Abschlussprüfung
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[bearbeiten] Abschlussprüfung
Die Abschlussprüfung für Buchhändler besteht aus dem schriftlichen Teil und der mündlichen Prüfung, offiziell praktische Übungen genannt. Zwischen beiden Prüfungen liegen etwa 6 bis 8 Wochen. Den rechtlichen Rahmen für die Prüfungen regeln die IHKs durch die Prüfungsordnungen.
Die Anforderungen an die Prüfung wurden in den AKA Richtlinien wie folgt formuliert:
- Selbstständiges Planen
- Durchführen
- Kontrollieren
- berufliche Aufgabenstellungen weitgehend selbstständig lösen
In der Aufgabenstellung:
- berufliches Wissen und Können, berufspraktisches Handeln und berufliche Erfahrung sinnvoll miteinander verbinden.
Die Aufgaben sollten:
- problemorientiert
- entscheidungsorientiert
- handlungsorientiert sein.
Drei Kompetenzebenen sollten erreicht werden:
- Fachkompetenz – fachliches Wissen
- Methodenkompetenz – Informationsbeschaffung, Analyse der Problemstellung
- Sozialkompetenz – Kommunikationsfähigkeit
Das Prüfen von Sozialkompetenz ist im fallbezogenen Fachgespräch, dem Fallbeispiel in den praktischen Übungen, abrufbar. Hier sind auch eine angemessene Wortwahl, Durchsetzungsvermögen, Überzeugungskraft und Teamfähigkeit festzustellen.
Merkmal in den praktischen Übungen sind handlungsorientierte Aufgaben mit Situationsvorgaben betrieblicher Situationen, die berufliches Handeln nach sich ziehen. Zur Praxisorientierung gehören Kundengespräche, Rechnungen erstellen, Bibliografieren, Bestellwesen, Wareneingang, WWS und Marketing.
Adressorientiert prüfen heißt, dass der Prüfling als handelnde Person direkt angesprochen oder mit einem „Rollenspiel“ mit fiktiven Personen als Prüfungsebene befragt wird.
Ein aktivitätsorientierter Handlungsauftrag an den Prüfling verlangt: planen, durchführen, kontrollieren, vorschlagen, beurteilen, entscheiden.
Der Stoff dazu kommt aus den Bereichen: Buchangebot für Kunden, Buchpreisbindung, Mahnwesen, Autorenlesung, Öffentlichkeitsarbeit, Tag des Buches, Auswerten der Branchenpresse.
Diese Anforderungen signalisieren nicht nur die Richtung, in der geprüft wird, sondern lassen auch viele Fähigkeiten erkennen.
[bearbeiten] Tipps zum Endspurt
Die entscheidende Phase vor der Prüfung beginnt mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung, für die „Sommerprüfung“ im Januar, für die „Winterprüfung“ im Juli. Spätestes von diesem Zeitpunkt an sollten Sie systematisch die letzte Phase der Ausbildung vor der Prüfung zielstrebig nutzen.
Dazu 10 Tipps:
- Zeitplan festlegen: Termine erfragen; Schriftliche Prüfung: November oder Mai, Abgabetermin des Berichtsheftes; Leseliste; Mündliche Prüfung ca. Januar/Februar oder Juni/Juli.
- Unterlagen durchsehen: Berufsschulordner, Notizen aus dem Betrieb, Seminarunterlagen, Lehrgang „Überbetriebliche Ausbildung“ u.ä., systematisieren und übersichtlich ordnen.
- Unterlagen ergänzen und Fehlendes besorgen, fehlende Unterlagen kopieren, Lücken schließen, Azubi-Kolleginnen(en) ansprechen, eventuell Berufsschullehrer und den Ausbilder fragen. Berufsschulunterricht und den „Innerbetrieblichen Unterricht“ zum Fragen und Klären von „Unverstandenem“ nutzen.
- Literatur beschaffen, Handbibliothek zusammenstellen, Internetquellen notieren.
- Berichtsheft (Ausbildungsnachweis) schnellstmöglich aktualisieren.
- Ausbildungsordnung bereitlegen und als Stoffkatalog benutzen
- Was wurde in der letzten schriftlichen Prüfung gefragt? Prüfungsfragen besorgen.
- Was wurde in der letzten mündlichen Prüfung gefragt? Azubis und Kollegen fragen, Fragestellungen und Themen aufschreiben lassen. Informationen über den Prüfungsausschuss besorgen. Gibt es erkennbare Wiederholungen, Lieblingsthemen, Eigenheiten?
- Detailplan aufbauen: Wann lerne ich was; Zeitachsen festlegen, Pausen, Erholung und Belohnungen einplanen. Urlaub rechtzeitig planen, Über- und Mehrstundenabbau zur Prüfungsvorbereitung nutzen
- Die Woche vor der schriftlichen Prüfung zum Wiederholen reservieren, die letzten beiden Tage vor der Prüfung entspannen und ausruhen. Das gilt dann auch für den Vorlauf zur mündlichen Prüfung.
Wer sich strategisch und taktisch, inhaltsorientiert richtig vorbereitet hat, kann sehr sicher in die Prüfung gehen. Übrigens: Die Quote der Gescheiterten ist minimal.
[bearbeiten] Schriftliche Prüfung
Die schriftliche Prüfung ist in den Prüfungsbereichen Buchhandel, Arbeitsorganisation und Rechnungswesen sowie Wirtschaftslehre und Sozialkunde durchzuführen.
