einer auf Marktausschöpfung ausgerichteten Disposition. Für den Buchhandel ergeben sich daraus Hinweise für die Dekoration oder begleitende Verkaufsmaßnahmen. Auf Verlagsebene sind sie ein Mittel der Konkurrenzbeobachtung und der Analyse des Lebenszyklus eines Buches.
Die bekannteste Bestsellerliste wird vom Fachmagazin Buchreport im Auftrag des Magazins Spiegel erstellt. Hierfür werden wöchentlich bei ca. 350 ausgewählten Sortimentsbuchhandlungen mit einem bestimmten Jahresumsatz, in Bahnhofsbuchhandlungen und Buchabteilung von Kaufhäusern die Verkaufszahlen ermittelt und verarbeitet. Die Ermittlung erfolgt durch eine elektronische Abfrage, wobei die Daten vollautomatisch in eine Datenbank übernommen werden. Die gemeldeten Verkaufszahlen werden den in der Datenbank aufgelisteten Büchern zugeordnet und es entsteht eine Bestsellerliste, die objektiv die Verkaufszahlen wiedergibt.
In die Listen werden keine Nachschlagewerke, Ratgeber, Sonderausgaben usw. aufgenommen, da „Der Spiegel“ vermeiden möchte, dass die Bestsellerlisten durch Werke wie den Duden, Kochbücher und Fitnessratgeber blockiert werden. Weitere Bestsellerlisten werden u.a. vom Magazin Focus veröffentlicht.
