Berichtsheft
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[bearbeiten] Führungspflicht
Das Führen des Berichtshefts mit Ausbildungsnachweisen wird im § 44 Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 14. August 1996 (BGBl. I S. 1112), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 25. März 1998 (BGBL. I S. 596, 606) geregelt. Die Industrie- und Handelskammern (IHK) erlassen die Regelungen zum Führen der Ausbildungsnachweise (Berichtshefte).
Es ist möglich, dass diese Regelungen der einzelnen Industrie- und Handelskammern unterschiedlich sind. Es empfiehlt sich daher, auf der jeweiligen Homepage der zuständigen IHK die Regelungen zu erfragen.
Wir veröffentlichen hier als Muster die Regelung der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf:
1. Auszubildende und Umschüler haben während ihrer Ausbildungszeit bzw. Umschulung einen Ausbildungsnachweis zu führen.
2. Das führen des Ausbildungsnachweises hat folgenden Zielen zu dienen:
- Der zeitliche und sachliche Ablauf der Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule soll für alle Beteiligten in einfacher Form nachvollziehbar und nachweisbar gemacht werden.
- Der Auszubildende soll zur Reflexion über Inhalte und Verlauf seiner Ausbildung angehalten werden.
3. Für das Anfertigen der Ausbildungsnachweise gelten folgende Mindestanforderungen:
- Die Ausbildungsnachweise sind wöchentlich anzufertigen.
- Die Ausbildungsnachweise müssen mindestens stichwort-artig den Inhalt der betrieblichen Ausbildung wiedergeben. Dabei sind betriebliche Tätigkeiten einerseits sowie Unterweisungen, betrieblicher Unterricht oder sonstige Schulungen andererseits erkennbar und getrennt zu dokumentieren.
- In die Ausbildungsnachweise sind darüber hinaus die Themen des Berufsschulunterrichts einzutragen.
- Jedes Blatt des Ausbildungsnachweises ist mit dem Namen des Auszubildenden, dem Ausbildungsjahr und dem Berichtszeitraum zu versehen.
4. Dem Auszubildenden ist Gelegenheit zu geben, den Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit im Betrieb zu führen. Die hierfür erforderlichen Nachweishefte, Formblätter oder Ähnliches werden dem Auszubildenden kostenlos vom Ausbildenden zur Verfügung gestellt.
5. Ausbildender oder Ausbilder sowie Auszubildender bestätigen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Eintragungen mit Datum und Unterschrift. Der Ausbildende oder der Ausbilder hat die Eintragungen in den Ausbildungsnachweisen mindestens monatlich zu prüfen. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass auch die Berufsschule in angemessenen Zeitabständen vom Ausbildungsnachweis Kenntnis erhält und sie unterschriftlich bestätigen kann.
6. Anstelle von Ausbildungsnachweisen, in denen der Auszubildende selbst die notwendigen Eintragungen vorzunehmen hat, kann die Kammer die Verwendung geeigneter Checklisten zulassen, wenn
- vom Auszubildenden die Verbindung der Checkliste mit einem entsprechenden betrieblichen Ablaufplan deutlich gemacht wird,
- aus der Checkliste der Ablauf der Ausbildung deutlich wird,
- aus der Checkliste der Ausbildungszeitraum und der jeweilige Ausbildungsbereich
deutlich werden und
- die Eintragung der Themen des Berufsschulunterrichts möglich ist.
7. Es bleibt dem Ausbildenden unbenommen, über die Mindestanforderungen hinaus vom Auszubildenden die Anfertigung weitergehender Nachweise (z.B. Fachberichte) zu verlangen. Die Erfüllung der einzelnen Vorgaben ist dabei keine Vorraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung gemäß § 39 Abs. 1 Ziff. 2 Berufsbildungsgesetz.
8. Diese Regelungen gelten für Umschüler entsprechend.
Auf dem Deckblatt des Berichtshefts muss folgendes stehen:
- Ausbildungsnachweis/Berichtsheft
- Name des Azubi:
- Vorname:
- Geb. am:
- Wohnort:
- Ausbildungsberuf:
- (ggf. mit Fachrichtung):
- Ausbildungsbetrieb:
- Ausbildender:
- Ausbildungsstätte:
- Beginn der Ausbildung:
- Ende der Ausbildung:
Das Muster für den Tätigkeitsnachweis muss folgende Merkmale enthalten:
- Name
- Ausbildungsnachweis Nr.
- Ausbildungsabteilung/ - bereich
- Ausbildungszeitraum Vom: ... bis:
- Ausgeführte Tätigkeit (stichwortartig aufführen)
- Unterweisungen, betrieblicher Unterricht, Schulveranstaltungen usw. (stichwortartig aufführen)
- Datum/Sichtvermerk und Unterschrift Azubi
- Datum/Sichtvermerk und Unterschrift Ausbilder
- (ggf). Datum und Sichtvermerk Erziehungsberechtigter
Das Verfassen eines Monatsberichts ist freigestellt, das Erstellen, Bearbeiten und Ausfüllen kann aber vom Ausbilder verlangt werden. Das Schreiben zusätzlich zum Tätigkeitsbericht erscheint aber durchaus sinnvoll. Denn damit trainiert der Auszubildende das Schreiben von Berichten, vertieft konzeptionelles Denken und entwickelt Routine in Textarbeiten. Er ist jedoch nicht Zulassungsvoraussetzung für die Teilnahme an der Abschlussprüfung.
- Monatsbericht Nr.
- Monat
- Ausbildungsthema (Detaillierte Beschreibung eines Ausbildungsinhalts, den der Azubi innerhalb des Monats kennen gelernt hat)
Diese Monatsberichte sind wie die Tätigkeitsberichte vom Azubi, vom Erziehungsberechtigten und vom Ausbilder mit Datum und Sichtvermerk zu unterschreiben.
Für die Berufsschule gibt es ein weiteres Blatt:
- Name
- Berichtszeitraum: Vom: ... bis:
- Berufsschultag
- Unterrichtsfach:
- Unterrichtsschwerpunkt:
In dieses Blatt trägt der Azubi die Themen aus dem Berufsschulunterricht ein.
Den Prüfungsausschüssen ist es überlassen, inwieweit sie die Berichtshefte in die Prüfung mit einbeziehen. In einem Gesprächskreis von Prüfungsausschussmitgliedern aus dem ganzen Bundesgebiet hat sich gezeigt, dass die Prüfer sehr unterschiedlich verfahren. Einige nehmen das Berichtsheft als Ausgangspunkt für das Prüfungsgespräch, andere ignorieren den Ausbildungsnachweis völlig, weil sie in ihm keine eigenständige Leistung des Auszubildenden vermuten.
Für den Auszubildenden und den Ausbildungsbetrieb ist ein weiter Raum für Engagement und Kreativität möglich. Letztendlich wird hier entschieden, wie das Instrument Ausbildungsnachweis zum Vorteil der Ausbildung genutzt wird.
[bearbeiten] Möglichkeiten für Ausbildungsnachweise
1. Liste der gelesenen Bücher
2. Eigene Buchbesprechungen
3. Fotos von selbst dekorierten Schaufenstern
4. Fotos von selbst dekorierten Innendekorationen und Auslagen
5. Arbeitsproben aus dem Bereich Werbung und Marketing (Textbeispiele)
6. Arbeitsproben aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Presse
[bearbeiten] Themenvorschläge für Monatberichte
1. Architektur
2. Auto/Motor
3. Belletristik
4. Bewerbungen/Zeugnisse
5. Bilderbuch
6. Design
7. Elternratgeber
8. Erziehungswissenschaften
9. Esoterik
10. Gesundheit
11. Hörbücher
12. Jugendbuch
13. Kalender
14. Kinderbuch
15. Kochen
16. Kunst
17. Lernhilfen
18. Medien
19. Medizin
20. Natur
21. Naturwissenschaften (Fachbuch)
22. Papeterie
23. Partnerschaft
24. Recht (Ratgeber)
25. Recht, Wirtschaft, Steuern (Fachbuch)
26. Regionalliteratur
27. Reise
28. Religion
29. Schreibwaren
30. Segeln
31. Spiele
32. Sport
33. Sprachen
34. Taschenbuch
35. Technik (Fachbuch)
Aber auch über die Bereiche:
36. Wareneingang
37. Bestellwesen
38. Bibliografie
39. Kassenabwicklung
40. Abholfach
41. Schaufensterdekoration
42. Verkaufsgespräch
43. Öffentlichkeits- und Pressearbeit
44. Rechnungswesen
45. Statistik
46. Kommunikation
47. Warenwirtschaftssysteme
48. Zusammenarbeit und Arbeitsabläufe mit den Barsortimenten
49. Besuch der Buchmesse
50. Mit Kunden zur Buchmesse
51. Autorenlesung
52. Signierstunde
53. Büchertisch
54. Ausstellungen und Messen
55. Tag der offenen Tür
56. Werbeplan
57. Buchhandelsmarketing
58. Innerbetrieblicher Unterricht
59. Informationen aus dem Internet
60. Persepektiven des E-Books
61. Die Bedeutung der Bündelung
62. Mitarbeitereinsatzplanung
63. Bücherbörsen-Vorbereitung
64. Vorbereitung Vertreterbesuch
65. Schulklassenbesuch in der Buchhandlung
66. Vorstellung von Neuerscheinungen in der Buchhandlung
67. Die Bedeutung und Nutzung der Branchenpresse
68. Onlineportale für den Buchhandel – eine Auswahl
69. Homepages, Internetinformationen und Angebote der Verlage
70. Ersetzt das Internet die Verlagsvorschau?
[bearbeiten] Beispieltexte fürs Berichtsheft
[bearbeiten] Abholfach
Im Abholfach stehen die Bücher zur Abholung für die Kunden bereit. Sein Standort ist ein Regal hinter der Kasse, im Backoffice oder in der Nähe zum Verkaufsraum.
Ordnungskriterien:
a: nach Namen im Kundenalphabet
b: nach zeitlichem Wareneingang: Eingangswoche und Nummer, die im WWS-Bestellsystem hinterlegt sind. Letzter Wareneingang an letzter Stelle in Abholfach.
Beachten:
- Vormerk- und Benachrichtigungsservice anbieten
- Kundennamen einheitlich und leserlich am bestellten/zurückgelegten Buch anbringen
- Bestellte Bücher nach dem Eintreffen schnellstmöglichst einräumen
- Eventuell ein zweites Abholfach für „kleine Formate“ (Reclam/CDs & DVDs) einrichten
- Kontakt zum Bestellwesen und Wareneingang halten. Insbesondere über fehlende Sendungen, Falschlieferungen, defekte Lieferungen und Lieferhindernisse (mit Meldenummer) informieren
- Kunden mit „Trostpflaster“ versorgen: Give Aways und Entschuldigung, Benachrichtigung anbieten und festhalten
- Abholfach regelmäßig durchschauen und nicht abgeholte Bücher ans Lager nehmen, remittieren oder den Kunden informieren. Datum und Art der Benachrichtigung ggf. mit Aussage des Kunden (holt Do o.ä.) vermerken
- Kundenzufriedenheit registrieren
[bearbeiten] Aktion zum Welttag des Buches
Zum Welttag des Buches ist eine Aktion geplant. Dazu wurde in der Buchhandlung diese Checkliste erarbeitet:
Checkliste für die Aktion „Buchstaben vom Bäcker“
Kurzbeschreibung
Als kleine Überraschung süße Teilchen in Buchform oder Buchstaben vom Bäcker an die Kunden verteilen. Auf jeden Fall: Schaufenster zum Thema gestalten!
Die Maßnahmen
ca. 2 Monate vorher:
- Deko-Paket zum Welttag des Buches bestellen
- Gewinnspiel zum Welttag des Buches bestellen
- BuchJournal extra zum Welttag des Buches bestellen
- firmeninternes Werbekonzept entwerfen (Zeitungsanzeige, Handzettel, Schaufenster, Laden)
- erstes Mitarbeitergespräch über Planungen (grober Einsatzplan)
- ggf. Anzeige bei einer Zeitung vorbestellen, technische Fragen mit Anzeigenabteilung klären
- Vorbesprechung mit Bäcker
- bei Sonderpreisen: Sponsorenschilder für Bäcker ausstellen
ca. 1 Monat vorher:
- Einladung der Kunden: Handzettel drucken lassen mit Welttags- und Buchhandlungslogo
- Zeitungsanzeige gestalten
ca. 3 Wochen vorher:
- Schüsseln für die Buchstaben beschaffen
- Luftballons für Außenwerbung
- Servietten
ca. 2 Wochen vorher:
- Artikel mit Lokalredakteur vorbesprechen (Pressemitteilungen/Infomaterial mitnehmen; Welttag des Buches (allgemein); Geplante Aktionen dazu in Buchhandlung...; Termin in Veranstaltungskalender (Presse) aufnehmen)
- Presse zum 23.04. einladen
- Werbeanzeige für 23.4. Lokalzeitung buchen
- Einladungen im Laden ausgeben und gezielt verschicken
- BuchJournal extra an Stammkunden versenden
- Schaufenster zum Welttag des Buches dekorieren
- Einladungsplakate (Handzettel) aufhängen
3 Tage vorher:
- Redakteur nochmals ansprechen
2 Tage vorher:
- Handzettel verteilen:
- an Kunden in der Buchhandlung
- Schulen
- Bibliotheken (dort evtl. Werbung auslegen)
- Fußgängerzone
- Bäcker
- Bäcker erinnern / Buchstaben einkaufen
Am Tag davor:
- letzte Einsatzbesprechung mit den Mitarbeitern
- Auffällige Außenwerbung, z.B. Luftballons anbringen
- Ausgabestand vorbereiten
Am Tag selbst:
- Ausgabestand aufbauen
- Kunden mit Kuchen / Buch-Teilchen empfangen
- Fotos machen
- ggf. Redakteur und Fotograf der Zeitung anrufen wg. Berichterstattung
Nacharbeit:
- Artikel mit gelungener Aktion in Zeitung
- Fotocollage erstellen und anschließend ausstellen (evtl. im Schaufenster)
[bearbeiten] Autorenlesung
Unternehmensleitung und Mitarbeiter haben für das kommende Jahr vier Autorenlesungen geplant. Bisher sind bei uns Autorenlesungen eher „Zufallsentscheidungen“ gewesen. Verlage haben Autoren angeboten, Kollegen aus den Erfa-Gruppen gefragt, ob man einen Autor mit „übernehmen“ möchte und der eine oder andere machte spontan einen Vorschlag. Wir haben uns entschlossen in einem Marketingkonzept für das Unternehmen die Autorenlesung jetzt „planerisch“ rechtzeitig vorzubereiten und auch selber stärkeren Einfluss auf die Auswahl der Autoren zu nehmen. Dazu hat eine Arbeitsgruppe, bei der ich mitgearbeitet habe eine Checklist für Autorenlesungen erarbeitet.
- Auswahl der Autoren
Aktuelle Bücher und Themen, Medienresonanz, Kundenerwartungen, Mitarbeiterwünsche, regionale Bedeutung, Darstellungsfähigkeit des Autor (in).
- Kontakt zu den Autoren
Information über die Verlagsvorschau, Mitarbeiter im Verlag, Verlagsvertreter, eine Agentur.
- Planung der Autorenlesung
– Kontaktaufnahme über den Verlag oder direkt mit dem Autor Lesewunsch, Termin, Honorar und Nebenkosten besprechen.
– Termin festlegen, Ort der Lesung festlegen, evtl. Raum mieten.
– Kooperationspartner einbeziehen, Kosten klären, Organisationsbereiche Absprechen, Terminüberschneidungen prüfen.
– Den Termin in den Mitarbeitereinsatzplan eintragen Verantwortlichkeit in der Buchhandlung klären.
- Kostenübersicht
Autorenhonorar, Übernachtungskosten, Reisekosten, Bewirtung, Anzeigenkosten, Kostenbeteiligung oder Sponsor (Verlag, Institution am Ort, Vereinsetat)
- Organisation / Vorbereitung
– Werbeplan festlegen, Presseinformation, Einladungen, Handzettel, Briefe, Information im Kassenbereich und bei einschlägigen Institutionen auslegen (Banken, Bibliotheken, befreundete Läden, VHS, Kulturamt der Stadt, Theater, Stadthalle), Kunden gezielt ansprechen und über die Veranstaltung reden, Anzeige und Plakattext entwerfen und in Auftrag geben, Anzeigen schalten,
Plakate verteilen.
– Pressetext entwerfen oder beim Verlag anfragen. Presseinfo versenden, Journalisten zur Veranstaltung einladen, wenn es eine Pressemappe vom Verlag gibt, den Autoren mitgeben. Eventuell Vorgespräch mit der Presse vor der Lesung ermöglichen. Alle Mobilisieren!
– Wer betreut den Autor?, An- und Abreise regeln, freundlich empfangen, am Bahnhof oder Flughafen oder in der Stadt abholen, in der der Autor zuletzt gelesen hat.
– Hotelzimmer buchen, Aufmerksamkeit ins Zimmer legen lassen. Eventuell Stadtplan oder Handzettel, um die Buchhandlung oder den Ort zu finden.
– Handynummer des Autors notieren und Name des Mitarbeiters, der sich um ihn kümmert, dem Autor mitteilen. Er soll sich wohl fühlen.
– Autor über den Ablauf informieren, Zielgruppe beschreiben, das geplante Programm besprechen.
– Autorenlesung vor Ort vorbereiten: Stühle für Zuhörer, Lesetisch, Lampe, Getränk, Beleuchtung prüfen, Lautsprecheranlage testen, Hinweisschilder und Plakate aufhängen – wir sind Veranstalter. Presseplätze reservieren.