Die Anforderungen in den Prüfungsbereichen sind:
1. Prüfungsbereich Buchhandel
In höchsten 180 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten. Er soll dabei zeigen, dass er fachliche Zusammenhänge versteht sowie das Leistungsangebot des Buchhandel nach qualitativen Kriterien beurteilen kann. Hierfür kommen ins besondere folgende Gebiete in Betracht:
a. Das Angebot des Buchhandel
b. Marketing
c. Beschaffungsorganisation und Warenwirtschaft
d. Rechtsgrundlagen
Der jeweilige Schwerpunkt ist insbesondere bei folgenden Gebieten zu berücksichtigen:
I. Sortiment: Schwerpunkt bei den Gebieten Einkauf, Verkauf und Lager.
II. Verlag: Schwerpunkt bei den Gebieten Herstellung und Verlagswirtschaft.
III. Antiquariat: Schwerpunkt bei den Gebieten Einkauf, Verkauf, Bibliografie.
2. Prüfungsbereich Arbeitsorganisation, Rechnungswesen
In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus folgenden Gebieten bearbeiten und dabei zeigen, dass er Zusammenhänge versteht und Ergebnisse des Rechnungswesens darstellen uns anwenden kann:
a. Arbeitsorganisation
b. Informations- und Kommunikationssysteme
c. Buchführung und Zahlungsverkehr
d. Kosten und Leistungsrechnung, Controlling
3. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus der Berufs- und Arbeitswelt bearbeiten und dabei zeigen, das er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.
Es gibt eine Gewichtung (Raster) innerhalb der Aufgabenbereiche. Zur optimalen Vorbereitung ist deren Kenntnis ganz sinnvoll. Wir haben sie hier festgehalten:
01 Der Ausbildungsbetrieb: Aufgabenanteil ca. %: 10
02 Gegenstände des Buchhandels: Aufgabenanteil ca. %: 10
03 Marketing: Aufgabenanteil ca. %: 20
04 Einkauf: Aufgabenanteil ca. %: 15
05 Beschaffungsorganisation im Buchhandel: Aufgabenanteil ca. %: 15
06 Absatz: Aufgabenanteil ca. %: 15
07 Verlagswesen: Aufgabenanteil ca. %: 10
08 Bibliografie und Recherche: Aufgabenanteil ca. %: 5
Gesamt: 100%
Buchhandel / Schwerpunktaufgaben /Fachbericht
01 Literaturteil: Aufgabenanteil ca. %: 30
02 Schwerpunkt I. Sortiment: Aufgabenanteil ca. %: 70
03 Schwerpunkt II. Verlag: Aufgabenanteil ca. %: 70
04 Schwerpunkt III. Antiquariat: Aufgabenanteil ca. %: 70
Gesamt: 100%
Arbeitsorganisation und Rechnungswesen
01 Arbeitsorganisation
Arbeitsabläufe und Arbeitstechniken: ca. 5% Aufgabenanteil
Informations- und Kommunikationssysteme, Datenschutz und Datensicherheit: ca. 10% Aufgabenanteil
02 Rechnungswesen und Controlling
Buchführung und Zahlungsverkehr: ca. 40% Aufgabenanteil
Kosten- und Leistungsrechnung: ca. 30% Aufgabenanteil
Planungsrechnung und Controlling: ca. 15% Aufgabenanteil
Gesamt: 100%
Wirtschafts- und Sozialkunde
01 Grundlagen des Wirtschaftens: ca. 5% Aufgabenanteil
02 Rechtliche Rahmenbedingungen des Wirtschaftens: ca. 20% Aufgabenanteil
03 Menschliche Arbeit im Betrieb: ca. 30% Aufgabenanteil
04 Steuern: ca. 5% Aufgabenanteil
05 Markt und Preis / Wirtschaftsordnung: ca. 20% Aufgabenanteil
06 Grundzüge der Wirtschaftspolitik in der sozialen Marktwirtschaft: ca. 20% Aufgabenanteil
Gesamt: 100%
In der Vorbereitung zur schriftlichen Prüfung raten wir nach dem Lernen, Üben und Trainieren, die Prüfungen in „Echtzeit“ zu lösen. Sie müssen ein Gefühl für die Zeit bekommen, die Sie in der Prüfung zur Verfügung haben. Trainieren Sie auch das Schreiben von Fachaufsätzen „zur Probe“. Nutzen Sie Klassenarbeiten dazu oder schreiben Sie Monatsberichte für ihren Ausbildungsnachweis und verstehen Sie das als Test für den Prüfungsteil, der als Fachbericht erwartet wird. Ohne Zweifel, gilt hier der alte Spruch: „Übung macht den Meister“.
Hören Sie am Tag der Prüfung bei der Einführung in die schriftliche Prüfung genau zu. Lesen Sie bei der Prüfung erst die gesamte Aufgabe durch - und lesen Sie genau. Manchmal kann Sie das Erkennen des Zusammenhangs leichter zu einer Lösung und zum Ziel führen.
Wichtig: Lösen Sie erst die Aufgaben, die Sie schnell und zügig lösen können. Halten Sie sich nicht mit Aufgaben auf, die Sie auf Anhieb nicht verstehen. Sie haben zum Ende der Prüfung möglicherweise noch mal Zeit, sich mit den Ungelösten zu beschäftigen. Wenn Sie nicht fertig werden, kreuzen Sie im letzten „unvollendeten Teil“ die Lösungen wahllos an. Vielleicht haben Sie ja Glück und Zufallstreffer gelandet. Es zählt, was richtig angekreuzt ist, egal ob geraten oder gewusst.
Stoffkataloge und Aufgabensätze gibt es beim U-Form-Verlag in Solingen.
[bearbeiten] Mündliche Prüfung
Offiziell heißt die mündliche Prüfung „Praktische Übungen“. An deren Ende wird eine „Eindrucksnote“ vergeben. Das bestätigen erfahrene Prüfer, souveräne Lehrer, alte Psychologie-Hasen und alle, die sich lange mit mündlichen Prüfungen, in unseren Fall mit den „Praktischen Übungen“ beschäftigt haben. Und das sollte man bei der Vorbereitung wissen. Ob man hinterher so genau weiß, was Sie wirklich gesagt haben, steht in den Sternen.
Also der Eindruck zählt, auch der Äußere. Tragen Sie bequeme Kleidung, die Ihnen steht, in der Sie sich wohl fühlen und mit der Sie natürlich beeindrucken. Alte Jeans, defekte Schuhe; kurz ungepflegt sollten Sie nicht zu den „praktischen Übungen“ kommen. Und „Sex sells“, aber nicht bei diesem Auftritt!
Sie werden freundlich begrüßt, halten Sie den Personalausweis bereit. Aber manchmal kennt Sie ja auch ein Ausschussmitglied und dann erspart man sich die Kontrolle.
Im Prüfungsbereich „Praktische Übungen“ soll der Prüfling eine von zwei ihm zur Auswahl gestellte praxisbezogene Aufgaben aus den Gebieten kundenorientierter Kommunikation, Produkte und Dienstleistungen bearbeiten. Grundlage für die Erstellung der praxisbezogenen Aufgaben durch den Prüfungsausschuss sollte der von dem Auszubildenden geführte Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) sein. Damit soll sichergestellt werden, dass die Aufgaben die betriebliche Praxis reflektieren. Die Bearbeitung der dargestellten Handlungssituation durch den Prüfling soll die Problemlösungskompetenz und die Bewertung komplexer Sachverhalte erkennen lassen. Der Schwerpunkt liegt auf der kundenorientierten Handlungsweise: Das Hineinversetzen in die Lage des Kunden und die individuelle, bedarfsgerechte Problemlösung.
Ihnen werden zwei schriftliche Aufgaben vorgelegt, nach dem Lesen können Sie entscheiden und eine davon auswählen. Lassen Sie sich mit der Wahl Zeit, lesen Sie genau, versuchen Sie ganz schnell herauszufinden, welche Aufgabe ihnen wirklich liegt und überlegen Sie noch mal genau. Es ist an diesem Tag Ihre wichtigste Entscheidung. Mein Eindruck als Beobachter in einem Prüfungsausschuss ist: Hier wird zu schnell entschieden. Keiner hetzt Sie. Von dieser Entscheidung hängt es ab, ob Sie 15 Minuten später ein Feuerwerk abbrennen.
Denn jetzt haben Sie 15 Minuten Zeit, über die ausgewählte Aufgabe nachzudenken und sich dann, auch mit Notizen, auf die 20 Minuten dauernde Prüfung vorzubereiten.
Tragen Sie Ihren „Vortrag“ eloquent, strukturiert und systematisch vor. Überzeugen Sie einfach. Wenn Sie sprechen, kann kein anderer Fragen stellen oder Sie von Ihrem „roten Faden“ abbringen. Behalten Sie das Heft in der Hand. Für 20 Minuten muss das gehen. Das kann man schon lange vorher üben. Im innerbetrieblichen Unterricht, bei Wiederholungsfragen, beim Training zur Vorbereitung der Prüfung.
Was soll im Prüfungsgespräch als Ergebnis erkennbar werden?
Kommunikative Fähigkeiten im Umgang mit dem Kunden und die soziale Kompetenz, die im Zusammenhang mit der Bewältigung der fachlichen Anforderungen wirksam wird, und der eine entsprechende Bedeutung beigemessen werden soll.
[bearbeiten] Fragenkatalog zur mündlichen Prüfung mit Lösungsvorschlägen
Einige Stichworte zum Prüfungsgespräch:
Höchstens 20 Minuten Dauer, Auswahl zwischen zwei Fragenkomplexen, 15 Minuten Vorbereitungszeit. Unter betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtpunkten kundenorientiert handeln. Hierbei ist der vereinbarte Schwerpunkt zu berücksichtigen (Sortiment, Verlag, Antiquariat). Intention der Neuorientierung der Ausbildung- und der Prüfungsordnung von 1998 ist die Kundenorientierung.
Gefragt ist nach den kommunikativen Fähigkeiten im Umgang mit den Kunden, die soziale Kompetenz und die fachlichen Anforderungen.
- Beschreiben Sie den Weg der Ware vom Wareneingang bis zum Abholfach (mit Kundenbenachrichtigung)
Lösungsvorschlag:
Kontrolle im Wareneingang, Avis, auspacken, Kontrolle der Lieferung, Beschädigung?
Vollständigkeit, Einbuchen ins WWS (Titel, Anzahl, Menge, Konditionen, WG, Kunde), Etikett drucken, auszeichnen, fürs Abholfach bereitlegen, einräumen, Kunden benachrichtigen, bei Abholung an der Kasse ausbuchen, Prospekt und Give Away für Kunden.
- Besorgungsservice bei nicht lieferbaren und vergriffenen Titel
Lösungsvorschlag:
Vormerken beim BS oder Verlag, Suche über ZVAB, Suche bei Amazon, Suche bei Erfa-Gruppenmitgliedern, Suchanzeige im Börsenblatt. Auswahlangebot an den Kunden, Angebotspreise prüfen. Kunden informieren.