– Bücher von Autor zu besonderen Konditionen bestellen, auch an die Exemplare denken, die der Autor signiert und die später noch verkauft werden können. Bestellzahlen mit dem Verlag abstimmen. Gibt es einen speziellen Prospekt oder Verlagsverzeichnisse?
- Autorenlesung durchführen
– Autor abholen und die wichtigen Dinge noch mal durchsprechen.
– Büchertisch einrichten, Mitarbeiter einteilen, Kasse einrichten.
– Gäste und Kunden begrüßen, Presse dem Autor vorstellen, Fotos machen lassen, Begrüßungsrede und Einführung, Lesung, Kümmern um zu spät kommende, Zeitrahmen im Griff halten, Diskussion steuern, Bedanken evtl. Blumen oder anderes Geschenk für den Autor, auf Bücherverkauf hinweisen, Möglichkeit zum Signieren der Bücher geben.
– Bewirtung, kleiner Umtrunk. Autor bezahlen, Quittung bereithalten.
– Autor ins Hotel bringen, Abreise für den nächsten Tag sichern.
- Nachbereitung
– Brief an den Autor schreiben und bedanken, bei wichtigen Gästen bedanken, Mitarbeitern danken, Verlag schreiben, signierte Bücher dekorieren.
– Rückblick und Manöverkritik.
– Presseberichte sammeln und dem Autor und Verlag senden, eventuell für die eigene Werbung nutzen.
[bearbeiten] Barsortimente
Es ist das Unternehmen, mit dem wir täglich zusammenarbeiten – als erstes im Wareneingang und später am Tag, wenn die letzten Bestellungen abgeschickt werden.
Sie bieten für die Buchhändler neben der täglichen Lieferung von möglichen ca. 450.000 Titeln auch einen ausgebauten Service „rund ums Buch“. Sie haben wesentlich zur Elektronisierung der Branche und speziell des Buchhandels beigetragen. Bestellt wird über Online-Systeme, bibliografiert wird auf Datenbanken, die die Barsortimente zur Verfügung stellen. Geliefert wird mit den eigenen Wagendiensten.
In Stichworten die wesentlichen Informationen über die Barsortimente:
- Großhandel für Bücher
- Beliefert vorwiegend den Sortimentsbuchhandel
- Lagerhaltung des Barsortiments nach Gängigkeit
- Von den 1.000.000 lieferbaren Titeln in Deutschland führen die Barsortimente bis zu 450.000 Titel
- Es sind auch fremdsprachige Bücher lieferbar
Barsortimente sind
- Koch, Neff &Volckmar (KNV), Stuttgart und Köln
- Lingenbrink (Libri), Bad Hersfeld und Hamburg
- Könemann (Kö), Hagen und
- Umbreit (UB) Bietigheim-Bissingen (bei Stuttgart).
Die tägliche Belieferung erfolgt „über Nacht“ in den frühen Morgenstunden.
Die Barsortimente halten inzwischen auch ein großes Servicepaket für die Sortimentsbuchhändler bereit: Vormerksystem, Themenpakete, Neuerscheinungsdienst, Tee- und Weinverkauf, Nonbooks, EDV/WWS-Angebote, Werbematerial, Seminare und Schulungen, Verkaufsausstellungen, Bestsellerlisten.
Intensive Betreuung durch die Außendienstmitarbeiter.
Die Sendungen werden mit Lieferscheinen zugestellt und alle 10 oder 14 Tage kommt eine Monatrechnung zur Zahlung. Für die Zustellungen werden Gebühren erhoben.
Vorteil des Barsortimentsbezugs ist die schnelle Lieferung. Dies ist einer der wesentlichen Serviceangebote des Sortimentsbuchhandels, neben dem großen Buchangebot.
Durch sehr umfangreiche Datenbanken ist das Angebot der Barsortimente transparent, schnell zu ermitteln, Meldenummern sind schon im Kundengespräch zu erkennen und führen zu sehr sicheren Auskünften.
Wir arbeiten mit zwei Barsortimenten zusammen, KNV und Könemann. Vormerkungen werden bei KNV vorgenommen. Lagerbestellungen werden in der Regel bei Könemann gemacht.
Der Barsortimentsumsatz wird bei uns auf beide Lieferanten verteilt, da wir mit unserer Gesamtbarsortimentsumsatzmenge bei beiden Firmen in die höchste Umsatzgruppe kommen und damit alle Konditionen-Vorteile ausschöpfen können.
[bearbeiten] Bestellwesen: Vormerken im WWS
Arbeitsliste, um im Bestellwesen innerhalb des WWS (Libri - WWS) vormerken festzuhalten.
Arbeitsschritte:
- Code eingeben WL (anmelden)
- ESC Escape beenden
- Enter
- Auftrag suchen
- F 9 nachschauen
- F2 ansehen
- ESC Escape verlassen
- Code eingeben WL (anmelden)
- F 10 Funktionen: Auftrag korrigieren, Enter
- Kundenname, Enter
- Markieren mit Leertaste
- Bestellmaske
- Besorgungsweg F 4
- Libri
- Libri VM (Vormerken)
- Bestätigen mit F3 oder Enter
- Feld Bearbeiten für Kundentelefonnummer
- F 4
- 02 Kasse Abholen Telefon
- F3 bestätigen
- Nachtrag in den Positionen (Bezug auf den Titel)
- F3 abschließen
[bearbeiten] Betriebspraktikum vorbereiten
In einer Arbeitsgruppe haben wir eine Checkliste zusammengestellt, welche Bereiche bei einem Schülerpraktikum vorgestellt werden sollen. Der Praktikant erhält diese Liste als „Laufzettel“ für seine Orientierung. Sein Mentor erhält eine Kopie und kann die Stationen nachvollziehen und kontrollieren.
Betriebspraktikum
Praktikum Dauer 14 Tage
Name:....................Vorname:............................
Anschrift:...................................................
Telefon:........................
Beginn des Praktikums:....................... Ende des Praktikums:................
Mentor:........................
- Mitarbeiter vorstellen
- Betriebsbesichtigung
- Arbeitszeiten/Pausenregelung
- Arbeitsfelder vorstellen
- Stellung und Struktur des Betriebs:
– Buchhandlung
– Organisation
– Konzept
– Einzelhandel
– Sortimentsbuchhandel
– Allgemeines Sortiment
- Struktur des Buchhandels (Schaubild):
– Verlag
– Zwischenbuchhandel
– Verlagsauslieferung
– Barsortiment
- Struktur des Sortimentsbuchhandels (Schaubild)
- Wareneingang (Schaubild):
– Verlagssendungen
– Barsortimentssendungen
– Kundenbestellungen
– Lagerbestellungen
– Büchersammelverkehr Hera
– Post AG
– DPD
– UPS
– Private Dienste
- Verkauf
- Buchlaufkarten
- Schaufenster/Dekoration/Werbung
- Bestellungen für Kunden
- Bibliographieren/EDV
- Bestellwesen
- EDV-Einsatz in der Buchhandlung:
– Bibliographieren/Bestellen
– Zeitschriften/Fortsetzungen
– Fakturieren
– Rechnungswesen
– Organisation/Verwaltung
- Telefon
- Fax
- Modem
- Kasse/Kassenabrechnung/Bank
- Warengruppen/Schwerpunkte
- Unternehmenskonzept
- Einkauf
- Bücherbörse
- Vertreterbesuch
- Aus- und Fortbildung im Buchhandel
- Perspektiven im Buchhandel
- Medienentwicklung, Kundenorientierung, Konzentration in den Medien
- Fragen zum Praktikum
- Was hat Ihnen das Praktikum gebracht? Was hat Ihnen am besten gefallen? Was war nicht so schön? Was sollten wir anders machen?
[bearbeiten] Buchbesprechung: Bücher und Büchermacher
Wolfgang Ehrhardt Heinold: Bücher und Büchermacher
Bramann Verlag, Frankfurt am Main, 312 Seiten, € 32,00, 2009
Wir haben es mit einer veränderten Nachauflage zu tun. Aber den Autoren ist gegenüber der 5. Auflage jetzt mit der 6. Auflage, nun im Bramann Verlag, ein Quantensprung gelungen.
Mit den neuen Autoren Ulrich Ernst Huse, Klaus W. Bramann und Hans-Heinrich Ruta ist auch ein neues Buch entstanden. Jetzt durchgehend mit farbigen Abbildungen und Fotos, übersichtlichen Tabellen und Checklisten, ein großer Wurf.
Das Buch spiegelt die wesentlichen Veränderungen im Verlagswesen wieder. Das, was sich zaghaft um die Jahrtausendwende angekündigt hat, dem Zeitpunkt des Erscheinens der 5. Auflage, ist jetzt Wirklichkeit geworden. Dem werden die Autoren auch gerecht, denn schon die Strukturankündigung als Vorwort ist ein anderer Ansatz, als das fast ein Jahrzehnt zuvor verfasste Vorwort der 5. Auflage von Gordon Graham, der auch die soziale Aufgabe des Buches herausstellt, von Verantwortung schreibt und die technischen Innovationen ahnt und die Konsequenzen der Entwicklung im Bezug auf das Urheberecht beispielsweise auch richtig beschreibt.
In der neuen Auflage gewinnt Nüchternheit Raum. Der strukturelle Ansatz von Wolfgang Meves mit der ESK Strategie, wird dann konsequent in den Kapiteln umgesetzt. Potential/Kapital, Know-How, Absatz, Arbeit und Material sind die Grundpfeiler, an denen sich die Autoren abarbeiten.
Der jetzt endgültige Einzug der digitalen Welt ins Verlagswesen wird sehr gründlich, auch mit seinen Auswirkungen, der Vernetzung, der Wissensdynamik und der Globalisierung beschrieben. E-Commerce, elektronisches Publizieren, elektronische Satz, Bild und Tonerfassung, elektronische Archivierung werden behandelt. Bis zur neuestem Entwicklung der Technik im E-Book, der Abruf über Downloads im Internet und der digitale Verkauf über CD-Rom werden behandelt. Die Chance für zeitgenössische Literatur im E-Book durch Apple iTunes für iPod und iPhone sind dargestellt. Der Internetbuchhandel mit seinen Plattformen zum Verkauf von E-Books ist beschrieben.
Am Thema Outsourcing ist zu erkennen, wie die Neuauflage sich von den Vorgängern unterscheidet. In der 5. Auflage gibt es dazu nur eine allgemeine Vorstellung dieses Phänomens. In der neuen Ausgabe wird an Hand von Beispielen die Bedeutung dieses Arbeits- und Organisationsmittels beschrieben, die durch das Internet und die Vernetzung ungeahnte Möglichkeiten bietet. Partner der Verlage sind Bildagenturen, Grafiker, Illustratoren, Multimedia-Experten, Book Packeger, Producer, Personalberater und Personalvermittler, PR-Agenturen, Textbüros, Verlagsauslieferungen, Werbeagenturen. Und die vielen freien Mitarbeiter, die ein Verlag heute haben kann. Die Autoren vergessen aber nicht, auch einen kritischen Blick auf Scheinselbstständigkeit und deren Auswirkung zu werfen.
Neue Formen im Vertrieb, wie die Arbeit mit Key-account Managern, Merchandisern, Rack-Jobbern und Multi-Channel-Strategien werden dargestellt.
Die Buchwelt im Wandeln dokumentiert die neue Auflage. Was in der 5. Auflage noch emotionale Rückwärtsgewandtheit signalisierte wird in der 6. Auflage durch systematische, neue Strukturen erfassende Beschreibungen bestimmt. Der Quantensprung der letzten zehn Jahre im Verlagswesen spiegelt sich in „Bücher und Büchermacher“ wieder und zeigt Perspektiven für die nächste Zukunft.
[bearbeiten] Buchbesprechung: Das fliegende Klassenzimmer
Erich Kästner: Das fliegende Klassenzimmer
Cecilie Dressler Verlag , 175 Seiten mit Illustrationen von Walter Trier, gebunden, Euro 9.90
Medienresonanz auf Themen aus den Zwanziger, Dreißiger und Vierziger Jahre haben in unsere Gesellschaft zu Beginn des neuen Jahrhunderts einen hohen Stellenwert. In den Kino- und Fernsehproduktionen spielen sie eine große Rolle. Die Geschichte der Familie Mann wurde verfilmt, die Tagebücher Klemperer und jetzt auch Kästners „Fliegendes Klassenzimmer“ erstmals 1933 erschienen, hatte in einer neuen Verfilmung im Januar 2003 Premiere.
Diese Internatsgeschichte, die so einfühlend die kleinen und großen Nöte Jugendlicher beschreibt gehört ohne Zweifel zu den Jugendbuchklassikern. Es ist eine spannende, situationskomische und temporeiche Geschichte, heiter, ironisch und auch traurig – so wie eben auch ein guter Roman für Erwachsene geschrieben sein sollte.
In kaum einem seiner Kinderromane hat Kästner Freunde, Liebe und Phantasie so eindrücklich beschrieben. Kästner reflektiert im „Fliegenden Klassenzimer“ Wertvorstellungen christlich aufklärerischer Ideen wie Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeit, Besonnenheit, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit.
In diesem Buch begegnet uns nicht eine konfliktfreie Kinderwelt, sondern große und kleine Probleme beschrieben in einer realistischen Grundierung. Protagonisten im Buch haben Vorbildfunktionen und Leitbildcharakter.
In einer Phase großer Brüche, Wertediskussionen und Neuorientierung ein mit recht wiederentdeckter Stoff – das „Fliegende Klassenzimmer“ ein wiederentdeckter Kinderklassiker für Kinder ab 10 Jahre und Erwachsene.
[bearbeiten] Buchbesprechung: Reisen an das Ende der Geschichte
Alexander Stille: Reisen an das Ende der Geschichte
C.H. Beck Verlag, München, 440 Seiten, Euro 24,90
Zersplitterung, Entpolitisierung, Auflagenschwund bei den Zeitungen, individualisierte Mediennutzung, der Niedergang der Geisteswissenschaften (bei uns auch der Naturwissenschaften) und die Ersetzung des Bürgers durch den Konsumenten sind die entscheidende Zeiterscheinung.
Alexander Stille, amerikanischer Journalist und Autor beschreibt in elf Fällen exemplarisch Schätze unserer Vergangenheit.
Die Sphinx – virtuell und real, ein Beitrag über Geschichte, Mythos und Zustand der Sphinx, kenntnisreich und spannend, über die Arbeitsgruppe im Vatikan, im Papstbüro angesiedelt, die nach wie vor jedes wichtige Dokument des Kirchenstaates in geschliffenes Latein überträgt – Tradition einer 2000 Jahre alten Dokumentationstechnik - für die nächsten 2000 Jahre archivierend, Artenschutz in Madagaskar – Beschreibung der Fauna und Flora dieser so früh bei der Kontinentalverschiebung entstandenen Insel im Indischen Ozean.
Weitere Themen sind eine Beschreibung Somalias und seine Verfallstrukturen, Untersuchungen der untergegangenen antiken Bibliothek in Alexandria und die Wiederauferstehung einer modernen Bibliothek in unserer Zeit. In dem Kapitel „Verlieren wir unsere Erinnerung“ werden die Schwierigkeiten skizziert, die heute beim Archivieren und Dokumentieren entstehen – durch den Verfall von Datenträgern, nicht mehr kompatible technische Geräte und andere Probleme.
Reisen an das Ende der Geschichte ist ein faszinierendes Buch, stilistisch hervorragend geschrieben, sorgfältig vom Autor recherchiert und mit ausgewählten Beispielen, die das Ganze wiedergeben – von der Ägyptischen Kultur um 2500 v. Chr. bis zu den Archivproblem des beginnenden 3. Jahrtausends nach Chr. Über 5000 Jahre Geschichte ein Reisebericht vom Umgang mit der Geschichte in einer globalisierten Welt, aber auch ein einzigartiger Spiegel unseres eigenen Lebensstils.
[bearbeiten] Buchbesprechung: Seitenweise Erfolg
Seitenweise Erfolg. Vierzig Bestseller und ihre Geschichten Bramann Verlag, Frankfurt am Main, 2008, 208 Seiten, € 16,90
Vierzig Bestseller und Ihre Geschichten, der Untertitel von „Seitenweise Erfolg“ ist zweifellos ein auch literaturhistorisch interessantes Buch. Neben aktuellen Bestsellern, die in Gesprächen mit Autoren, Verlegern, Lektoren, Marketing- und Vertriebsleitern, Übersetzern, Redakteuren und Buchhändlern vorgestellt werden, gibt es eine Vielzahl von vergangenen Erfolgsbüchern und deren Geschichte und es fehlen auch nicht die wenigen Megabestseller.
Was macht einen Bestseller aus, ist er planbar? Was einen Bestseller ausmacht ist klar: Der Verkaufserfolg. Planbar ist er nicht. Selbst von den Megaerfolgen weiß man, waren Verleger überrascht. Ohne Zweifel ist Tolkiens „Herr der Ringe“ ein solcher Erfolg. Aber Michael Klett, der dafür die Hobbit-Presse gegründet hat, ein Verlags-Imprint, um überhaupt diesen Stoff zu verlegen, zeigt sich bis heute bei aller Begeisterung für das Buch, das er damals „entdeckt“ hat, überrascht.
Das Buch, ein Projekt des Aufbaustudiengangs 2007/2008 Buchwissenschaften an der Ludwig Maximilians (LMU) Universität München, stellt die Frage der Planbarkeit von Bestsellern oder einer Zufalls-Erscheinung. Keiner der Befragten kennt ein Rezept. Keiner hat ein Rezept.