- Woran orientiert sich ein Buchhändler bei der Einkaufspolitik?
Lösungsvorschlag:
Einkaufsetat, Rentabilität, vorhandener Platz, Aktualität, Unternehmensprofil, Kundenstruktur, Sortimentsschwerpunkte, Werbeplan.
- Welttag des Buches – Ein Marketingkonzept vorstellen
Lösungsvorschlag:
Konzept mit den Einzelbereichen Informationsbeschaffung und Kooperationsplanung:
Unterlagen und Angebote des Börsenvereins, Kooperation mit Verlagen prüfen, „Ich schenk dir ein Buch“-Titel einkaufen, weitere Kooperationspartner suchen, (Bibliothek, Schulen, Kindergärten, Banken, Kulturinstitutionen).
Planung:
Zielgruppe, Partner, Budget, Thema, Programm, Veranstaltung, Ort, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung - Checkliste erstellen, Konzept formulieren.
Vorbereiten:
Evtl. Raum mieten, Mitarbeit klären, Personalplan, Verantwortung, Hand- oder Infozettel, Presseinfo, alles zusammenstellen, was gebraucht wird:
Bücher zum Thema bestellen, Infomaterial- Prospekte, Plakate, Give Aways, evtl. Getränke, Sitzgelegenheiten, Bistrotische u.a.
Durchführen:
Die Vorbereitungen realisieren, Gäste begrüßen, Programm umsetzten, Ablauf sichern, mit positiver Stimmung zum Ende bringen.
Nachbearbeitung:
Bedanken, Aufräumen, Kritikgespräch und Verbesserung, Checkliste ergänzen.
- Inventurorganisation und Auswertung. Beschreiben Sie die Schritte von der Vorbereitung bis zur Abgabe im Rechnungswesen oder beim Steuerberater. Wie entstehen Inventurdifferenzen?
Lösungsvorschlag:
Checkliste zur Vorbereitung:
Termin festlegen, Arbeitszeit festlegen, Urlaubssperre, Aushilfen suchen, Arbeitsgruppen einteilen, Aufnahmelisten vorbereiten, Regale beschriften, Getränke besorgen, Essen bestellen, Staublappen und Putzlappen, Staubsauger bereitstellen, Kugelschreiber besorgen, Pausenregelung zur Inventur. Wer geht ans Telefon und bedient Kunden?
Durchführung der Inventur:
Gruppen einteilen, Arbeitsblätter, Arbeitsbereiche einteilen, Kugelschreiber benutzen, Korrekturhinweise/Streichungen, Dokumentensicher, Zweierteams, Ansagen, Ausfüllen der Inventurlisten, die gesamten Waren werden aufgenommen – Verkaufslager, Ersatzlager, ausgelagerte Bücher, schwimmende Ware, Remittenden, die noch nicht gutgeschrieben wurden.
Bezugs-Jahrgänge berücksichtigen, Spalten, Prozent-Abschläge, durchnummerierte Seiten, Listen unterschreiben: weitere Hinweise
Nachbearbeitung der Inventur:
Addition der Zeilen, Addition der Listen, Anlegen von Summenblättern, Abschlagsberechnung, Systematische Ablage im Inventurordner, Aufbewahrung 10 Jahre mit den Bilanzunterlagen, Auswertung für die Buchhaltung und die Bilanz, Konsequenzen für die Handelsspanne und Rentabilität des Unternehmens, Aufbau der Zahlen nach Warengruppen, Weitere Auswertungen: Warengruppenanalyse, Altersstruktur des Lagers, Konsequenzen für den Einkauf, Strukturanalyse, Prüfung von Inventurdifferenzen: Fehlerhafte Inventuraufnahme und Ausrechnung, Diebstahl, Schwarzentnahmen, ungenauer Wareneingang, fehlende Wareneingangskontrolle, „Schwimmende Ware“ vergessen, Abgrenzungsfehler bei Debitoren- und Kreditorenrechnungen, Ansichtssendungen an Kunden, Remittenden an Verlage zurückgeschickt - aber nicht gutgeschrieben, Fehler im WWS und Fehler im EDV- Inventurmodul.
- Auswertung der Branchenpresse zu Themen wie E-Books, Friedenspreis, Buchmessen und andere aktuelle Themen
Lösungsvorschlag:
E-Book- Leserverhalten, Preisbindung, Hardware im Buchhandel, Bezug der Software, Beratungskompetenz, Umsatzgröße, Rentabilität, Stationärer Buchhandel, Einfluss auf Warengruppen: Fachbuch, Sachbuch, Belletristik, Taschenbuch, Jugendbuch. Erfahrung aus der Musikbranche, Systemfragen.
Friedenspreis: Amseln Kiefer (2008) bildender Künstler, geteilte Auffassung in der Branche, Bedeutung des Künstlers, Rede des Vorstehers, Presseecho.
Buchmessen – Internationale Bedeutung, Größe, Vielfalt, Medienresonanz, Lizenzen, Autorenpräsentation, Brancheninterne Kommunikation, Publikumsresonanz.
- BAG in der Krise: Bricht der buchhändlerische Zahlungsverkehr zusammen?