Es gibt Faktoren, die eine Rolle spielen können: Der Autor ist berühmt, bekannt und erfolgreich; es handelt sich beim Buch um ein Trendthema, dass mit Werbeaufwand im Markt platziert werden kann, ein schleichendes Trendthema – es wird zunächst nicht erkannt und entwickelt eine ungeahnte Dynamik zum Erfolg; es trifft den „Punkt“ zeitaktuell; das Buch wird von Buchhändlerinnen entdeckt; Kritikerjubel in den Gazetten; es wird ein Longseller und gehört in jeden Haushalt, wie die Bibel oder Dr. Oetkers Kochbuch; es wird Schullektüre; es ist ein generationsübergreifendes Buch und wird von „Allen“ gelesen oder es ist ein Buch, dass zu den Wiederentdeckten gehört und eine Generation später den Siegeszug an die Spitze antritt.
Es zeigt sich die Relativität des Bestsellers: Ein Buch mit Verkaufserfolgen in Luxemburg kann in den Vereinigten Staaten untergehen. Es gibt auch hier keine Gesetzmäßigkeiten. Die Definition der Literaturwissenschaftlerin Sonja Marasch trifft es recht genau: „Ein Bestseller ist ein Buch, das sich innerhalb eines Genre innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einer bestimmten Region am besten verkauft hat.“
Das Buch setzt sich mit allen grundsätzlichen Fragestellungen zum Bestseller auseinander. Es werden im Wechselspiel aktuelle Titel mit einem Protagonisten besprochen und „historische Bestseller“ vom Hexenhammer über Goethes Werther bis zu Klaus Manns Mephisto dazwischengeschaltet. Die außergewöhnlichen Fotocollagen geben dem Buch zudem eine unvermutete Leichtigkeit und Eleganz.
[bearbeiten] Buchbesprechung: Der Sortimentsbuchhandel
Christian Uhlig: Der Sortimentsbuchhandel. Ein Lehrbuch
20., völlig neu bearbeitete Auflage. Oktav. XVI, 454 Seiten mit 12 Tabellen und 78 Abbildungen.
Fadengeheftete Broschur, EUR 36,–, erschienen im Dr. Ernst Hauswedell & CO., Verlag, Stuttgart
Hier ist nun nach 16 Jahren die vollständig überarbeitet Neuauflage, jetzt der Sortimentsbuchhandel, nicht nur im Titel eine kleine, aber entscheidende Änderung gegenüber der 19. Auflage von 1992. Die hieß noch der Sortimentsbuchhändler, hat schon die Großväter in den Beruf eingeführt, obwohl schon damals sehr viel häufiger Buchhändlerinnen als Buchhändler in dieses Lehrbuch schauten. Es ist die völlig neue Ausgabe auf der Grundlage des Buches von Friedrich Uhlig entstanden.
Die 20. Auflage hat Prof. Dr. Christian Uhlig, gelernter Buchhändler und Wirtschaftswissenschaftler, Gründungsprofessor für den Studiengang Buchhandel/Verlagswirtschaft an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK), Leipzig neu bearbeitet und auch ganz neue Akzente gesetzt.
Es hat ein neues Buchzeitalter begonnen, die digitale Welt und MacLuhans Prophezeiungen in der Gutenberg-Galaxis sind Realität geworden. Dieser Veränderung trägt der neue „Sortimentsbuchhandel“ Rechnung. So wie sich die gesamte Branche in den letzten Jahren ganz wesentlich verändert hat, trifft das auch für dieses Lehrbuch zu. Vom E-Book wurde der Autor überrascht, die sind dann in der nächsten Auflage dran oder das Buch ist dann nur noch als E-Book zu lesen.
Das Inhaltsverzeichnis und das Register bestechen durch ihre übersichtliche Struktur. Der Aufbau nach dem Prinzip der Dewey-Dezimalklassifikation verstärkt dies noch.
Das trifft bestimmt auch für die vorangegangenen Auflagen zu, aber jetzt sind die „innere Logik“ und der Aufbau einfach bestechend. Die Anlehnung in der Terminologie, an die Begriffe aus der Betriebswirtschaft, der Volkswirtschaft, des Rechnungswesens und des Marketings, zeigen die Verzahnung mit diesen Fachbereichen. Ohne Zweifel ist das Buch aus der großen, auch universitäts- und lehrorientierten Kompetenz des Verfassers, entstanden. Dabei sind die Erfordernisse des Buchhandels nie aus dem Auge verloren worden. Alle Bereiche des Sortimentsbuchhandels werden erreicht und ein überzeugendes Literaturverzeichnis lässt vertiefende Arbeit zu und ermöglicht die Weiterführung zu Spezialwissen in unserer Branche.
Das Kapitel über Marketing und Absatz wird allen neuen Entwicklungen gerecht. Es klärt die Begriffe, beschreibt die Marketinginstrumente und behandelt den Kommunikation-Mix. Aber auch die praktischen Werbeaufgaben werden dargestellt und gerade hier zeigt sich, dass es eben ein Buch, gerade auch für Praktiker in der Begleitung zur der täglichen Arbeit ist. Bis hin zur Kundenkommunikation, Serviceorientierung und kulturellen Gemeinschaftsherausforderungen, Leseförderung und Autorenveranstaltungen findet alles seinen Niederschlag in diesem Kapitel.
Es spiegelt damit auch den marketingorientierten Wandel der Branche wieder. Entscheidende Veränderungen in der Bibliografie wurden aufgenommen und stellen den Ist-Status 2008 dar. Neben den bibliografischen Hilfsmitteln sind die Datenbanken und Kataloge der Deutschen Nationalbibliothek vorbildlich beschrieben. In klarer Struktur, lernorientiert kann sich der Leser die Reihen der Deutschen Nationalbibliografie bis in alle Feinheiten erarbeiten. Es übertrifft noch die Darstellung der Deutschen Nationalbibliothek selbst. Das Internet als Informationsquelle findet die entsprechende, zeitgemäße Berücksichtigung. Google, Wikipedia, ARD und ZDF gehören zu den neuen Datenbanken, die oft überraschend schnell als Quelle helfen.
Für Mitarbeiter im Sortimentsbuchhandel werden wesentliche Fragen im Kapitel „Grundzüge des Verlagswesens, Herstellender Buchhandel“ erläutert. Eine kurze, systematische Darstellung dieses Bereichs.
Das Buch behandelt aber auch die Betriebsformen des Buchhandels, Beschaffung und Bezug, Lagerwirtschaft, Organisation und Kontrolle im Betrieb, die buchhändlerische Verbandsstruktur und Fragen des Buches und des Buchhandels in der Gesellschaft. Nicht zuletzt Rechtsfragen des Buchhandels finden ihren Niederschlag.
An ganz wenigen Stellen schleicht sich noch ein altväterlicher Ton ein, der den Rezensenten an seine Ausgabe von 1967 erinnern ließ. Die Beschreibung des Stellenwerts von Buchhändlern in der Gesellschaft an Hand der traditionellen Allensbachumfrage nach den angesehenen Berufen und deren Interpretation ist eher ein Missverständnis, das überrascht. Es wird in der Studie nur nach 17 Berufen gefragt und da ist der Buchhändler(in) dabei. Da es aber ca. 350 Berufe gibt, ist das als gutes Zeichen zu werten.
[bearbeiten] Buchbesprechung: Wandlungen einer Ehe
Sandor Marei: Wandlungen einer Ehe
Piper Verlag, München
460 Seiten
Ein wiederentdeckter Autor und ein Glücksfall für die Weltliteratur. Das war der der Tenor zu Mareis neu aufgelegtem Buch „Die Glut“ im Jahr 1999. Seit Februar liegt ein weiterer Roman des außerordentlich talentierten Autors vor. Und wieder wundert man sich, dass wir solange auf den neuen Roman warten mussten – die erste Ausgabe erschien bereits 1941 in Ungarn.
„Wandlungen einer Ehe“ ist das neue Meisterwerk des Ungarn. Eine Geschichte von Lüge und Leidenschaft, Sehnsucht und Vergänglichkeit.
Ein Herr, eine Dame und ein Dienstmädchen sind das Personal dieses großen Romans um Liebe und Betrug, um wahre und ersehnte Gefühle, um Aufrichtigkeit und Befangenheit in gesellschaftlicher Konvention.
Hintergrund in diesem Buch sind die letzten Jahre vor Begin des zweiten Weltkriegs. In Mareis unnachahmlicher sprachlicher Sensibilität entwickelt sich eine dramatische Liebesgeschichte. Gleichzeitig werden wir mit dem Abgesang auf die großbürgerliche mitteleuropäische Welt Konfrontiert, deren letzte Protagonisten uns gerade verlassen.
Mareis Buch ist einer der schönsten Romane der Weltliteratur und die richtige Lektüre für ruhige Tage und Mußestunden.
[bearbeiten] Buchbesprechung: Wege ins Wunderland
Wolfgang Günther: Wege ins Wunderland. Von Peter Pan bis Harry Potter
Edition Martin Gold, Frankfurt am Main, 2006
Ursprünglicher Preis € (D) 34,00 jetzt € 9.90; 387 Seiten, kt
Den vielen Buchhändlern und Verlegern, die in Seckbach die Sechswochenlehrgänge, später die Vierwochenlehrgänge „Überbetriebliche Ausbildung“ besucht haben, muss man Dr. Wolfgang Günther nicht vorstellen. Legendär waren seine Vorlesungen: „Einführung in die Englische Literatur“.
„Wege ins Wunderland“ ist einer der schönsten Ausflüge in die englische Kinder- und Jugendliteratur des 19., 20. und 21. Jahrhunderts. Von Peter Pan bis Harry Potter hat Wolfgang Günther die wichtigen Autoren portraitiert und die vielen Klassiker der englischen Jugendliteratur vorgestellt.
Von Carols Alice bis zum berühmten Rowlingschen Zauberlehrling sind sie alle vertreten, die „Großen Briten der Kinder- und Jugendliteratur“: Peter Pan, Mowgli, Jim Hawkins, Pu der Bär, Dr. Dolitte, Mary Poppins und viele mehr.
Wir erleben in diesem Buch die englische Kinder- und Jugendliteratur in ihrer ganzen Breite und Bedeutung. In keinem anderen Land und in keiner anderen Literatur gibt es eine so vielseitige, ernste und humorvolle, geistreiche und ironische Welt, wie in diesem englischen Wunderland. Der ganze Pragmatismus, aber auch die Entdeckerlust, das Selbstbewusstsein und ein überaus sicheres Gefühl für den richtigen Weg, eine weltumspannende Neugier und große Souveränität, sehr britische Eigenschaften, trifft man auf Schritt und Tritt.
Die bedeutenden Autoren sind im Wunderland vertreten: Lewis Caroll, James Matthew Barrie, Robert Louis Stevenson, Rudyard Kipling, Kenneth Graham, Alan Alexander Milne, Edith Nesbit, Frances Hodhson Burnett, Hugh Lofting, Pamela Lydon Travers, und Joanne Kathleen Rowling.
Alle, diese sich mit diesen Autoren beschäftigen wollen, die Protagonisten in den Romanen kennen lernen möchten oder eine schnelle Information zu Autoren und Romanen suchen, halten eine Fundgrube mit dem Wunderland in Händen.
Und die Nostalgiker sitzen wieder im Hörsaal A und B der Buchhändlerschule und lauschen den spitzbübischen Vorträgen, hintergründigen Beschreibungen und einfach ironischen und entlarvenden Ausflügen in die englische Literatur.
Gerade an diesen Beispielen begreift man die Zeitlosigkeit von Werten, Moral, Zivilcourage, aber auch pragmatischer Intelligenz und Menschlichkeit. Natürlich auch die Doppeldeutigkeit in der Kinder- und Erwachsenenwelt, Bösartigkeit, Verlogenheit, Verbrechen und Despotismus.
Nicht ohne Grund ist diese englische Literatur über die ganze Welt verbreitet. Sie hat überall, seit ihrem jeweilige Erscheinen, begeisterte Zuhörer und Leser gefunden. Und die Bücher werden immer erneut gelesen, erst vorgelesen, dann selber gelesen und später als Erinnerung an vergangene schöne, spannende, abenteuerliche Leseerlebnisse noch mal gelesen. Viele Begleiten sie das ganze Leben. In vielen Buchhandlungen stehen sie unter den Jugendbuchabteilungen unter den Klassikern und sind beliebte Geburtstag und Weihnachtsgeschenke.
[bearbeiten] Buchbesprechung: Wirtschaftsunternehmen Sortiment
Zur Begleitung der Ausbildung ist eine kleine Handbibliothek eine wirkliche Hilfe. Schnell kann ein gesuchter Begriff nachgeschlagen werden. Aber es gibt auch die Möglichkeit, sich an „roten Fäden“ weiterzuhangeln und erhält die Übersicht über viele Branchenphänomene.
Ein Lehrbuch das hier weiterhilft ist:
Klaus-W. Bramann, C. Daniel Hoffmann, Mario Lange: Wirtschaftsunternehmen Sortiment
Edition Buchhandel Band 4, Grundwissen Buchhandel-Verlage
Bramann Verlag, Frankfurt am Main, 2008
3. völlig neue bearbeitet Auflage, 383 Seiten, gb., EUR 36,00
Die dritte, erheblich überarbeitete Auflage haben die drei Autoren jetzt vorgelegt. Alle drei sind Seckbacher Buchhändlerschul-Dozenten mit buchhandelspraktischer Erfahrung und pädagogischer Ausbildung. Sie haben das Standardwerk „Sortiment“ für den Buchhandel geschrieben.
Die vorletzte Ausgabe, 2004 erschienen, wurde deutlich aktualisiert und in allen Bereichen auf „den neuesten Stand gebracht“. Gerade das Kapitel „Informationssysteme“ gibt heute dem Bibliographieren auf Datenbanken eine neue Richtung. Es erklärt die tägliche Praxis in diesem Bereich, zeigt aber auch Zusammenhänge und vermittelt Prüfungswissen für die Abschlussprüfung.
Das Buch ist nach wie für Auszubildende im Sortimentsbuchhandel exakt die richtige Zusammenstellung. Es orientiert sich an der „Verordnung für die betriebliche Ausbildung“ und den für die Buchhandelsfachklassen verfassten „Rahmenlehrplänen“. Es ist das entscheidende Buch zur Begleitung der gesamten Ausbildung, hilft das Finden des „roten Fadens“ durch den Beruf und schafft mit seinen Fragen am Schluss jedes Kapitels, die Voraussetzung zum Selbststudium und zur Festigung des Lernstoffs. Aber es eignet sich auch für Seiteneinsteiger, Umsteiger und Mitarbeiter aus anderen Branchenzweigen, die sich über die praktischen Arbeiten und theoretischen Voraussetzungen im Sortiment informieren wollen. Wir benutzen es alle sehr häufig in der täglichen Praxis – auch der Chef.
Die dritte Auflage des Wirtschaftsunternehmens Sortiment spiegelt aber auch den erheblichen Wandel im Sortimentsbuchhandel wieder, den man hier im Buch so deutlich spürt, weil er sich an der „Verkaufsfront“ eher praktisch in ganz kleinen Schritten „einschleichend“ darstellt.
Die Stellung des Internetbuchhandels wird beschrieben und ihre Bedeutung, auch im Rückgang der Buchgemeinschaftsunternehmungen und der rapiden Wachstumsgeschwindigkeit gegenüber dem stationären Sortimentsbuchhandel dargestellt. Der Strukturwandel der Branche spiegelt sich hier im Buch wieder.
Ein aktuelles „Universalbuch“ für die Auszubildenden, aber auch Sortimentsbuchhändlerin und den Sortimentsbuchhändler ist hier entstanden und wird, auch über das übersichtliche Sachregister und das Verzeichnis weiterführender Literatur, zum ständigen Begleiter werden.
[bearbeiten] Buchmessenfahrt mit Kunden
Seit vier Jahren fährt unsere Buchhandlung mit Kunden am Messesamstag zur Frankfurter Buchmesse. Es ist eine unserer wichtigsten Serviceleistungen – immer schon lange vor der Fahrt bis auf den letzten Platz ausverkauft. Diese Fahrt dient der Kundenbindung, sie ist Werbung für unsere Buchhandlung, dient der persönlichen Ansprache und gibt dem Buchhändler die Chance, als Reiseleiter Informationen über Buch und Branche bei den Reisenden zu platzieren. Wir bereiten die Reise sehr sorgfältig vor und haben dazu im Unternehmen eine Checkliste vorbereitet.
Zur Vorbereitung der Reise:
- Einen Bus für die Fahrt bestellen und Zeitplan abstimmen (7:00 Uhr bis 22:00 Uhr)
- Reiseverpflegung und Erfrischungen (Mineralwasser, Schokolade, Kaffee)
- Eintrittskarten für Gruppenreisen bestellen, Frankfurter Buchmessen CD, Informationsmaterial, Buseinfahrtschein für das Messegelände
- Reisepreis kalkulieren – EUR 35,00 bei 280 Kilometer Anreise, Karte EUR 8,00
- Dekomaterial der Buchmesse nutzen, um auf die Messe und die Reise hinzuweisen
- Infos über Veranstaltungen von der Homepage der Buchmesse holen. Vorschlagsliste für die Reisenden zur Buchmesse vorbereiten
- Besuch bei einem Verlag vorbereiten und Termin und Thema abstimmen
- Presseinformation zur Reise nach Frankfurt (evtl. zwei Karten verlosen)
- Mit schriftlichen Informationen für die Reise werben
- Liste mit Teilnehmern vorbereiten. Name, Adresse, Handynummer
- Wer begleitet die Reisegruppe?