Lösungsvorschlag:
Neuer Start für die BAG, neue Firma, neue Gesellschafter, neue Kontrolle, arbeits- und zahlungstechnische Abwicklung wie bisher. Nach wie vor entscheidende Rationalisierungsmöglichkeit im Zahlungsverkehr der Buchbranche: Eine Zahlung, eine Buchung, Sammelrechnung, Skonto, Übersicht, Zahlung auch in fremden Währungen möglich
- Bücher wachsen nicht auf Bäumen: Eine Unterrichtsstunde in der Grundschule zur Arbeit im Verlag und Sortiment
Lösungsvorschlag:
Unter Artikel Berichtsheft 4.40 „Wie entsteht ein Buch“ Bücher wachsen nicht auf Bäumen.
- Reise: Eine Warengruppe mit Zukunft oder Überrollt die Informationsflut im Internet den Reiseführermarkt?
Lösungsvorschlag:
Reiseführer mit haptischem Charakter, bequem zum Mitnehmen, kann bei der Anreise im Zug oder Flugzeug und bei Wartezeiten gelesen werden. Vor Ort schnelle und unkomplizierte Information, passt in die Tasche, Auswahl der Reihe berücksichtigt die Ansprüche des Nutzers: freizeitorientiert, kunstorientiert, alternativ, auf Individualreisen abgestellt.
- Konditionenengpass im Bereich Recht, Wirtschaft, Steuern: Mit welchen Büchern und Produkten kann ich die Rentabilität dieser Warengruppe stabilisieren oder verbessern. Wie halte ich meine Kunden bei der Stange? (Fortsetzungen und Zeitschriften sind Rabattkürzungen unterworfen)
Lösungsvorschlag:
Buchangebot Organisation und Personalwesen, Rechnungswesen und Insolvenzrecht verstärken. Neue Softwarebereiche anbieten, Bibliothekspflege, Ergänzungslieferungsservice, Literatursuche, Ankauf nicht mehr gebrauchter Bücher, Verstärktes Marketing und Beratung, Zustellservice, zuverlässiges Vormerksystem, kompetente Mitarbeiter durch Mitarbeiterschulung.
- Wandern ist eine Mode-Erscheinung: Stellen Sie zwei Wanderführer-Reihen vor. Beschreiben Sie die Buchtypen, die Zielgruppe und das Marketing. Nennen Sie Regionen, für die Wanderführer eine Informations-Bedeutung haben
Lösungsvorschlag:
Rother Wanderführer; Outdoor Stein Verlag; Kompaß Wanderführer; Wandern und Erleben, Bruckmann; DuMont aktiv.
Profiwanderer als [Zielgruppe – Streckenwandern, Konditionsherausforderungen, unerschlossene Bereiche.
Hobby-Wanderer als Zielgruppe – erschlossene Gebiete, Sicherheitsvermittlung, Familienwandern, Gruppenwandern, als Freizeit-Vergnügen, zur Geselligkeit.
Marketing Ansprache bei Rother: Erfahrene Wanderer, anspruchsvolle Touren, Bergwandern, Kompetenzanspruch; Ansprache bei Kompaß: Freizeitwanderer zum Vergnügen, leicht zu „bewandernde Gebiete“, unkompliziert, breite Ansprache, leicht verständliche Prospekte, Selbstbedienungsorientiert durch Angebotsbündelung; Reiseführer, Wanderführer, Radführer und Karte.
Regionen Eifel, Hunsrück, Bayerischer Wald, Schwarzwald, Steg-Wandern, Sauerland, Schwarzwald, Odenwald, Lüneburger Heide, Harz.
- Beschreiben Sie den Ablauf eines Vertreterbesuchs von der Vorbereitung bis zur nächsten Terminabstimmung
Lösungsvorschlag:
Vorbereitung: Verlagsvorschauen durchsehen, Werbemittelbestellung bearbeiten, Überblick über Veranstaltungsangebot und Autorenlesungen verschaffen, Lageraufnahme vornehmen oder Infos aus dem WWS, Remittenden aufnehmen, Backlist prüfen und Aufträge vorbereiten, Lagerergänzungen bearbeiten (Taschenbuch), Leseexemplare durchsehen und lesen, Mitarbeiter und Kollegen nach Leseerfahrungen befragen, Reklamation, Probleme aufschreiben, Rechnungskopien bereitlegen, Endkontrolle und evtl. fehlende Unterlagen ergänzen.
Ablauf des Vertreterbesuchs: Bestellen der Novitäten, Bestellen der Backlist, Remissionen, Reklamationen, Besprechen der Aktionen und gemeinsamen Projekte, Bestellen der Werbemittel, Konditionen festlegen: Rabatte, Partien, Zahlungsmodalitäten wie Valuta 60 Tage, besser 90 Tage, Skonto, BAG. Vorkasse, Bankeinzug, portofreie Lieferung, ersatzweise Freistücke nach Wahl oder Gutschrift. Lieferung über Bücherwagendienste, Gewichtsgrenzen (20 kg). Regelung über Palettenanlieferung, neuen Gesprächstermin abstimmen.
Nach dem Einkauf: Remittenden an den Verlag senden, Ablage der Unterlagen, Termine notieren, Mitarbeiter die betroffen sind informieren.
- Nach einer Renovierung/Umbau haben Sie die Aufgabe, den Bereich Kochen/Backen neu einzurichten. Wie bauen Sie die Warengruppe auf? Welche Titel sind ihnen wichtig, wie beschreiben Sie die verschiedenen Käufergruppen und Kaufimpulse. Welche Werbe- und Verkaufsmaßnahmen ergreifen Sie?
Lösungsvorschlag:
Einkaufs- und Werbebudget festlegen, vorgesehene Regale ausmessen, Anzahl der unterzubringenden Bücher errechnen, Titelzahl festlegen, im WWS Verkaufslisten durchsehen, Kundenprofile ermitteln, Anlässe zu Kaufimpulsen herausfinden, Verlagsvorschauen durchsehen, Grundsortiment festlegen, Aktionen in Zusammenarbeit mit den Verlagen vorbereiten, Presseinformation, Prospektwerbung, Titel herausstellen und bewerben, Regionale Küche berücksichtigen, Koch aus dem Spitzenrestaurant am Ort einladen, etwas kochen und anbieten lassen. Erste Korrekturen nach den ersten drei Tagen. Umsatzkontrolle, Ergänzen und Nachbestellen. Aktionstitel prüfen. Nach vier Wochen Umsatzkontrolle in der Warengruppe. Korrekturen vornehmen, Trends verstärken.
- Optimaler Einkauf: Beschreiben Sie den Weg vom Bestellimpuls bis zum Betriebsergebnis mit dem Schwerpunkt betriebswirtschaftlicher Konsequenzen für das Unternehmen
Lösungsvorschlag:
Einkauf mit Jahreskonditionen, Vertreterrabatt, Reizpartiestücke, verbesserte Handelsspanne; lange Zahlungsziele mit Valuta und Skonto; portofreie Lieferung, bedarfsgerechte Menge, schneller Abverkauf, „junge“ Altersstruktur des Lagers, Kapitalbindung gering, Liquidität erhalten, Skontozahlung, wenig Bankzinsen (da nicht zwischenfinanziert), Ziel: hohe Rentabilität; Konsequenz: verbessertes Betriebsergebnis
- Wie arbeitet eine EDV-gestützte Warenwirtschaft?
Lösungsvorschlag:
Hardware: Zentraleinheit Server, Bildschirm, Tastatur, Drucker, Scanner, Etikettendrucker, Modem.
Software: Warenwirtschaftssystem mit den Modulen: Wareneingang, Bestellwesen, Bibliografieren, Bestandsführung, Fortsetzungen, Zeitschriften, Kundendatei, Lieferantendatei, Abholfach, Kassenabwicklung, Filialanbindung, Schnittstelle zum Rechnungswesen, Inventurmodul, Statistik, Schnittstelle zu MS–Office für Word, Excel, Outlook und Power Point. Das System arbeitet dann vom Bestellimpuls bis zum Abverkauf an der Kasse.
- Welche Rabattarten gibt es, wo finden sie ihre Anwendung?
Lösungsvorschlag:
Grundrabatt, Vertreterrabatt, Messerabatt, Aktionsrabatt, Einführungsrabatt, Jahresrabatt, Barsortimentsrabatt, Pressegrosso-Rabatt, Taschenbuchrabatt, Hardcoverrabatt, Fortsetzungsrabatt.
Normale Bestellung, Vertreterbesuch, Messeeinkauf, Jahresabschluss, Bestellung von Loseblatt- und Fortsetzungswerken, Aktionseinkauf, Einrichtung neuer Bereiche.
- Welche Bedeutung hat die Zusammenarbeit einer Buchhandlung mit dem Barsortiment?
Lösungsvorschlag:
Schneller, rationeller Einkauf von einem zum anderen Tag. Zugriff auf ca. 400.000 Titel, Kundenservice, schnelle Lagerergänzung, Lieferung zum Grundrabatt, kostengünstige Abwicklung von Kleinbestellungen, Bündelung, Zustellpauschale, Jahresbonus, Bibliografienutzung, andere EDV-Leistungen, Bücherwagendienst, Monatsrechnung, Remissionsquote, Warengruppenpakete, Nonbooks und buchaffine Produkte, Wein und Tee, Wareneingangsteuerung, Schulbuchsteuerung, ökologisch sinnvoll durch Pendeltransportwannen, Bündelung in der Warenanlieferung durch Verlegerbeischlüsse, feste Anlieferungszeiten.
- Welche Dienstleistungen bieten die Verlagsauslieferungen den Verlagen an?
Lösungsvorschlag:
Buch- und Medienversand im Auftrag des Verlages, Informations- und Kommunikationstechnik (I.u.K. oder IT): Bestellwesen Online mit dem Verlag und den Verlagsvertretern, Projektplanung und Vorbereitung, Einkauf, Produktion, Buchkalkulation, Auftragsabwicklung, Abrechnung. Weiterhin Auftragsbearbeitung, Reklamationsbearbeitung, komplettes Rechnungswesen, Logistikabwicklung, Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung, Mahnwesen, Inkasso und Kundenservice,
Auftragannahme, Kundenbetreuung. Im Serviceangebot sind Datenaustausch, Parkmodelle, Sendungsverfolgung, individuelle Anlieferungsrichtlinien, Bündelung von Backlist und Novitäten, Aboverwaltung, Titelstammanlage und Titelpflege. Es werden aber auch Druckaufträge für die Verlage im Ausland (China, Südostasien) betreut, der Transport dazu und die rechnerische Abwicklung. Die Prozesskette von der Bestellannahme bis zum Zahlungseingang ermöglicht den Verlagen die Konzentration auf das Kerngeschäft.
- Sie erarbeiten ein Konzept für die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Presse in einer Sortimentsbuchhandlung. Welche Schwerpunkte setzten Sie? Wie soll sich das Kommunikationsnetz darstellen?
Lösungsvorschlag:
Unter Berücksichtigung des Unternehmensprofils Erarbeitung eines Konzepts. „Wir über uns“: Erstellung einer Imagekampagne. Schwerpunkt: Kunde im Mittelpunkt, Angebotsvielfalt, Servicestärke, Aktionsorientiert, Geschenkservice, auch als Versand möglich, buchaffine Produkte und Nonbooks, Wein und Tee.