- Abfahrtsort und Abfahrtszeit bestimmen: Abfahrt 7:00 Uhr, Ort: Busbahnhof
Während der Busfahrt:
- Fahrt zur Information nutzen – Buchmessen CD, Einführung, Tipps, Messeplan verteilen, auf Veranstaltungen hinweisen. Programmvorschlag verteilen, auf Entfernungen hinweisen
- Gastland auf der Buchmesse
- Bleistift und Papier zur Verfügung stellen
- Teilnehmerliste mit Mobiltelefonnummern zur Hand haben
- Treffpunkte im Laufe der Messe anbieten, um Fragen zu beantworten
- Eintrittskarten verteilen und für die Rückfahrt Abfahrtszeit und Abfahrtsort bestimmen. ( 18:45 Uhr am Busparkplatz Messegelände siehe Ankunft).
Während der Rückfahrt:
- Kleine Erfrischungen anbieten
- Fragen nach den Besucherfahrungen und Erlebnissen auf der Messe
- Buchbestellungen sammeln
- Nächste Veranstaltung in der Buchhandlung anbieten
Nach dem Messebesuch:
- Teilnehmer zu einer nächsten Veranstaltung einladen, evtl. Buchbesprechungsabend
- Kundenbestellung so schnell wie möglich bearbeiten
- Bericht mit Foto an die lokale Presse
- Was kann man verbessern: Kritikgespräch
- Unterlagen in die Ablage – für das nächste Jahr
[bearbeiten] Büchertisch: Checkliste
Büchertische gehören zum wichtigen Service unserer Buchhandlung. Wo immer es möglich ist, werden diese Chancen genutzt.
Bei guter Vorbereitung und stimmiger Ablaufplanung kann das auch ganz entspannt gehen. Phantastisch laufen Büchertische, wenn die Autoren sich einschalten und mitverkaufen. Dann ist der Erfolg garantiert.
Büchertisch annehmen
– Termin abklären, welcher Mitarbeiter hat Zeit
– Welche Titel werden benötigt, gegebenenfalls passendes zum Thema aussuchen
18 - 14 Tage vorher
– Bücherliste anfertigen und kopieren
– Bücher bestellen
10 – 7 Tage vorher
– Bücher reklamieren, wenn noch nicht da
– Bücher auszeichnen und bereitstellen
– Tüten kontrollieren, ob genügend am Lager, sonst noch bestellen
3 - 2 Tage vorher
– evtl. Dekoration vorbereiten
– Schild mit Namen der Buchhandlung bereitlegen
1 Tag vorher
– Wechselgeldkasse vorbereiten
– Bestellzettel, Stifte, Taschenrechner, Block für Notizen bereit legen
– Tüten einpacken, Kassenblock, Firmenschild bereitstellen
– Prospekte, Handzettel und Visitenkarte bereitstellen
[bearbeiten] Bündelung
Bestellbündelung in einer Sortimentsbuchhandlung ist eine große Herausforderung. Die Rationalisierungsvorteile sind aus Wirtschaftlichen-, Organisatorischen- und Umweltgründen über jeden Zweifel erhaben. Sendungen und Rechnungen werden gebündelt, also sinken die Versandkosten und die Bearbeitung und Bezahlung der Rechnungen wird kostengünstiger. Es fällt weniger Packmaterial an. Außerdem lässt sich der Mitarbeitereinsatz im Wareneingang und im Bestellwesen besser steuern. Aber es müssen auch viele Funktionen in der Buchhandlung koordiniert und Abstimmungen mit den Vertriebsabteilungen der Verlage und den Verlagsauslieferungen getroffen werden.
In der Buchhandlung müssen über die Bestellentscheidungen in den Abteilungen hinweg, bei uns kaufen die Warengruppenverantwortlichen selbstständig ein, Termine abgestimmt werden, wann bei welchem Verlag eingekauft wird. Wenn das nur schwer möglich ist, durch Schichtarbeitszeiten im Sortiment, beispielsweise Öffnungszeiten zwischen 09:00 und 22:00 Uhr kann die Bündelungsfunktion auch dem Verlag oder der Verlagsauslieferung überlassen werden. Es werden im Rahmen der Park- und Bündelungsmodelle Auslieferungstage, Auslieferungsgewichte oder Auslieferungswerte mit den Lieferanten vereinbart und dann „sammelt“ sich das Ganze wie von selbst. Der Buchhändler bestellt, wie es kommt und erhält seine Sendungen dennoch gebündelt angeliefert.
Wir haben wöchentliche Liefertermine mit den Verlagsauslieferungen und den für uns wichtigen Verlagen abgestimmt. Dort wo sich weniger ansammelt, gibt es einen 14-tägigen Rhythmus. Daher wissen wir, bis wann die Bestellungen abgeschickt sein müssen. Das erledigt jeder autonome Warengruppenbereich in unserer Buchhandlung selber.
Die gebündelten Sendungen mit den Kundenbestellungen, den bestellten Lageraufträgen der Backlist, den lieferbaren Vormerkungen und den Fortsetzungen, werden uns dann in einer Sendungen, manchmal mit mehreren Packstücken über den Büchersammelverkehr und wo das möglich ist, mit einer Rechnung zugeschickt.
Seit der konsequenten Umsetzung der Bündelung unter Nutzung der Parkmodelle und der Rechnungsbündelung, hat sich die Sendungszahl halbiert und die Rechnungsexemplare haben sich um 35% verringert.
Das ist ein wesentlicher Kosten- und Rationalisierungsfaktor im Wareneingang, Bestellwesen und in der Buchhandlung. Durch die organisatorischen Maßnahmen in der Buchhandlung hat sich der Warenfluss deutlich verbessert, denn es wird systematisch und kontrolliert nachbestellt. Der Umsatz ist gestiegen, die Handelsspanne hat sich verbessert und die Abläufe im gesamten Bereich der Buchhandlung sind gesichert.
Auch wenn Unternehmen mit unterschiedlichen Organisationsgraden, unterschiedlichen Unternehmensphilosophien und unterschiedlichen Arbeitsweisen aufeinander stoßen, lässt sich die Bündelung durchsetzten, zum Vorteil aller drei Sparten im Buchhandel.
[bearbeiten] Checkliste für die Buchhandlung: 40 Tipps für den Handel mit Büchern
- Auch wenn viele Buchhändler das für selbstverständlich halten: Regelmäßiges Abstauben der Regale und Sondertische gehört ebenso zu der Visitenkarte Ihrer Buchhandlung wie eine saubere Schaufensterscheibe und eine gesaugte Fußmatte.
- Achten Sie darauf, dass alle Bücher ausgepackt sind, bevor Sie den Laden öffnen: Bücher im Karton verkaufen sich schlechter als im Regal. Geben Sie die Kartons sofort ins Altpapier, damit sie nicht noch tagelang herumliegen.
- Chaos mag vielleicht auf manchen Schreibtischen Kreativität vorgaukeln, im Bücherregal oder auf den Sondertischen hat es aber nichts zu suchen.
- Achten Sie auf Ihre Ausstrahlung. Seien Sie freundlich. Wenn’s nicht anders geht, üben Sie Ihr Lächeln vor dem Spiegel.
- Stellen Sie Ihre ganz individuellen Bestseller zusammen. Und fragen Sie Ihre Kunden nach ihren Lieblingsbüchern. So fühlt sich der Kunde wahrgenommen.
- Wer eine Homepage hat, sollte sie auch pflegen. Und dort nicht nur Bücher anpreisen, sondern auch seinen Laden. Die Rubrik „Wir über uns“ ist ein Muss. Und ein bis zwei Fotos, die Ihren Laden und Ihre Mitarbeiter(Innen) zeigen, holt Sie aus Ihrer World Wide Web-Anonymität.
- Tauschen Sie jedes Buch ohne Murren um, denn das kommt sowieso nicht so häufig vor. Ihre Kunden werden es Ihnen danken und immer wieder kommen.
- Halten Sie Kontakt zu Ihren Nachbarn. Vielleicht ergibt sich ja mal eine Kooperation mit dem Blumenladen nebenan, der seine Kunden zu Ihnen schickt, damit sie das passende Buch zum Blumenstrauß heraussuchen.
- Begrüßen Sie jeden Kunden, der Ihren Laden betritt, persönlich. Stammkunden natürlich mit Namen.
- Wer Hörbücher verkauft, muss auch ein Abspielgerät zur Verfügung stellen. Wer sich keine Hörstation leisten kann (günstige Exemplare gibt’s bei den Barsortimenten), kann auch auf einen einfachen CD-Player mit Kopfhörer zurückgreifen.
- Informieren Sie Ihre (Stamm-) Kunden über alles, was in Ihrer Buchhandlung passiert – per Mail oder per Postkarten. Oder wünschen Sie Ihnen frohe Ostern, frohe Weihnachten oder alles Gute zum Geburtstag. Oder einfach nur einen schönen Tag.
- Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter. Überraschen Sie sie ab und zu mit kleinen Aufmerksamkeiten wie Süßigkeiten etc. Oder laden Sie sie mal zu einem Essen ein: Das verbessert das Betriebsklima.
- Apropos Blumen: Stellen Sie mal wieder einen schönen Strauß in den Laden. Das sieht immer freundlich aus.
- Wenn auch Postkarten zu Ihrem Sortiment gehören: Bieten Sie auch die passenden Briefumschläge und vor allen Dingen Briefmarken an. Nicht nur, wenn Sie in einer Stadt/einen Ort wohnen, der vom Tourismus lebt.
- Legen Sie immer Prospekte mit in die Buchtüte. So erhöhen Sie die Chance, dass der Kunde Lust auf „mehr“ bekommt.
- Dekorieren Sie Sonder- bzw. Thementische häufiger um. Überraschen Sie Ihre Stammkunden mit immer neuen Ideen.
- Erledigen Sie kleine Reparaturen am besten sofort. Ein Farbeimer tut da oft Wunder.
- Achten Sie wenn in Ihrem Laden auf Stolperfallen. Platzieren Sie Displays so, dass niemand darüber fallen kann.
- Auch wenn Sie das für selbstverständlich halten: Lüften Sie häufiger mal. Frische Luft weckt die Lebensgeister.
- Überprüfen Sie Ihre Öffnungszeiten: Schließen Sie vielleicht eher als andere Läden vor Ort? Oder gar vielleicht sogar eher als Ihr Mitwerber? Wenn Sie unbedingt um 18.30 Uhr schließen wollen: Hängen Sie an Ihr Öffnungszeiten-Schild den Zusatz „und nach Vereinbarung“. Siehe unheimlich gut aus und wird doch selten wahrgenommen.
- Und wer seinen Laden in oder um einen Austragungsort der Fußball-WM hat, sollte in dieser Zeit besonders flexibel sein: Für die Zeit des Groß-Events ist das Ladenschlussgesetz außer Kraft gesetzt.
- Für die Kinderbuch-Ecke: Lassen Sie die Kinder doch mal Bilder malen, die sie dann im Laden aufhängen.
- Haben Sie die richtige Beleuchtung? Schauen Sie regelmäßig nach, ob auch alle Glühbirnen brennen. Lassen Sie das Licht immer brennen – auch im Schaufenster und auch, wenn es draußen hell ist. Ansonsten wirkt Ihr Laden verschlossen und nicht gerade einladend.
- Klappen Sie nicht demonstrativ mit dem Schlüssel, wenn sich der Ladenschluss nähert. Lassen Sie auch noch Kunden in den Laden, wenn Sie eigentlich gerade schließen wollten.
- Sobald das Wetter es zulässt, machen Sie die Ladentür weit auf. Das bringt nicht nur frische Luft, sondern auch Kunden.
- Organisieren Sie ab und zu „Stöberabende“ für ausgewählte Kunden, die Sie persönlich eingeladen haben. Das gilt als „geschlossene Gesellschaft“ und Sie müssen sich nicht an die gesetzlichen Ladenschlusszeiten halten. Ein solcher Event macht keine Arbeit und bringt doch volle Tüten.
- Vermeiden Sie negativ formulierte Ziele: „Dieses Buch können wir Ihnen bestellen“ klingt positiver als „Dieses Buch müssen wir Ihnen bestellen.“
- Ebenso tabu: „Das Buch ist vergriffen. Versuchen Sie es doch mal bei eBay oder bei dem ZVAB“. Besser, „Ich versuche, Ihnen das Buch zu besorgen“.
- Beschäftigen Sie sich auch mit Warengruppen, die Ihnen vielleicht nicht liegen (z.B. Computerbuch). Ihre Kunden finden die aber vielleicht interessant.
- Stellen Sie – je nach Größe Ihrer Buchhandlung – mindestens eine Sitzgelegenheit zur Verfügung. Bevorzugen Sie statt harter Stühle bequeme Sessel.
- Packen Sie – falls es der Kunde wünscht – auch Pixi-Bücher mit einem Lächeln einzeln in Geschenkpapier und binden Sie eine Schleife drum. Aufwändige Verpackung können Sie auch verkaufen.
- Halten Sie für Ihre „Best Age“ -Kunden Lesebrillen bereit. Und putzen Sie diese auch regelmäßig.
- Wie wäre es mit Give-aways für Ihre kleinen Kunden? Luftballons und Gummibärchen sind sehr beliebt.
- Leihen Sie Ihren Kunden Ihre Vorschauen und ermutigen Sie sie, anzukreuzen, was Ihnen gefällt. Die Kunden fühlen sich gebauchpinselt und bestellen dann auch noch das Kleingedruckte unten auf den Seiten, die „in gleicher Ausstattung lieferbar“ sind oder „die ersten sechs Bände der Reihe“.
- Auch wenn Sie gerade mit wichtigen Dingen beschäftigt sind: Geben Sie Ihren Kunden nie das Gefühl, dass sie stören könnten.
- Überraschen Sie Ihre Kunden: Backen Sie doch einfach mal Waffeln im Laden! Oder organisieren Sie ein Gewinnspiel, bei dem die Gewinne gleich mitgenommen werden können.
- Bieten Sie Ihren Kunden Kaffee oder – besonders im Sommer – kalte Getränke an. Das erhöht die Verweildauer in Ihrem Laden ungemein.
- Erstellen Sie regelmäßig mit Ihren Mitarbeitern eine „Schwiegermutter“-Bestenliste, auf die Sie zurückgreifen können, wenn ein Kunde ein Buch-Geschenk für einen Menschen sucht, der eigentlich gar nicht liest.
- Sie wollen Ladenhüter los werden? Suchen Sie sich jeden Tag ein Buch aus, dass sie heute unbedingt verkaufen müssen.
- Bieten Sie, da wo es sinnvoll ist, Zusatzartikel an.
[bearbeiten] Globalisierung: Ist die Größe der sichere Hafen?
Es gibt etwa zehntausend Verlage und Bücherproduzenten in Deutschland. Sie arbeiten mit sechstausend Buchhandlungen und Buchverkaufsstellen zusammen. Das hat Jahrzehnte gut funktioniert. Etwa eine Million lieferbarer Bücher finden so ihre Verbreitung.
Es gibt Anpassungsprozesse und Fusionen – schon seit Jahrzehnten – und sie haben der Branche nicht geschadet und für die Leser viele Vorteile gebracht.
Es gibt die Großen und die Kleinen und alle haben ihre Kunden, ihre Märkte und damit ihre Berechtigung.
Aber es gibt auch die Verlagssammler mit viel Geld, mit wenig Ahnung von der Buchbranche in den Konzernspitzen, aber mit guten Presseabteilungen. Sie sammeln und fusionieren, lösen auf, kaufen dazu, schließen Verlage, führen Verlage zusammen und trennen.
Und wenn die Zeiten schwierig werden und Nervenstärke gefragt ist, werfen sie ihre Spielzeuge weg, denn Sie sagen „das Buch ist nicht unser Kerngeschäft“.
Was bedeutet das für die „kleinen Sortimenter“. Ohne Zweifel leben auch wir von Bestsellern, sie gehören zu unserem Geschäft dazu. Aber sie sind nicht alles. Unsere Kunden lieben Abwechslung, Individualität, unkonventionelle Ideen und auch Abwegiges. Das wird eher in kleinen Einheiten geleistet – und in unserer Branche ist das seit Jahrzehnten so. Im Verlagswesen und im Sortiment.
Gelten diese Regeln nicht mehr? Trotz Strukturveränderungen in der Branche, Konjunkturschwäche, Wegbrechen von Warengruppen, Auswirkungen wie die Pisa-Studie sie zeigt und Lesemüdigkeit bei jungen und alten Menschen, brauchen wir weiterhin kleine Pflänzchen. Die können große Bäume werden – aber zunächst gehören sie in den Pflanzkasten, ins Frühbeet oder ins Gewächshaus und einer muss sich kümmern.
Das sind die Verleger und ihre Mitarbeiter und die vielen Sortimenterinnen und Sortimenter. Das hat etwas mit entdecken zu tun, mit Fingerspitzengefühl, Kompetenz und Ausdauer – und mit Begeisterung.
Kennen wir Konzerne die begeisterungsfähig sind?
Coca-Cola, Produkte von Microsoft und Fahrzeuge aus Untertürkheim kann man weltweit verkaufen. Sie sind einmalig, in wenigen Varianten produziert oder prestigeorientiert – aber Bücher orientieren sich an den Kulturen, in denen sie entstehen. Das können Biotope vor Ort sein und das ist eher die Regel, es sind nationale Ereignisbücher von Fernsehgrößen, Medienmenschen und Leuten des „Öffentlichen Lebens“ – nur ganz wenige Autoren haben weltweite Durchsetzungskraft. Und diese Struktur unterscheidet uns von anderen Branchen mit „Markenprodukten“. Ist der Duden mit Nesquik oder Milkaschokolade zu vergleichen? Wohl kaum!
Deshalb sind die Renditen auch anders. Aktionäre sind mit der Rentabilität in unsere Branche nicht zufrieden, Banker in der Regel auch nicht. Wäre es da nicht besser man bleibt unter sich?