Medienansprache: Tagespresse, Anzeigenblätter, Lokalfunk, Kulturamt, Branchenpresse, Lokale Info-Agentur, freie Journalisten und Fotografen im Verteiler. Daten mit Ansprechpartner, Mail-Adresse, Telefon, Fax, Handy Redaktionsschluss kennen. Presseinfo schreiben, Pressegespräch vorbereiten, dazu einladen und durchführen, Hintergrundgespräche, auch vertraulich führen, Journalisten und Fotografen zur Veranstaltung einladen, Fototermin ermöglichen, Bei Lesungen und Signierstunden Gespräch mit dem Autor ermöglichen, eventuell auch individuelle Gespräche. Presseartikel sammeln, auf die Homepage als Archiv setzten, Kontakt zum Pressenetzwerk halten.
- Die Autorenlesung: Von der ersten Idee bis zur Abreise des Autors. Was muss ich beachten, welche Aufgaben sind zu erledigen?
Lösungsvorschlag:
Autorenwahl durch Kunden, Mitarbeiter und Aktualität, Regionaler Bezug? Kontakt über den Verlag, Termin, Raummiete oder Verkaufsraum, Kooperationspartner, Kosten klären, Beteiligung vom Verlag, von Sponsoren und Kooperationspartnern, alles festzurren, PR-Plan, Plakate, Handzettel, Presseinfo, Kunden anschreiben, Homepage nutzen, Anzeigen entwerfen
und disponieren. Bücher bestellen, Autorenfoto, eventl. Sonderprospekt, Verlagsprospekt anfordern.
Regelung der An- und Abreise des Autors, Hotelzimmer buchen, Ablauf des Abends mit Mitarbeitern und dem Autor besprechen, Bestuhlung, Tisch, Beleuchtung (Lampe), Getränke, Raum mit Plakat und/oder Foto dekorieren, entl. Firmenschild aufstellen. Begrüßung und Vorstellung des Autors, Lesung ungestört „ablaufen“ lassen.
Bedanken, Signiermöglichkeit, Bewirtung des Autors, Rückkehr zum Hotel sichern.
Nachbereitung: Dankschreiben an Autor, Information mit Presseartikeln an Verlag, bei Kooperationspartnern bedanken, Rückmeldung von Kunden, Kritikgespräch, Checkliste ergänzen.
Siehe auch unter Berichtsheft, 4.3 Autorenlesung.
- Ratgeber Natur – eine bedeutende Warengruppe. Mit welchen Zielgruppen habe ich im Verkauf für diesen Bereich zu tun? Entwickeln Sie für die Gruppen ein Marketingkonzept
Lösungsvorschlag:
Siehe unter Stichwort Berichtsheft, 4.37 Warengruppe Natur.
- Die jährliche Inventur ist zwingend. Beschreiben Sie die Vorbereitung und den Ablauf, die Ausrechnung und welche Bedeutung die Inventur auf das Betriebsergebnis hat. Gibt es Konsequenzen aus der Inventur für die künftige Steuerung der Buchhandlung?
Lösungsvorschlag:
Teillösungen bei Frage 5 mit Lösungsangebot
Weitere Lösungshinweise finden Sie unter Inventur und unter Berichtsheft, 4.26 Optimaler Einkauf.
- Schulbuch bringt hohen Umsatz, viel Frequenz und viel Arbeit. Wie kann ich den Schulbuchverkauf optimal organisieren:
a. Für Einzelbesteller im Verkauf
b. Für Sammelbestellungen von Schulvereinen
c. Für öffentliche Aufträge der Schulen (Stadt)
Was muss bei der Berechnung berücksichtigt werden? Wo und wie sind die Lieferkonditionen geregelt.
Lösungsvorschlag:
Regelung im Buchpreisbindungsgesetz, EU-weite Ausschreibungen von Schulbuchaufträgen der öffentlichen Hand.
a. Titellisten in den Schulen besorgen oder auf der Homepage der Schule Schauen – nach erwarteten Schülerzahlen fragen.
Als Bestellung beim BS, als Bestellung zum Schulbuch-Erst-Verlagsauftrag
mit Sonderkonditionen und Anteil Rückgaberecht, Meldenummern bei Schulbüchern beachten. Wer bis zu Ende der ersten Ferienwoche bestellt, Abholung ab der 4. Ferienwoche.
Alternative: BS Bestellung zum nächsten Tag, Entzerrung, bei geringerem Rabatt – BS Schulbuchrabatt häufig unter dem Grundrabatt des Verlags, dafür kein Lagerrisiko, Kunden werden schnell bedient.
Weitere Alternative: Schulbücher am Lager – Lagerbestellung beim Verlag mit Rückgabequote – dann vom Lager verkaufen, hier Selbstbedienung möglich – kein Bestellaufwand – schneller Barumsatz.
b. Müssen zum Ladenpreis verkauft werden – kein Nachlass möglich. Info-Blätter bei der Rechtsabteilung des Börsenvereins.
c. Heute in den großen Städten „Bietverfahren“, in kleinen Orten Vergabe jährlich im Wechsel (unter 100.000 EUR), Nachlass nach den Regeln der Preisbindung.
Zur Organisation: Listen und Exceldateien anlegen, Turnhalle oder Schulräume in den Ferien zur Bearbeitung nutzen. Aushilfen engagieren Rechnungen klassenweise schreiben, Anlieferung Klassenweise. Reklamationen unkompliziert abwickeln. Bei „Auslagerung“ kann der Ladenbetrieb ungestört weiterlaufen.