Die vielen Stabsstellen, Sondergutachten von Fachleuten, das Einkaufen von Kompetenz und die weltweite Vernetzung sind keine Garantie für unternehmerischen und wirtschaftlichen Erfolg. Offensichtlich stehen dem „menschliche Enttäuschung“ und „ehrgeizige Eigenziele“ im Wege.
Wir sind eine Branche der kurzen Wege vom Autor zum Leser und da sind Unvoreingenommenheit, Toleranz, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Ideenreichtum, Standvermögen und Risikobereitschaft entscheident. Eigenschaften, die zumindest im Moment nicht unbedingt die Eigenschaften von großen Einheiten sind.
Dies schließt für die „Kleinen“, die Konzernunabhängigen und die großen und kleinen Familienbetriebe den Zwang zur Rentabilität nicht aus , er ist gerade in diesen Zeiten gefordert. Aber: No risk, no fun. Und da sind wir wieder bei der Emotionalität und bei der Begeisterungsfähigkeit.
Ob „Liebe öffnet Herzen“, auch wenn das sehr emotional ist, da der richtige Weg ist?
Der Heyne Verlag war erfolgreich, kompetent, innovativ und ein fairer Partner. Welche Vorteile haben Autoren, Leser, Buchhändler und Verlagsmitarbeiter und letztlich die Gesellschafter bei den gewählten Konzerneinbindungen?
Vielleicht gibt es in der globalisierten Welt mit dem Trend zur Größe auch den Umkehrschluss: „Klein, aber fein – und unabhängig.“
[bearbeiten] Handbibliothek
Zum Arbeiten, Lernen und Nachschauen bietet sich eine Handbibliothek an. Sie begleitet einen das ganze Berufsleben lang und beantwortet viele Fragen. Inzwischen ist meine Handbibliothek schon recht umfangreich und um die Übersicht zu bewahren, habe ich die Titel notiert:
Buchhändlerische Handbibliothek und Quellensuche im Internet
- ABC des Buchhandels, Hrsg. Herbert Paulerberg (Lexika Verlag)
- Bramann u.a.: Wirtschaftsunternehmen Sortiment (Bramann Verlag)
- Franzen/Wallenfels/Russ: Preisbindungsgesetzt (C.H. Beck)
- Heinold/Bramann: Bücher und Buchhändler (Bramann Verlag)
- Hinze: Gründung und Führung einer Buchhandlung (Bramann Verlag)
- Wer gehört zu wem?, Online Datenbank (BuchMarkt)
- Lexikon Buchhandel, BuchMarkt Wiki (BuchMarkt)
- Arbeitsgesetzte (Beck Texte bei dtv)
- Handelsgesetzbuch (Beck Texte bei dtv)
- Urheber und Verlagsrecht (Beck Texte bei dtv)
- Hiller/Füssel: Wörterbuch des Buches (Klostermann)
- Uhlig: Sortimentsbuchhandel (Hauswedell)
- Begriffe und Definitionen, Literaturlexikon (Metzler)
- Autoren, Lexikon (Metzler)
[bearbeiten] ISBN
Die Anwendung der ISBN ist die schnellste und sicherste Form beim ermitteln von Titeln. Der Titel wird eindeutig identifiziert.
Es gibt die ISBN 10stellig und 13stellig, beide können parallel verwandt werden. Der 13stelligen ISBN ist die Ziffer 978 vorangestellt, ansonsten unterscheidet sie sich, außer in der Prüfziffer, nicht von der 10stelligen ISBN.
Die ISBN ist aufgebaut:
- Gruppennummer -3- ( Sprachraum, 3 deutschsprachiger Raum, 0/1 englischsprachig u.a )
- Verlagsnummer -411-
- Buch- und Titelnummer -4014-
- Prüfziffer -9-
Beispiel Duden 1: ISBN-13:978-3-411-4014-8/ ISBN-10:3-411-04014-9
Die ISBN wird von den Verlagen festgelegt. Sie ist unabdingbar für das Bestellwesen, die Verwaltung in den WWS und für die Rechnungslegung und die Abrechnung an der Kasse. Zum Bibliografieren ist die ISBN ein wesentlicher Beitrag, zum „sicheren“ bestellen ist sie unentbehrlich.
Bei uns wird, wenn vorhanden, mit der 13 - Stelligen ISBN gearbeitet. Einige Verlage setzen nur noch die neue Variante der ISBN ein.
Barsortimentsbestellnummern spielen keine Rolle mehr, es sei denn, für ein Produkt gibt es keine ISBN, dann greifen wir gerne auf die Barsortimentsnummer zurück.
[bearbeiten] Kassenabschluss
| Vorgang | Wie? |
|---|---|
| 1. Kasse für den nächsten Tag einzählen | 200 Euro (10 x 10 Euro; 20 x 10 Euro) |
| 2. Umschlag einrichten | Beispiel:
|
| 3. Kasssenbezeichnungen | Etwa:
|
| 4. Lastschriftzettel | Im Zehnerpack
|
| 5. Belege aus der Kasse | in den Umschlag legen |
| 6. Münzgeld zählen |
|
| 7. Gesamt Wechselgeld ausrechnen | Zettel mit Summe und Datum in den Umschlag |
| 8. Wechselgeldsumme eintragen | Auf Laufzettel in der Kasse (mit Datum und Namenszeichen) |
| 9. Umschläge an die Geschäftsleitung |
Das Abgleichen des Bargeldes mit dem Kassenabruf erfolgt im Rechnungswesen von einem Mitarbeiter in der Buchhaltung.
[bearbeiten] Kassenorganisation
Um an der Kasse, dem letzten Punkt im Verkauf, den der Kunde besucht, freundlich, aufmerksam und konzentriert arbeiten zu können ist ein gut geregelter Ablauf wichtig. Allein, um keine Fehler beim kassieren zu machen. Wir richten den Kassenplatz vor Geschäftsöffnung ein und kontrollieren, ob das Arbeitsmaterial und die anderen notwendigen Dinge griffbereit liegen.
Was brauchen wir an unserem Arbeitsplatz Kasse:
- Elektronische Kasse
- Kassenschublade für das Geld
- Drucker
- Wechselgeld
- Ersatzkasse Wechselgeld
- PC zum Nachsehen von Bestellungen/Information
- Stifte
- Kassenquittungen
- Lieferscheine
- Rechnungsformulare
- Schere
- Tüten in verschiedenen Größen
- Geschenkpapiere
- Geschenkbändchen
- Gummibänder
- Aufkleber
- Tesafilm
- Prospekte
- Handzettel: Wir über uns
- Visitenkarten
- Give Aways
- Reinigungsmittel für Bücher
- Staubtuch
- Notizzettel
- Trost und Geschenk für verärgerte Kunden (Lieferhindernisse /Fehler)
Am Kassenarbeitsplatz werden nur Dinge aufbewahrt, die für die Kassenabwicklung notwendig sind. In unserem Unternehmen wird großer Wert darauf gelegt, das alles was nicht zum Kassenbereich gehört, woanders untergebracht wird. Dieser Platz ist als Ablageplatz ungeeignet. Er verlangt nicht nur eine praktische, sondern auch eine strategische Übersicht über den Verkaufsraum. Und hier wird absolute Konzentration erwartet, um keine Fehler bei der Wechselgeldrückgabe zu machen und vor Trickbetrügern sicher zu sein.
Überzeugende und mitarbeiterorientierte Einsatzpläne sind entscheidend für eine professionelle Arbeit in diesem Bereich. Bei uns werden die Mitarbeiter alle drei Stunden an der Kasse abgelöst. Die Kasse ist ständig besetzt und vermittelt daher auch Sicherheit und Ansprache für die Kunden. Der Blickkontakt zum Infopool und zu den Mitarbeitern im Verkauf ist immer gewährleistet. Der Standort der Kasse ist mitten im Verkaufraum, ein kreisrundes Möbel bildet dieses Zentrum. Daher geht auch raumorientiert die Übersicht nie verloren.
Außerdem findet hier eine entscheidende Begegnung mit dem Kunden statt, nämlich für den gerade vorgenommenen Einkauf der letzte Kontakt mit Mitarbeitern der Buchhandlung. Wer freundlich verabschiedet wird, vielleicht noch mit einen schönen, individuellen Give Away , kommt auch gerne wieder für den nächsten Einkauf zurück.
[bearbeiten] Mitarbeitereinsatz
Eine der zentralen Aufgaben im Einzelhandelsunternehmen ist die Planung des Mitarbeitereinsatzes. Zur Kundenzufriedenheit, zu einer erfolgreichen Ablauforganisation, zur Mitarbeiterzufriedenheit und zur Ergebnissicherung hat die Planung des Mitarbeitereinsatzes hohe Priorität.
Auf der Datenbank wird eine Exceldatei als Kalender angelegt, die auf dem Server liegt und von allen Arbeitsplätzen erreicht werden kann und für alle zugänglich ist. Der elektronische Mitarbeitereinsatzplan und der elektronische Urlaubsplan sind gültig und auf dem letzten Stand. Ausdrucke können immer nur den jeweiligen Stand mitteilen, der gerade zum Zeitpunkt des Druckens erreicht wurde. Verantwortlich ist Frau Antje Werber, Leiterin Verkauf und Ihre Vertretung Frau Sabine Fink.
Basis der Planung ist der Kalender und das Festlegen der Bereiche, in denen kein Urlaub gewährt werden kann. In unserem Unternehmen gibt es Urlaubssperren im Dezember, in der Woche vor den Osterferien, der Woche vor den Sommerferien, der letzten Woche im Juni (Inventur), zu den Bücherbörsenterminen und der letzten Woche in den Sommerferien (Schulbedarf). Auch Tage wie Heiligabend und Silvester können rechtzeitig geplant werden.
In den Kalender eingetragen werden die vier verkaufsoffenen Sonntage, besondere Aktionstage und wenn Sie festliegen, Termine für das eigene Veranstaltungsprogramm.
Eingetragen werden die abgesprochenen Vertreterbesuchstermine und die Termine der Bücherbörse. Das gilt auch für alle anderen Termine der Buchhandlung, die abgesprochen wurden. Die Schulferien werden gekennzeichnet und die Wünsche der Auszubildenden und der Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern berücksichtigt.
Auf einem Bogen werden die individuellen Wünsche des einzelnen Mitarbeiters notiert. Auch diese Mitarbeiterblätter liegen auf der Excel Datenbank. Hier sind im Kopf der Name, Vorname, die Anschrift, Telefonnummer, Handy, Fax und E-Mail-Adresse erfasst. In einem weiteren Block werden die wöchentliche und die monatliche Stundenzahl und die jährliche Stundenzahl notiert. In weiteren Spalten werden die freien Tage, spezielle Absprachen und bevorzugte Tage festgehalten. Dann der Einsatzort, Eingangsgeschoß Verkauf, Obergeschoß Verkauf, Büro Geschäftleitung, Bestellabteilung, Wareneingang und Büro Rechnungswesen und Personalverwaltung.
In einer weiteren Spalte werden die Urlaubstage für das laufende Jahr festgehalten und der Resturlaub aus dem Vorjahr. Dann werden die Urlaubswünsche für das laufende Jahr und das kommende Jahr notiert. Dafür sind fünf Zeilen vorgesehen, so dass bis zu fünf Terminen notiert werden können. Bei Azubis werden der erste und der zweite Berufsschultag festgehalten. Dann Seminare und Schulungstermine, besondere Absprachen und Sonstiges. Diese Blätter enthalten für den Mitarbeiter, der den Plan erstellt die entscheidenden Daten.
Die Mitarbeitereinsatzplanung erfolgt immer über zwölf Monate, dass heißt, wenn ein Monat vergangen ist, wird ein neuer Monat eingerichtet. Die Urlaubsplanung läuft über zwei Kalenderjahre.
Wir benutzen Tagespläne für die Mitarbeitereinsatzplanung, am Kopf des Formulars steht der Wochentag, das Datum und die Nummer der laufenden Woche. Horizontal werden die einzelnen Bereiche genannt: Eingangsgeschoß, Obergeschoss, Kasse 1 und 2, Büro Geschäftsleitung, Bestellwesen, Wareneingang, Büro Rechnungswesen und Personalverwaltung. Vertikal gibt es Felder Zeitabschnitte in Stufen von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr; von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr; von 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr; von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr; 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr; von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr und von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr.
Am unteren Ende des Formulars gibt es Felder für freie Tage, Vertretertermine, Dienstreisen, Berufschule, Sonstiges und vier Felder für Urlaub.
Da die meisten Mitarbeiter nach festen Rastern arbeiten, werden die Pläne nach diesen festen Zeiten aufbereitet und dann die Abweichungen eingetragen. Lücken erkennt man sofort und kann sich rechtzeitig um Ersatz kümmern. Außerdem helfen sich die Mitarbeiter gegenseitig, weil man immer eine Übersicht über den Mitarbeitereinsatz hat.
Dieses System hilft, dass man langfristig Zusammenballungen und Engpässe entschärfen kann, ein hohes Maß an Information, Kommunikation und Transparenz schafft und bei Mitarbeitern Motivation und Leistungsbereitschaft fördert.
Das unkomplizierte Ändern der Pläne im Excelsystem trägt zu einer deutlichen Abeitserleichterung bei den für diesen Bereich verantwortlichen Mitarbeitern bei.
Ergänzend zu diesem System führen alle Mitarbeiter monatliche Arbeitszeitkonten, die am Monatsende abgezeichnet werden. Auch diese Konten liegen auf einer Exceldatenbank.
[bearbeiten] Modernes Antiquariat
Das Moderne Antiquariat hat bei der Überproduktion eine immer größere Bedeutung gewonnen. Außerdem wird die Vermarktungskette der Verlage immer konsequenter umgesetzt. Dazu zählt in einer Stufe die Herausgabe von Sonderangeboten und später der Verkauf über das Moderne Antiquariat.
Dazu wurden mir 10 Regeln mit an die Hand gegeben:
- Das Moderne Antiquariat sollte wo immer das möglich ist, vor dem Laden angeboten werden. Es lockt die Kunden über ein überzeugendes Preis-/ Leistungsverhältnis an.
- Die Bücher können „marktschreierisch“ angeboten werden.
- Sehr häufiger Wechsel des Angebots ist notwendig, mehrmals täglich kann zu großem Erfolg führen.
- Mit Preisvergleich arbeiten und immer deutlich den alten und den neuen Preis zeigen. Nur so erscheint die Reduzierung für den Kunden überzeugend. Sonderangebote mit Alleinstellungspreis-Merkmal sind schwieriger zu verkaufen.
- Das Angebot muss attraktiv, sauber und ordentlich präsentiert werden. Vergammelte, verschmutzte Bücher möchte niemand anfassen und kaufen.
- Nicht verkaufte Bücher runterzeichnen und schnell verkaufen. Ansammlungen von „Altresten“ belasten nur den Platz, die Lust und kosten unnötiges Kapital. Aus den Augen, aus dem Sinn ist hier das Motto!
- Keine zu hohen Stückzahlen einkaufen. Im Titelwechsel ist die Chance. Der beste Rabatt nützt wenig, wenn die Titel liegen bleiben.
- Individueller Einkauf ist der richtige Weg. Nicht überall verkaufen sich die gleichen Sachen gleich gut. Überzeugender Schnäppchenverkauf hat auch was mit „Buchtrüffelsuche“ zu tun.
- Prospektbeilagen im Modernen Antiquariat können Aktionen entscheidend zum Erfolg bringen. Gerde wenn man die Bücher im Verkaufsraum anbietet oder in separaten Läden, macht das Sinn.
- Notwendig ist ein Mitarbeiter, der sich im Einkauf und Verkauf auskennt, auch mal risikoorientiert ist, schnell reagiert und einfach „unternehmerisch“ arbeitet.
[bearbeiten] Optimaler Einkauf
Im Einkauf liegt der Gewinn - ein alter Kaufmannspruch und gerade bei Büchern mit gebundenen Ladenpreisen hat diese Kaufmannsweisheit eine besondere Bedeutung.
Das hat auch damit zu tun, dass die Sortimenter für das gleiche Buch unterschiedliche Bezugsquellen mobilisieren können. Der Einkauf ist möglich direkt beim Verlag, aber auch hier zu unterschiedlichen Konditionen: Vertreter-/Reiserabatt mit Partiebezug, vielleicht mit Reizpartien, zu vereinbarten Jahreskonditionen, zum Grundrabatt, zum Aktionsrabatt, zum Einführungsrabatt oder auch bei exorbitant hoher Stückzahl bis zu 50% Rabatt. Es kann eine weitere Handelsspannenverbesserung geben, durch Werbekostenzuschüsse, kostenlose Signierstunden oder Autorenlesungen.
Eine andere Bezugsquelle ist das Barsortiment, in der Regel mit der Lieferung zum Grundrabatt oder bei geschickter Verhandlung erzielt man höhere Rabatte und längere Zahlungsziele für Lagerbestellungen, verbesserte Staffelrabatte beim Bezug von mehreren Exemplaren eines Titels. Denkbar sind auch Bezüge bei den Pressegrossisten, ohne Zweifel der wohl ungünstigste Einkaufsweg für Bücher.
In der Entscheidung für den richtigen Einkauf liegt bei den verantwortlichen Mitarbeitern eine große Verantwortung. Vieles ist verhandelbar und der zuverlässigste Weg ist die Abstimmung über Jahreskonditionen zwischen Verlag und Sortiment. Sie schaffen einfach für mindestens ein Jahr Klarheit und Transparenz.
Hier beschreibe ich die Wirkungskette beim optimalen Einkauf vom Bestellimpuls bis zum Betriebsergebnis. Ziel muss es sein ein verkaufsgerechtes Lager zu unterhalten, daraus folgert eine hohe Lagerumschlagsgeschwindigkeit, die eine gute Altersstruktur des Lagers ermöglicht. In der Berücksichtigung dieser drei Faktoren liegen wesentliche Schlüssel zum Erfolg.
Eine gute Alterstruktur des Lagers bedeutet niedrige Bewertungsabschläge bei der Inventur in der Beurteilung des Lagers. Daraus ergibt sich eine niedrige Kapitalbildung zur Verbesserung des wirtschaftlichen Erfolgs. Daraus ergeben sich niedrige Tilgungleistungen und eine hohe Liquidität. Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist eine niedrige Zinsbelastung und die Nutzung von Skonto für das Unternehmen. Aus dieser Wirkungskette ergeben sich dann eine höhere Handelsspanne und damit ein verbessertes Betriebsergebnis.
Diese Wirkungskette für den Optimalen Einkauf ist ein Schlüssel zum Erfolg.
Eine optimale Einkaufpolitik soll dafür sorgen, dass die richtigen Bücher zur richtigen Zeit in bedarfsgerechter Menge am Lager sind.
[bearbeiten] Reise: Eine Warengruppenanalyse
Nach einem Umzug haben sich die Umsätze in der Warengruppe Reisen verändert. Mit einer Bestandsaufnahme wurde nach den Ursachen gesucht, um dann nach Verbesserungen zu schauen.
Umsatz - Veränderungen - Gründe
Bestandsaufnahme:
- Reise: anderer Standort innerhalb der Buchhandlung (OG, weniger Frequenz)
- Reise - versteckt, keine Einsicht aus dem OG Bereich
- Keine Marco Polo-Säule vor dem Laden
- HB Atlanten: „Unglückliches Regal“, Hefte fallen aus dem Möbel
- Kein regelmäßiger Warenfluss: Dresden, Berlin, New York, Florida
- Sehr kleines neues Kartenmöbel
- Weniger Beratung (im alten Laden zentral gelegene Abteilung)
- Brachenumsatz im Februar 2008 Minus 3 %
- Basislageraufnahme MairDuMont - nicht bestellt ca. 150 Titel( 5. Januar 2008)
- Fehlende Basistitel: Shellatlas, ADAC Campingführer
- Alternative Reiseführer (Michael Müller, Velbinger)
- Regionale Reiseführer und Karten - sehr kleines, nicht aktuelles Angebot
Mit folgenden Maßnahmen wurde die Warengruppe Reise deutlich besser positioniert und damit erfolgreicher:
- Warenfluss MairDuMont durch wöchentliche Lagerergänzung verbessert. Basis dazu waren die Lagerabverkaufslisten aus dem WWS
- Ständiger Reise-Aktionstisch
- Kartenmöbel erweitert: Kalendermöbel für Karten-Lagerbestände genutzt
- Marco Polo-Säule im EG aufgestellt
- Alternative Reiseführer: Michael Müller und Velbinger aufgenommen (Sonderkonditionen und 6 Monate Zahlungsziel, 45 % und RR)
- Basis Karten und Stadtpläne Angebot (reihenorientiert)
- Regionaltisch: Reiseführer, Karten, Bildbände, Romane aus der Region, Stadtwappen als Geschenk, Gläser mit Stadtmotiv
- Beschriftung der Regalböden verbessert
- Lagerbestände von Doubletten abgebaut
- Jahreskonditionen durch wöchentlichen Nachbezug bei MairDuMont erheblich verbessert
- Regionaleinkauf über Gleumes plus: Ergebnis Regionalumsatz verdoppelt
Durch eine Verbesserung im Wareneingang konnte zudem der systematische Warenfluss erheblich beschleunigt werden. Regelmäßiges Bestellen an festen Tagen erhöhte und verbesserte die Lagerpräsenz auch bei anderen Verlagen. Ausbau der Regionalabteilung und Betreuung durch Gleumes plus haben gerade in diesem Bereich zu erheblichem Umsatzwachstum beigetragen.
Zusätzlich wurden die Schnelldreher intensiv bearbeitet und das Stadtplänelager in der Präsentation systematisiert.
Der Umsatz und die Wirtschaftlichkeit der WG Reise konnte innerhalb sehr kurzer Zeit deutlich verbessert werden.
[bearbeiten] Reise: Zielgruppe und Themenangebot
Entscheidende Voraussetzungen für den optimalen Verkauf von Reiseführern und Landkarten sind Aktualität, Schnelligkeit und die inhaltlich richtige Bevorratung. Der größte Teil der Reiseführerkunden kommt im letzten Moment kurz vor Antritt der Reise. Für einen Bezug beim Barsortiment ist keine Zeit mehr, also müssen die häufig gefragten Regionen vorrätig sein.
Die andere Gruppe von Kunden plant die Reise sehr sorgfältig, oft schon sehr lange vor der Buchung und dem Reiseantritt. Sie will umfassend informiert sein und möchte eine große Auswahl und Alternativen im Buchangebot finden.
Beiden Zielgruppen sollte man mit dem Angebot in der Reiseabteilung gerecht werden.
Vorrätig sein sollten die wesentlichen Bücher und Karten über die unmittelbare Region, in der die Buchhandlung liegt. Wenn touristisch interessante Gebiete im gut zu erreichenden Umfeld liegen, erwarten die Kunden vom Buchhändler Reiseführer und Karten aus diesen Gegenden.
Meist sind die traditionellen Deutschen Reise- und Urlaubsgebiete gefragt: Nord- und Ostsee und Mittelgebirge wie Harz, Taunus, Spessart, Schwarzwald, Bayerischer Wald, Hunsrück und die Eifel. Aber auch die Lüneburger Heide, der Niederrhein, das Rheintal und die neu entdeckten Wandersteige gehören dazu. Städtereisen gehören zu den sehr gefragten Reisezielen: Berlin, Hamburg, München, Dresden und Köln stehen im Mittelpunkt des Interesses. Hier erwarten Kunden Reiseführer und Stadtpläne.
Reiseziele sind auch die europäischen Hauptstädte und wichtigen Kulturstädte wie London, Paris, Rom, Wien, Prag und Amsterdam. Zu den zur Zeit aktuellen Reisezielen in Europa gehören Frankreich, England, Italien, Dänemark, Schweden, die polnische Ostseeküste, die Niederlande und die belgische Nordseeküste, der gesamte Alpenraum, die Norditalienischen Seen und Spanien und Portugal. Mallorca gehört immer noch zu den beliebtesten Reisezielen. Weltweit sind die USA, die Karibik, Südafrika und Namibia, China, die indonesische Inselwelt und die Arabischen Emirate besonders gefragt.
Erfolgreich im Verkaufen ist man auch hier in dieser Warengruppe, wenn man die Reiseführer und Karten kennt und wenn man selber gerne reist und sich für andere Länder und Kulturen interessiert.
Ganz unterschiedlich sind die Anforderungen der Kunden an die Reiseführer und Karten. Die einschlägigen Verlage berücksichtigen und bedienen diese Wünsche alle. Ob Strandurlaub, Treckingtour, Wanderreise, Radtour oder kulturorientierter Bildungsurlaub, ob Abenteuerreise, Erlebnisurlaub; für alle diese Reisevorstellungen gibt es die entsprechenden Bücher. Wer sich gerne über Land, Leute Gebräuche, Gepflogen- und Eigenheiten interessiert, findet auch hier die richtige Literatur.
Unterstützt werden kann der Informationshunger mit Romanen, besonders beliebt sind regionale Kriminalromane, historische Romane und Unterhaltungsliteratur als Entspannungslektüre auf der Reise. Sie können ein wichtiger Zusatzverkauf sein. Landkarten, Stadtpläne und Reisesprachführer, Reisesprachkurse, auch als CD, CD-Rom und Reisewörterbücher ergänzen die Kundenwünsche oft vortrefflich.
Der Bereich Reise ist ein wesentlicher Teil im Angebot einer Buchhandlung. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass er sehr unabhängig von konjunkturellen Schwankungen ist. Gespart wird bei unseren Kunden eher in anderen Bereichen. Ferien und Reisen liegen so hoch im Kurs, dass Reiseführer nahezu gleichbleibend gefragt werden, auch über die zwölf Monate des Jahres.
[bearbeiten] Remission von Kalendern
Jedes Jahr werden rund 250 Millionen Kalender in Deutschland produziert. Davon finden etwas 10% bis zum Jahresende keine Käufer. Was kann der Sortimenter mit den „Resten“ machen? Er hat zwei Möglichkeiten: Entweder er remittiert die übrig gebliebenen Kalender an den Verlag oder er verramscht die Kalender im Laden an seine Kunden. Er trifft die Entscheidung in Absprache mit den Kalenderverlagen.
Die bei Büchern übliche Komplettremission gibt es bei Kalendern in der Regel nicht, sondern die vereinfachte Remission. In diesem Fall gibt es mehrere Möglichkeiten, die der Verlag vorgibt. Es kann das Titelblatt und ein gewünschtes Monatsblatt pro Kalenderexemplar an den Verlag zurückgesendet werden. Beim teNeues Kalenderverlag ist es das Deck- und das Maiblatt, oder auch nur das Titelblatt, wie es das Bibliographische Institut vorschreibt. Es gibt aber auch Verlage, die nur ein bestimmtes Monatsblatt anfordern oder statt des Titelblattes zwei Monatsblätter. Andere Kalenderverlage, wie z.B. der Heye-Verlag verzichten ganz auf die Rücksendung nicht verkaufter Exemplare, um die Transport- und Entsorgungskosten zu sparen und lassen sich eine Liste mit den Überhängen auf Treu und Glauben zusenden. Der Buchhändler erhält dann eine Gutschrift über die nicht verkauften Exemplare. Beim teNeues Verlag kann man bis zu 100% der eingekauften Kalender remittieren und erhält den Einkaufspreis gutgeschrieben.
Bei anderen Verlagen kann nur ein bestimmter Prozentsatz der eingekauften Kalender remittieren werden und man bekommt 20% des Einkaufspreises gutgeschrieben. Eine gesonderte Regelung gibt es für Themen-Taschenkalender. Sie können komplett remittiert werden.
Um nach der Kalender-Saison keine Kalender im eigene Laden verramschen zu müssen, nehmen viele Sortimenter die Kalenderremission in Anspruch. Verramschen bedeutet nach dem Duden: „wertloses Zeug, minderwertige Ware“, also Produkte die Mängel aufweisen oder die zum üblichen Preis nicht mehr verkauft werden können. Handelsware für die es keine Nachfrage mehr gibt. Dies trifft auf Kalender nicht zu. Sie verlieren an Wert, sobald das neue Jahr angefangen hat und viele Mitbewerber verkaufen ab Mitte Januar die Kalender bereits zum halben Preis.
Im Januar wird der Verkauf von Kalendern schwierig. Das Verramschen irritiert die Kunden, die den Kalender ein paar Tage vorher zum Ladenpreis gekauft haben. Man verliert an Glaubwürdigkeit als Händler. Das Anziehen von Schnäppchenjägern verbessert nicht unbedingt den Ruf einer seriösen Buchhandlung, die generell an Preisstabilität schon auf Grund der festen Ladenpreise interessiert ist. Außerdem ist man daran interessiert, den Kunden die Kalender zum festen Ladenpreis zu verkaufen und den Ramschverkauf für sein Unternehmen bei Kalendern ausschließen. Die Arbeitsgemeinschaft der Kalenderverlage empfiehlt die Kalender ab der dritten Januarwoche zu reduzieren.
In einer Kalenderramschaktion kann man aber auch zum Jahresbeginn eine Marketingchance für sein Unternehmen sehen und gemeinsam mit einer Buchramschwoche alle Anstrengungen unternehmen, die Ware so schnell wie möglich an seine Kunden zu verkaufen. Die Kasse klingelt und bis Ende Januar ist das Kalenderlager geräumt.
Es ist eine Frage der Unternehmensphilosophie, ob man sich für die Mühsal der Remission an die Kalenderverlage entscheidet oder im preiswerten Verkauf einen Wettbewerbsvorteil für sich und sein Unternehmen findet.
[bearbeiten] Selbstverständnis
Wir haben uns im Rahmen von Marketingüberlegungen ein Leitbild erarbeitet. In der Arbeitsgruppe habe ich mitgearbeitet und dies ist das Ergebnis:
Selbstverständnis unserer Arbeit als Buchhändler für unsere Kunden
Lies, um zu Leben (Gustave Flaubert)
Eine großzügige, individuelle und kompetente Auswahl an Büchern ist ein entscheidender Teil unseres Angebots für Sie als Leser, Bücherliebhaberinnen und Bücherliebhaber. Aber was wäre dieses Angebot in zwei so unterschiedlichen Läden ohne die freundlichen, kompetenten und erfahrenen Buchhändlerinnen und Buchhändler in unseren Häusern.
Sie finden bei uns eine individuelle Auswahl an Titeln, aus dem Riesenangebot von international und national etwa fünf Millionen lieferbaren Büchern, von unseren Mitarbeitern und mir für Sie ausgewählt und zusammengestellt. Dazu lesen unsere Mitarbeiter und ich etwa 1000 Bücher pro Jahr und treffen dann die Auswahl für unser Buchangebot.
Unsere Stärken in unserem Angebot sind Romane und Erzählungen, Biografien, Bilder-, Kinder- und Jugendbücher, Reiseführer, Landkarten und Reiseliteratur – aus dem Bereich der Sachbücher: Lexika und Nachschlagewerke, Bücher zu den Themen Politik und Geschichte, Ratgeber zur Kindererziehung, Schule und Gesundheit. Wir führen Lernhilfen als Bücher und als CD-ROMs mit Demo-CDs zu den Programmen.
Bei uns finden Sie Taschenbücher in Hülle und Fülle, ein ausgewähltes Sortiment an Kochbüchern und natürlich Bücher zum Thema Garten und Natur.
Zweifellos ist unsere größte Stärke die individuelle Beratung durch unsere erfahrenen buchhändlerisch ausgebildeten und geschulten Mitarbeiter. Freude am Kundengespräch, Spaß an den beruflichen Herausforderungen, Leseerfahrung, die Bewertung von Büchern und eine freundliche Ausstrahlung sind bestechende Eigenschaften unserer Buchhändlerinnen und Buchhändler, gepaart mit Servicekompetenz zum Suchen und Bestellen von Büchern.
Unser Unternehmensziel ist der unkomplizierte, freundliche, schnelle und bequeme Einkauf von Büchern. Dazu dient uns ein auf den neuesten Stand entwickeltes EDV-System – mit einer täglich bis zu 20.000 Informationen aktualisierten Datenbank. Unseren Datenbanken ermöglichen den schnellen Zugriff auf etwa eine Millionen deutschsprachige Titel und vielen tausend englischen, französischen, italienischen und spanischen Büchern.
Etwa 400.000 Bücher können wir über Nacht beschaffen – ab 9.00 Uhr liegen die bestellten Bücher dann bei uns für Sie zum Abholen bereit.
Unsere Läden sind zum Stöbern, Schauen, Lesen, Fragen und Kaufen von 9.00 Uhr bis 18.30 Uhr von Montags bis Freitags durchgehend geöffnet, Samstags sind wir von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr für Sie da.
Erreichen können Sie uns natürlich auch über Telefon, Fax und Internet. Unser Chef ist außerhalb der Geschäftszeiten häufig da – dann geht er auch ans Telefon – und gibt gerne Auskünfte, sucht nach Büchern und Preisen und nimmt Bestellungen entgegen.
Wenn alle zu Hause sind und schmökern um für Sie neue Bücher zu entdecken, läuft unser Anrufbeantworter. Die „eiserne Gabi“ speichert dann Ihre Wünsche und wir bearbeiten diese gerne, rufen bei Fragen zurück oder erledigen Ihre Bestellungen.
Unser Zustellservice bringt Ihnen die Bücher auch gerne nach Hause. Wir versenden für Sie Bücher an Freunde, Bekannte und Familienmitglieder als Geschenk mit der gewünschten Verpackung, oder wenn Sie Besorgungsaufträge für Bücher übernommen haben. Bücher senden wir auf Wunsch natürlich auch überall hin – per Post.
In einer zunehmend globalisierten Welt mit den großen Chancen an Mobilität zu jeden Punkt der Erde, mit riesigen Informationspaketen, einem enormen Tempo an Veränderungen und weltweit operierenden Unternehmen ist ein ruhiger Gegenpol, bequem erreichbar in ihrer unmittelbaren Nähe, persönlich in der Ansprache und dennoch Weltstadtkompetent (wir hatten den neuen Harry Potter zur gleichen Zeit, zu der er in London verkauft wurde) eine wirkliche Einkaufsalternative für Bücher.
Manchmal liegt das Gute eben ganz nah.
Schauen Sie bei uns rein auf ein Stöberstündchen oder nutzen Sie unseren „Rundum-Service“ vom Bestellimpuls bis zur Buchübergabe – Lesen und Träumen überlassen wir Ihnen dann alleine.
Lesen, bis die Wimpern vor Müdigkeit leise klingen (Elias Canetti)
[bearbeiten] Stärken- und Schwächenprofil
Den Beitrag habe ich hier deutlich abgewandelt, er lässt keine Schlüsse auf meinen Ausbildungsbetrieb zu. Aber das Instrument Stärken- und Schwächenprofil war mir so wichtig, dass ich in meinem Berichtheft die Methode an Beispielen zeigen wollte.
Stärken
- kundenorientiert
- freundlich
- informiert
- Kundennähe (Name/Umfeld)
- Bestellservice (schnell, kompetent, Bibliographie, Auskünfte)
- Durchgehende Öffnungszeiten 9.00 bis 18.00 Uhr
- Kompetente Mitarbeiter
- Veranstaltungen
- Aktionen für Kunden
- Ausstellungen
- Ansprechende Schaufensterdekorationen
- Mittenmöbelgestaltung, Aktionstische
- Ansichtsbestellungen
- Unkomplizierter Umgang mit Umtäuschen
- Unkomplizierter Umgang mit Reklamationen
- Schnelle Wege zum Buch (Was bis 18.30 Uhr bestellt wird, kann am nächsten Morgen abgeholt werden)
- Fortsetzungen und Zeitschriften laufen reibungslos
- Umsatzstatistik zeitnah
- Börseneinkauf (Vorbereitung/Durchführung)
- Terminaufträge
- Mitarbeitereinsatzplan /Freizeitregelung
- Sonderverkaufstage (verkaufsoffene Sonntage)
- Buchbesprechungen von unseren Mitarbeitern für Kunden
- Schnelle Reaktion auf Kundenwünsche
- Jour Fix (Mitarbeiter und Geschäftsleitung)
- Stärken im Buchangebot: Kinder und Jugendbuch, Belletristik, Reisen, Grußkarten, Regionalliteratur, Politik und Geschichte, Elternratgeber, Nonbooks
- Offenheit, Menschlichkeit
- Ladengestaltung
- Präsentation
- Titelauswahl
- Kommunikation
- Wohlfühlen
- Impulse untereinander Info/Abstimmung/Austausch
- Zusammensetzung des Mitarbeiterteams
Schwächen
- Meldenummern: Infos an den 2. Laden
- Fehlender regelmäßiger Botendienst
- Abholfach – manches steht zu lange
- Kein systematischer innerbetrieblicher Unterricht
- Erkennen von „Medienorientierten Büchern“
- Reklamationswesen (Controlling) (Kundeninfo/Kundenbindung)
- Kein Aushilfenpotential
- Keine systematische Werbung (Konzept)
- Kein Marketingkonzept
- Chancen im Taschenbuch
- Telefonische Bestellungen (Call-Center) („Wir rufen zurück“)
- Telefonische Kundenbenachrichtigung über eingetroffene, bestellte Bücher
- Betriebshandbuch
- Integration vor Ort
- Brancheninfos umsetzen (Börsenblatt und BuchMarkt)
- Medieninfo verbessern
- Chefentlastung
- Aktualität im Laden (Datenbanken)
- Nachfragen im anderen Laden
- Kompetenzzweifel/Glaubwürdigkeit/Handlungsfreiheit
- Aktionsplan für das Jahr mit geregelter Verantwortlichkeit
- Fehlende Markise im Laden
- Fußboden im Laden
- Regalbeschriftung im Laden
- Ausfüllen von Lastschriften: noch mehr Genauigkeit
- Kundenbestellungen: Vollständige Angaben – Vorname/Anschrift/ Bei Lieferhindernis Telefonnummer zum Benachrichtigen
- RR-Sendungen kennzeichnen und weiterverfolgen – auch remittieren
- Ladendiebstahl
[bearbeiten] Strategie zur Neupositionierung
Grundkriterien
- Besondere Struktur des verbreitenden Buchhandels
In Deutschland ist die Buchhandelslandschaft von ca. 5.000 vorwiegend mittelständischen Buchhandlungen geprägt. Diese sind im wesentlichen Klein- und Kleinstbetriebe schaffen eine flächendeckende Versorgung mit Büchern.
In den Großstädten haben in den letzten 20 Jahren Buchhandlungen mit Flächen zwischen 1.500 m² und 5.000 m² entscheidende Bedeutung erlangt.
- Preisbindung
Wesentlich für die Vielfalt des Buchhandels in Deutschland ist die Preisbindung für Bücher. Ohne die Buchpreisbindung gäbe es in Deutschland sehr viel weniger Buchhandlungen. Die Entwicklung in anderen Einzelhandelsbranchen in Deutschland und im Sortimentsbuchhandel anderer Länder ohne Preisbindungsregeln bestätigen das.
Dennoch gibt es im Buchhandel einen Leistungswettbewerb, der sich über die Sortimentsgestaltung, den Service, die Werbung und Veranstaltungen ausprägt. Damit spielen die Qualität des Angebots, die buchhändlerische Qualifikation und die Kompetenz eine große Rolle im Wettbewerb.
- Kulturelle Bedeutung und Leistungsprofil
Sortimentsbuchhandlungen haben eine betriebswirtschaftliche Bedeutung für ihre Region. Sie binden Kaufkraft an den Standort, sind ein entscheidender Faktor zum Branchenmix an einem Ort und Kunden anderer Unternehmen.
Sie haben eine kulturelle Bedeutung für ihre Region durch das Engagement für das Buch, das Lesen und Veranstaltungen wie Autorenlesungen und Buchausstellungen zu besonderen Themen.
Sie bieten hochqualifizierten Mitarbeitern Arbeitsplätze, geben Seiteneinsteigern Chancen und bieten berufsvorbereitende Praktika an.
- Flächendeckung
Sortimentsbuchhandlungen erfüllen flächendeckend die Versorgung mit Büchern. Nicht vorrätige Bücher können innerhalb von 24 Stunden besorgt werden.
- Grundversorgung mit Büchern
Mit der Lagerhaltung wichtiger Titel und der entsprechenden Präsentation ist eine Grundversorgung von Büchern auch an kleinen Orten möglich
- Inhaltliche Kompetenz
Die Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter im Buchhandel schafft ein hohes Maß an Beratungskompetenz für Kunden und Leser.
- Bestellwesen und Logistik
Ein hohes technisches Niveau in der EDV, Datenbankorientierung und Logistik sind Voraussetzungen zum Bibliographieren und Bestellen. Hierzu gehört die entsprechende Kompetenz der Mitarbeiter.
- Buchhandlung (um die Ecke)
Sie bietet die tägliche Grundversorgung. Sie ist für Kunden und Leser bequem und ist für weniger Mobile (Kinder, Jugendliche, Mütter und Senioren) gut erreichbar.
[bearbeiten] Tag der offenen Tür: Checkliste
Wir planen in unsere Buchhandlung einen Tag der offenen Tür und haben dazu eine Checklist, mit allen Bereichen, die an dem Tag interessant sein könnten, vorbereitet:
Geplant: Samstag, 6. September 2008 von 9:30 bis 22:00
Wo: In allen Räumen unserer Buchhandlung
- Bestseller der letzten 20 Jahre – Ausstellung
- Das kleinste und das größte Buch – Bibelausgabe Gutenbergmuseum/ Newton, Sumo
- Drucker erstellt Urkunden zum Besuch in der Buchhandlung
- Barsortiment Arbeit
- Programm-Heft
- Lesung
- Vorlesen
- Berufsinformation
- Ausstellung bibliophiler Bücher
- Wie funktioniert ein Buchladen? Netzwerk der Bereiche
- Über die Literaturauswahl
- Bestellwesen
- 450.000 Titel über Nacht – Wie geht das?
- Buchausstellung zum Thema „Buch und Lesen“
- Informationen aus dem Internet
- Kleines Geschenk für unsere Kunden
- Unser Serviceangebot für Sie ...
- Attraktion für Kinder
- Erste Vorboten des Bücherherbstes
- Presseinformation zum Tag der offenen Tür
- Presse-Hintergrundgespräch
- Lokalradio
- Hörbücher
- Bücher in anderen Sprachen
- Wen laden wir gezielt ein?
- Anzeige vorbereiten
- Schwerpunkte unserer Buchhandlung
- Kooperation mit Lieferanten: Coppenrath / Ars Edition / Ravensburger
- Arena / dtv / teNeues
- Verlosung/Preisrätsel
- Arbeitsgruppe
- Wer ist für was verantwortlich?
- Sensation / Das Besondere
- Ralley durch den Laden (Kinder Fragenkatalog / Fragen zu beiden Läden)
- Rezension zu unseren Lieblingsbüchern – Ausstellung der Bücher
- Verlosung einer wichtigen Neuerscheinung für jugendliche Leser
- Bibliographieren zeigen evtl. Rechner im Büro
- Info an den Schulen evtl. Führungen anbieten
- Getränke
- Alte Leseexemplare (Idee verworfen)
- Mitarbeiter vorstellen (Kurzinfo: Interessen/Schwerpunkte Foto)
- Informationen über Aktionen, die wir in diesem Herbst geplant haben
[bearbeiten] Umtauschregeln
Irrtümer, Missverständnisse und Fehler sind nicht immer zu vermeiden. Freundlicher Umgang mit den Kunden, entgegenkommen auf beiden Seiten sind ein Schlüssel zur Lösung der Problem. Regel geben den Mitarbeitern Sicherheit. In unserem Unternehmen sind die Umtauschregeln festgehalten. Es kann keine Missverständnisse geben und fast immer verlässt der Kunde versöhnlich gestimmt und zufrieden den Laden.
Umtauschregeln
- Bücher, die wir nicht beschaffen können (vergriffen, nicht lieferbar) und die bezahlt oder angezahlt waren: Geld zurück gegen Quittung mit Name und Anschrift.
- Fehler, die von uns verursacht wurden. Falsches Buch, Irrtum bei der Bestellung, Missverständnis, Geld zurück gegen Quittung mit Name und Anschrift.
- Bücher mit Fehlern, verbunden, Versteckte Mängel u.a. kostenlose Ersatzbestellung, also Umtausch - wenn möglich vom Lager oder beim Barsortiment, damit es für den Kunden schnell geht. So unkompliziert wie möglich. Wenn Ersatzbestellung nicht möglich ist Gutschrift anbieten, wenn das nicht geht Geld zurück.
- Wenn mit Umtauschrecht gekauft, Gutschrift anbieten, wenn das nicht möglich ist Geld zurück. Buch muss im verkaufsfähigen Zustand sein, wenn es zurückgenommen wird. Der Kassenzettel ist für diesen Vorgang notwendig.
- Kulanzumtausch: Buch schon vorhanden, anderes gewünscht, sonstige Gründe. Buch muss im verkaufsfähigen Zustand sein: Verrechnung mit neuem Buchkauf, eventuell Gutschrift – keine Bargeldauszahlung. Der Kassenzettel ist für diesen Vorgang notwendig.
- Kalender sind vom Umtausch ausgeschlossen.
- Schreibwaren sind vom Umtausch ausgeschlossen, es sei den, Sie sind defekt und haben Mängel, dann wie Punkt 3.
- Software (CD’s, DVD’s,CD-ROM’s) sind wenn nicht in der Original-Verpackungm (eingeschweißt) vom Umtausch ausgeschlossen.
- Software, die nicht installiert werden kann, auf die Hotline des Herstellers oder des Vertreibers hinweisen, mit der Hotlinenummer helfen. In der Regel wird hier Abhilfe geschaffen. Wenn das versucht wurde und keine Lösung gefunden wurde, Gutschrift erteilen.
- Fehlerhafte Software, Ersatzbestellung vornehmen. Wenn das nicht möglich ist, Gutschrift oder Geld an den Kunden zurück.
Probleme unkompliziert, freundlich und sicher lösen, Entschuldigen wenn erforderlich, eventuell mit Give Away helfen. Telefonische Nachricht bei Eingang der Ersatzware anbieten.
Wenn eine Lösung mit dem Kunden schwierig wird die Geschäftsleitung oder ihre Vertretung dazubitten. Von der Kasse weggehen und an einer ruhigen Ecke des Ladens unter vier oder sechs Augen das Problem lösen. Andere Kunden bekommen immer ganz „große Ohren“, wenn etwas nicht geklappt hat.
Wenn Sie Bücher nicht finden können, Ersatzbestellung zum nächsten Tag beim Barsortiment vornehmen und den Kunden, wenn gewünscht informieren.
[bearbeiten] Vertreterbesuch
Zwischen Januar und März für die Frühjahrsreise und zwischen Juni und September für die Herbstreise und bei einigen Verlagen inzwischen ein drittes Mal besuchen die Außendienstmitarbeiter der Buchverlage die Sortimenter.
Im Buchhandel wird der Vertreterbesuch sehr sorgfältig vorbereitet:
Mit dem Verlagsvertreter ist ein Termin abgestimmt. Zu diesem Termin werden alle erforderlichen Unterlagen vorbereitet. Vorschauen und Leseexemplare, Lageraufnahme und Ausdruck aus dem WWS, die Konditionen - Datei auf der WWS-Datenbank, Umsatzstatistiken, frühere Aufträge und Bestellungen.
Lageraufnahmen werden nach aktuellen Formularen oder der Lagerkartei im Fachbuch erstellt. Dazu wird ein Bestandformular aus dem WWS verwendet. Die Lageraufnahme dient auch der Kontrolle der Warenbestände mit den Daten im WWS.
Rückgabewünsche auf der Lageraufnahme oder einem weiteren Formular notieren.
Vorschauen sorgfältig durcharbeiten, mit Bestellvorschlägen versehen und die für die Bereiche verantwortlichen Mitarbeiter einbeziehen. Auf Erscheinungstermine achten und Novitäten evtl. vorab zum Reiseauftrag erteilen. Zusätzliche Informationen sind auf vielen Homepages der Verlage. Dort gibt es auch spezielle Informationen für den Buchhandel.
Bestellzahlen festlegen. Dabei Standing Order-Vereinbarungen und Fortsetzungen beachten, Anschlussrabatt berücksichtigen, insbesondere im Taschenbuchbereich.
Die Vereinbarung von Jahreskonditionen ermöglichen es, den Vertreterbesuch auf die Bestellung der Novitäten, der Backlist, Einkauf von Aktionen, Bestellung von Werbematerial und Besprechung von Problemen, Reklamationen und auf Rückgabewünsche zu konzentrieren.
Beim Vertreterbesuch liegen dann alle Informationen vor.
Das Vertretergespräch läuft dann nach einer vorgegebenen Struktur ab, damit nichts vergessen wird:
1. Bestellen der Novitäten
2. Bestellen der Backlist
3. Remission
4. Reklamationen
5. Besprechen der Aktionen und gemeinsamen Projekte
6. Bestellen der Werbemittel
7. Konditionen festlegen: Rabatt, Partien, Zahlungsmodalitäten wie Valuta 60 Tage, besser 90 Tage, Skonto, BAG bei 2% Skonto, Vorkasse, Bankeinzug bei 3% Skonto. Portofreie Lieferung, ersatzweise Freistücke nach Wahl oder eine Gutschrift. Lieferung über Bücherwagendienste ist aus technischen Gründen nicht kostenfrei. Hier ist ein Ersatz durch Freistücke oder Gutschrift erforderlich. In jedem Fall ist die Gewichtsgrenze 20 kg, keine Palettenanlieferung.
8. Neuen Besuchtermin abstimmen
Nach dem Einkauf:
- Remittenden an den Verlag senden
- Ablage der Unterlagen
- Termine notieren
- Mitarbeiter die betroffen sind informieren
[bearbeiten] Wareneingang
Zu Beginn des Wareneingangs werden die Anzahl der gelieferten Pakete kontrolliert und mit den Nummern auf dem Avis, dem Lieferschein des Bücherwagendienstes, verglichen. Ist die Lieferung vollständig und unbeschädigt, kann mit dem Auspacken begonnen werden, wobei als erstes das Paket mit der Rechnung geöffnet wird. Die Bücher werden auf den einwandfreien Zustand geprüft. Sind die Bücher beschädigt oder verschmutzt, werden diese an den Verlag oder die Verlagsauslieferung remittiert. Ist der Zustand der Bücher einwandfrei, kann mit der Bearbeitung der Rechnung begonnen werden. Außerdem muss geprüft werden, ob die mit dem Verlag vereinbarten Konditionen stimmen. Dazu gehören der Rabatt, die Partiestücke, das Zahlungsziel und die Portoberechnung. Bei Aktionen der Liefertermin und der Hinweis auf Rückgaberecht.
Hierzu wird der Reiseauftrag, der beim Vertreterbesuch erstellt wurde oder die Konditionenkartei mit der Rechnung verglichen. Die Bestell- und Liefermenge werden mit dem Reiseauftrag abgeglichen. Mit den Verlagen, mit denen Jahreskonditionen vereinbart sind, wird auch hier die Richtigkeit überprüft.
Wenn der Wareneingang mit einem WWS gefahren wird, in unserem Beispiel das Libri-WWS, gibt es folgende Möglichkeiten:
Besteht der Inhalt der zusammengehörigen Pakete aus vielen verschiedenen Titeln, werden die Bücher mit dem Vorgang „Erstbearbeitung“ mit einem Exemplar gescannt. Daraufhin öffnet sich eine Liste mit den bestellten Titeln. Rechnungsnummer und Rechnungsdatum werden jetzt eingetragen und mit den aufgelisteten Titeln, deren Anzahl und Preis mit den Angaben auf der Rechnung verglichen und abgehakt. Nachträgliche Änderungen und die Zubuchung der Bücher kann mit dem Schritt „Korrektur und Zugang“ durchgeführt werden.
Besteht die Lieferung aus vielen Exemplaren weniger Titel, geht es schneller, wenn die einzelnen Titel über die Funktion „zu Position“ bearbeitet werden. Hier öffnet sich keine Liste, sondern nur die Information über die einzelnen Titel, die jetzt mit der Rechnung verglichen und abgehakt werden. Bei Beendigung dieses Vorgangs, werden die Bücher direkt zugebucht, ein weiterer Schritt entfällt.
Werden die Titel beim Scannen im WWS nicht gefunden, wurde der Auftrag nach dem Bestellen nicht eingegeben. Dann wird die Lieferung unter der Funktion „Etiketten erstellen und Zugang“ ins WWS-System geschrieben. Dabei werden Rechnungsnummer und Rechnungsdatum, Menge, Preis und Warengruppe des Titel ins WWS eingegeben. Beim Beenden dieses Vorgangs werden die Bücher im System zugebucht.
Stimmt die Anzahl eines Titels nicht mit der auf der Rechnung angegeben Menge überein, kann eine Kopie des Packzettels aus dem jeweiligen Paket an den Verlag bzw. die Auslieferung gefaxt und um kostenlose Nachsendung gebeten werden. Bestellte Bücher, die nicht mitgeliefert wurden können, wenn sie noch nicht erschienen sind, mit den entsprechenden Meldenummern in das vorgesehene Feld im WWS eingetragen werden.
Wenn die Lieferung unvollständig ist, es fehlt beispielsweise das Paket mit der Rechnung, kann die Sendung auch mit den Packzetteln bearbeitet werden. Sobald das Paket mit der Rechnung geliefert wird, können dann Paketzettel und Rechnung angeglichen werden.
Um einen sicheren Warenfluss zu gewährleisten, sollte die eingehende Ware schnellstmöglich bearbeitet werden. Der schnelle Service und die sehr kurzen Lieferzeiten in unserer Branche machen wenig Sinn, wenn die Ware tagelang im Wareneingang liegt und nicht bearbeitet wird.
[bearbeiten] Warengruppe Natur
In vielen Buchhandlungen ist der Bereich Natur ein wichtiger „Ratgeberbereich“.
Im Kundenprofil finden wir hier drei sehr heterogene Gruppen:
A. Liebhaber- Hobby ausleben, Freizeit anspruchsvoll genießen, von Leidenschaft, Emotionen und Gefühlen geprägt.
B. Ökologisch Bewussten- Erhaltung der Natur, naturnahes Leben, über die Natur und ihre Phänomene bescheid wissen. „Leben in und mit der Natur“ als Motto.
C.Profis (Züchter), Gärtner, Reiter, Sportler - alle, die sich beruflich mit dem Thema beschäftigen.
So erschließt sich der Bereich Natur auch dem Marketing:
Er ist einer der am besten mit Marketingideen und Strukturen erschlossenen Buchbereiche, beginnend beim Profil der Verlage, der Buchkonzepte, der Aktionsvielfalt und der Präsentation im Handel.
Die Marktführer-Verlage bestätigen das: Sie sind tonangebend im Marketing und der Werbung für die ganze Branche und dokumentieren das auch mit ihrem Profil. GU, Kosmos und BLV sind Synonyme für diesen Bereich geworden.
Beim Kundenprofil A und C spielt bei der Auslebung des Hobbys Geld oft keine Rolle. Das Hobby und die Leidenschaft sind zeitaufwändig und kostspielig. Die Buchbegleitung für die ausgewählten und geliebten Hobbys oder den Beruf stehen mit ihren Buchpreisen häufig in keiner Relation zu den Gesamtkosten der Hobbys. Es handelt sich bei diesem Bereich um eine, wenn richtig geführt, hochrentable Warengruppe mit deutlich positivem Deckungsbeitrag für das Unternehmen.
Dieses klare Profil der Warengruppe kann und sollte sich in der Präsentation im Verkaufsraum der Buchhandlung wieder finden. Zunächst sollten die Bücher nach Sachgebieten geordnet werden: „Natur Allgemein“ mit Einführungen, Bestimmungsbüchern, Bildbänden und repräsentativen Geschenkbüchern.
Weiterhin Garten mit den speziellen Bereichen Gartengestaltung, Blumen und Ziergärten, Bäume und Sträucher, Nutzgärten und Kräutergärten, unterschiedliche Gartentypen wie Balkon und Terrassengärten, Bauerngärten, Gartenteiche, Blumen und Staudengärten u.v.m. Tierbücher- Tierbücher allgemein, Haustiere und Kleintiere (Vögel / Hamster), Hunde, Katzen, Fische, andere Tiere, evtl. Exoten wie Schlangen, Lurche u.a.
Pferdebücher sollten einen eigenen Bereich darstellen. Reiten lernen und Pferdepflege, Pferderassen, Pferdekrankheiten und Bildbände aber auch Berichte über die Arbeit mit Pferden (Pferdeflüsterer, Sachgeschichten, Erlebnisberichte) und die unterschiedlichen Reitarten und Ausbildungsarten (Dressur, Springen, Gespanne fahren, Pferdeausbildung).
Neben der übersichtlichen Regalanordnung bieten sich Aktionstische im Verkaufsraum für diese Warengruppe an. Fast immer liefern die Verlage für Schaufenster- und Innenraumdekorationen attraktives Deko-Material und eine optisch ansprechende Buchauswahl – in der Regel mit Rückgaberecht und informatives Prospektmaterial zum Verteilen an die Kunden.
Entscheidend für den Verkaufserfolg ist sicher das ständige Bereithalten der Basisliteratur für diese Ratgeberbereiche mit den eingeführten Standartwerken. Die Intensiv-Hobby-Menschen sammeln aber auch Bücher und möchten immer auf dem aktuellen Stand des Wissens über ihr Hobby bleiben und suchen und kaufen die aktuellen Bücher zu ihrem Steckenpferd. Daher gehören die attraktiven Neuerscheinungen unbedingt zu dieser Buchgruppe dazu.
Als Geschenkbuch ist diese Warengruppe nicht zu unterschätzen, denn im Familien-, Freundes- Bekannten- und Kollegenkreis ist das Hobby und die Leidenschaft dafür häufig bekannt und dann wird das passende Buch gesucht. Hier wird oft die stärkste Beratung vom Buchhändler gefragt, denn die Käufer kennen sich meist in diesem Gebiet nicht aus und suchen Hilfe.
[bearbeiten] Werbung I: Prospekt Vorwort und Text Umhefter
Für einen Umzug waren für den nächsten Publikumsprospekt ein neues Vorwort und ein Service-Angebot zu schreiben. Im Rahmen meiner Ausbildung im Bereich Werbung habe ich diesen Entwurf vorgelegt, der dann auch eingesetzt wurde.
„Die Alternative
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mit zwei Etagen und über 1000 m² präsentieren wir uns im renovierten und erweiterten Center Park.
Das neue Buchhaus lädt Sie zum Schauen und Stöbern ein.
Lassen Sie sich in den neuen, großzügigen Räumen in die Bücherwelt entführen. Hier können Sie das Einkaufen genießen, zwischendurch in einer Sitzgruppe pausieren und in aller Ruhe Büchern ansehen.
Das was uns immer ausgezeichnet hat, freundliche, persönliche und kompetente Beratung finden Sie auch in dem neuen Geschäft wieder. Die Leserin und der Leser stehen im Mittelpunkt unseres Unternehmens. Für sie sind wir begeisterte Buchhändlerinnen und Buchhändler.
Unsere Büchervielfalt, erweitert um eine umfangreiche Papeterie mit den Schwerpunkten Grußkarten, Geschenkverpackungen und Schreibartikel erwartet Sie.
Aber auch die Bücherwelt für Kinder und Jugendliche ist riesengroß geworden. Hier gibt es für Euch und Sie alles, was das Kinderherz begehrt. Comics, Mangas, Fantasy und Spiele sind nun in einer noch viel größeren Auswahl dazugekommen.
Ich lade Sie herzlich ein, die neue Bücherwelt zu genießen. Schauen Sie rein auf ein Stöberstündchen ...
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Sebastian Burgfeld
Für den Prospekt wurde noch ein Text für den Umhefter 3. Seite (Zweite Innenseite hinten) benötigt:
Unser Service für Sie:
- Großes und übersichtliches Buchangebot
Auf zwei Etagen und über 1000 m²
- Persönliche, Individuelle Beratung
Von freundlichen und kompetenten Buchhändlerinnen und Buchhändlern
- Neu eingerichtete Papeterie
Schreibwaren, Grußkarten und Geschenkverpackungen
- Bestellservice zum nächsten Tag
- Bargeldloses Bezahlen mit EC Karte
- Telefonische Reservierung von Büchern
- Saisonbezogene und aktuelle Aktionen
- Sitzgelegenheit zum Lesen und Ausruhen
- Geschenkideen für viele Anlässe
- Geschenkverpackungsservice
[bearbeiten] Werbung II: Vorwort Hausprospekt
Hereinspaziert, hereinspaziert...
Am 15. September 2008 öffnet eine der schönsten, ansprechendsten und freundlichsten Buchhandlungen in der Region ihre Pforten.
Auf über tausend Quadratmetern und auf zwei Ebenen präsentiert sich eine einladend - großzügige Bücherlandschaft - das neue Buchkaufhaus - im Center Park.
Die ersten drei Tage, vom 15. September bis zum 17. September 2008 haben Sie von 9.30 Uhr bis 20:00 Uhr Gelegenheit, in der neuen Buchhandlung zu schauen, zu stöbern und zu kaufen.
Dazu laden wir Sie herzlich ein.
Vor 30 Jahren hatte Sebastian Burgfeld eine gute Idee. Er gründete die Buchhandlung Burgfeld im Center-Park aus dem im Laufe der Jahre Bücher Burgfeld wurde. Nach kontinuierlichem Wachstum wagen wir jetzt mit der zweiten Generation in unserem Familienunternehmen diesen weiteren großen Schritt in die Bücherzukunft im Center-Park.
Uns kennzeichnet das, was Famlienunternehmen so große Bedeutung gibt, die unmittelbare Nähe zum Kunden. Mein Sohn Stefan Burgfeld, meine Mitarbeiter, von denen Sie viele schon seit Jahrzehnten kennen und ich sind an Ihren Wünschen orientiert. Die direkte persönliche Beratung ist eine unserer Stärken und der unmittelbare Kontakt zu Ihnen, den Buchlesern und Buchkäufern unser entscheidender Wunsch und unser Unternehmensziel.
Bleiben Sie uns, wie in den vergangenen 30 Jahren, weiter gewogen.
Im Eingangsgeschoß des neuen Buchhauses Burgfeld finden Sie eine große Kinder- und Jugendbuchabteilung, die jedes Kinderherz höher schlagen läßt. Auch Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten, Paten und alle, die sich ihre Leidenschaft für Kinder und Jugendbücher erhalten haben, finden hier ein Buchparadies.
Aber alle anderen Leser kommen auch auf ihre Kosten: Übersichtlich und zum Stöbern bereit liegen hier die Bestseller, auch Romane, Krimis, Biografien und ein erheblich ausgebautes Fantasyliteraturangebot, Bücher zu aktuellen Themen, Trendbücher, Bücher zu Fernsehprogrammen , Zeitgeschichte und Politik, Bücher zum Verschenken, Humor, Comics, Mangas und Spiele finden Sie auf dieser Ebene im Center Bücherland. Hier ist auch unsere große Taschenbuchabteilung.
Im Obergeschoß des Buchhauses, die beiden Ebenen sind mit Rolltreppen und einem Aufzug miteinander verbunden, finden Sie unseren neuen, sehr großen Papeteriebereich. Schreibwaren, Geschenkartikel, Stifte, Füllfederhalter, Briefpapier, Geschenkverpackungen, vor allem jede Menge Gruß- und Fotokarten - alles was das Herz begehrt, finden Sie auf dieser Ebene. Hier sind die Bücher zum Thema Reisen und Länder, die Bücher zu Hobby und Wissen, Gesundheit, Körper und Seele, Auto-Motor-Sport und Ratgeber.
Auf dieser Etage können die bestellten und für Sie bereitgelegten Bücher abgeholt werden. Bestellte Bücher liegen in der Regel am nächsten Tag schon zum Abholen bereit. Nutzen Sie diesen schnellen und bequemen Service bei uns.
Bücher bestellen und nach Titeln fragen können Sie an den Infoplätzen in beiden Etagen. Unsere freundlichen und kompetenten Mitarbeiter, die alle Buchhändlerinnen und Buchhändler sind, helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie auch gerne bei Ihrer Buch- und Geschenksuche.
Ich freue mich auf Ihren Besuch in unseren neuen Räumen, seien Sie herzlich Willkommen!
Ihr
Sebastian Burgfeld
[bearbeiten] Wie entsteht ein Buch? Konzept für den Besuch einer Schulklasse in der Buchhandlung
Kurz: Geschichte des Buches
- Im Mittelalter wurden Bücher von Mönchen von Hand geschrieben und kunstvoll verziert. Das dauerte natürlich sehr lange, daher waren diese Bücher sehr wertvoll. Die Mönche schrieben auf Pergament, das aus Tierfellen hergestellt wurde.
- Später wurde auch Papier aus Lumpen hergestellt.
- 1450 erfand Johannes Gutenberg den Buchdruck. Er kam auf die Idee einzelne Buchstaben aus Metall herzustellen. Mit diesen Metallbuchstaben konnte man Wörter und Sätze in einem Rahmen zusammenstellen. Die Buchstaben wurden mit Druckerschwärze eingefärbt und auf Papier gedruckt (Hochdruck).
- Brauchte man die Vorlage nicht mehr, wurden die Buchstaben aus dem Rahmen genommen und wieder in einem Setzkasten auf bewahrt. Für jeden Buchstaben gab es ein Kästchen in dem Setzkasten.
Und so sieht es heute aus
- Der Autor schreibt seine Geschichte auf, heute auf dem Computer, früher meist per Hand oder auf der Schreibmaschine, und schickt diese Geschichte (Manuskript) an einen Verlag.
- Der Programmleiter und der Lektor lesen das Manuskript und entscheiden ob es als Buch verlegt werden soll. Wenn der Verlag das Manuskript nicht annimmt, wird es in der Regel an den Autor zurückgeschickt und der versucht es bei einem anderen Verlag.
- Der Hersteller sucht Schriftart, Schriftgröße und Papierart aus. Später wird er Text und Bild zusammen bringen. Er errechnet auch die Kosten der Herstellung des Buches.
- Das Manuskript geht dann zum Schriftsetzer. Dieser setzt den Text heutzutage auf dem Computer. Früher machte der Schriftsetzer dies mit kleinen Buchstaben aus Blei. Jeden Buchstaben einzeln. Das war ziemliche Arbeit.
- Ein Illustrator bekommt den gesetzten Text und zeichnet dazu Bilder, wenn diese für das Buch vorgesehen sind.
- Ein Korrektor überprüft den Text nach Rechtschreibfehlern.
- Wenn das alles getan ist, geht das Ganze, Text und Bilder, in die Druckerei. Farbige Bilder werden auf Vier-Farbdruckmaschinen gedruckt.
- In der Buchbinderei werden die bedruckten Bögen, gefaltet, gebunden, beschnitten mit einem Umschlag versehen.
- Die fertigen Bücher kommen zunächst ins Auslieferungslager. Das ist eine große, hohe Halle, in der sich riesige Regal befinden, in denen die Bücher gelagert werden. Auf Bestellung werden sie an Buchhandlungen geliefert.
- Der/die BuchhändlerIn stellt die Bücher im Laden aus, bis sie gekauft werden.
Welche „Bucharten“ kennt ihr?
- Taschenbuch
- Gebundenes Buch (Hardcover)
- Bilderbuch
- Schulbuch
- Wörterbuch
- Kinderbuch
- Roman
- Reiseführer
- Krimi
- Sachbuch
Was kannst du in einer Buchhandlung außer Bücher noch kaufen?
- Grußkarten
- Landkarten
- Zeitschriften
- Stifte
- Nonbooks von Coppenrath/Spiegelburg etc.
Kennt ihr Berufe rund ums Buch?
- Buchhändler
- Autor/Herausgeber
- Verleger
- Lektor
- Übersetzer
- Buchillustrator
- Buchbinder
- Bibliothekar
Woher bekommen wir Bücher?
- Wir bestellen beim Verlagsvertreter/Verlag per Post, Fax, telefonisch ...
- Nach ca. 14 Tagen treffen Pakete mit Bücher bei uns ein (Post, Hera, DPD, UPS ...).
- Wir packen die Bücher aus, kontrollieren ob alles dabei ist, was auf der Rechnung steht und nichts beschädigt ist.
- Ist alles okay, werden die Bücher mit Preisen ausgezeichnet und in die Regale eingeräumt oder Tische damit dekoriert.
- Wir können aber auch bei Barsortimenten/Grossisten bestellen, dann sind die Bücher am nächsten Tag bei uns im Laden.
- Diese Bestellungen laufen über den Computer, wir suchen im Beisein des Kunden nach dem Titel und schreiben die Bestellung auf. Früher bekam jeder Kunde einen Bestellzettel mit, auf dem der Name, die Adresse und der Buchtitel vermerkt waren. Damit konnte er dann frühestens am nächsten Tag das Buch abgeholen. Mittlerweile reicht dank neuerer Technik zur Abholung meistens der Name des Kunden.
- Die Kundenbestellungen werden von uns morgens ausgepackt und die Bestellzettel in das entsprechende Buch gesteckt. Danach werden sie alphabetisch nach dem Kundennamen ins Abholfach einsortiert.
- Zweimal im Jahr (Frühjahr/Herbst) kommen Verlagsvorschauen/Prospekte von den Verlagen mit neuen Büchern, die im nächsten halben Jahr erscheinen werden.
- Diese Vorschauen sehen wir uns genau an, denn damit entscheiden wir welche Bücher wir einkaufen möchten.
- Jeder Verlag hat auch einen Verlagsvertreter, bei dem wir bestellen können. Manche kommen in die Buchhandlung und nehmen die Bestellungen der Neuerscheinungen auf. Dabei bestellen wir auch Prospekte zum Mitgeben, Lesezeichen, Tüten, Plakate, Aufsteller und Dekomaterial zu den Büchern.
Wichtiges zum Buch
Jedes Buch hat eine eigene ISBN (Internationale Standard Buch Nummer) die aus 13 Zahlen besteht. Mit dieser Nummer kann ein Buch eindeutig identifiziert werden. Jede Nummer gibt es nämlich nur einmal.