Lernhilfen und Lektürehilfen im Laden anbieten, ebenso wie Schreibwaren und gewünschte Hefte, Schutzumschläge für Schulbücher, Ordner, Mappen, Blocks.
- Welche Rechtsgrundlage hat die Preisbindung in Deutschland, was beinhaltet sie? Welche unterschiedlichen Preise sind möglich und zulässig? Diskutieren Sie das für und wider der Preisbindung. Welche Konsequenzen hat die Aufhebung der Preisbindung.
Lösungsvorschlag:
Konsequenzen zur Aufhebung:
These: Kein globaler Buchmarkt, sondern Grundmärkte, die sich unterschiedlich im Bezug auf die Preisbindung verhalten:
1. Publikumsmarkt
2. Special-Interest Markt
3. Fachmarkt und
4. Bildungsmarkt.
Die aktuellen Bestseller machen den Mittelpunkt im „Preiskampf“ aus. Sie wandern zu den „Großen“, „Ladenketten“ und in den Versandhandel. den „Kleinen“ fehlen sie in der Mischkalkulation. Internationaler Wettbewerb um Bibliotheken und Großkunden. Schnellverkäufliche Lehr- und Schulbücher geraten in den Wettbewerb. Je spezieller das Interesse, je weniger anfällig sind die Bücher für den Preiskampf. Der Sortimenter muss erkennen, in welchem der o.g. Märkte er operiert. Die Rolle des Barsortiments ist nur sehr schwer einzuschätzen. Vielleicht mit neuen Funktionen und anderen Märkten: achmarktbelieferung, Lebensmittelhandel.
Das E-Book wird als Hardware-Produkt nicht in der Preisbindung sein. Für die Software befinde sich die Branche am Ende 2008/Anfang 2009 in der Diskussion. Nichtpreisgebundene Software im Ausland, globalisierten Internetmärkte als Softwareanbieter. Einfluss auf die Preisbindung durch Verlagerung der Buchumsätze vom Print zum Online. Preisorientierung für die Software zum E-Book am niedrigsten Buchpreis (erst Hardcover, dann Taschenbuch, dann TB Sonderaktionspreis) Diskussion in den nächsten Monaten in der Branchenpresse und im Internet verfolgen.
- Lesen: Eine Kontroverse. Welche Bedeutung haben Buchpräsentationen in den Medien – gemeint ist hier Fernsehen und Radio (als Beispiele Elke Heidenreich/Christine Westermann) für Verleger und Sortimenter.
Lösungsvorschlag:
Elke Heidenreich gibt es jetzt im Internet bei Lit.Cologne, 12 Sendungen pro Jahr, Christine Westermann mit den Sendungen für WDR 5 und WDR 2 Hörfunk und jetzt auch im ZDF bei Aspekte. Consultio: Die Branche hat gewonnen!
Diskussion im Winter 2008/2009 weiter verfolgen.
Lösungsvorschlag:
Diskussion in der Branchenpresse verfolgen, z.B. BuchMarkt 11/2008 oder 12/2008.
Bericht über VVA Tagung in Bensberg zum Thema E-Book November 2008, E-Book Definitionen bei Wikipedia.
- Vorstellen von Frühjahrs- und Herbstneuerscheinungen im Sortiment hat Konjunktur. Sie wollen einen solchen Event einführen. Wie finden Sie einen Referenten, wie bereiten Sie den Abend vor und wie führen Sie die Veranstaltung durch?
Lösungsvorschlag:
Referenten auswählen, Typenentscheidung treffen: Inhaltsorientiert, Rezeptionsorientiert, Darstellungskünstler, Eventcharakter; Titelliste besprechen, Titelliste produzieren, Plakate, Kunden-Info und Presseinformation, Abend in der Buchhandlung, mit Wein (Saft/Wasser) und anschließenden Stöbern, Einzelgespräche ermöglichen, Pause bei mehr wie 60 Minuten Vortrag, Bücherpräsentation auf Tischen und im Schaufester, Presseberichte aushängen, Info mit titelliste auf der Homepage.
- Vertreterbörsen als Rationalisierungsfaktor für den Einkauf! Wie bereite ich die Börse vor, wie arbeite ich auf ihr und welche Nacharbeiten sind notwendig.
Lösungsvorschlag:
Siehe unter dem Stichwort Bücherbörse nach.
- Man sagt, das Börsenblatt sei das Leitmedium der Buchhandelsbranche. Stimmt diese Aussage? Welche Bedeutung hat das Börsenblatt, welche Informationen werden transportiert. Was zeichnet die Branchenpresse an weiteren Fachzeitschriften und Magazinen aus? Welche Informationen nutzen Sie wo?
Lösungsvorschlag:
Branchennachrichten, kulturorientierte Informationen, Anzeigen aus dem Buch- und Medienbereich, Praxis in und um die Buchbranche, Stellenanzeigen, Kontroversen, Seminare, Erfahrungsberichte und Autorenporträts.
Firmenjubiläen, Geburtstage, Literatur- und andere Preise, Medienresonanz.
BuchMarkt ist das unabhängige Ideenmagazin der Branche. Es verfolgt seit über 40 Jahren die Entwicklung der Branche mit allen Facetten, berichtend, beschreibend, kommentierend. Mit den Themen „Special“ ist BuchMarkt ein wichtiger „Informator“. Wesentliche Fragen in der Branche wurden von BuchMarkt gestellt, Diskussionen angeregt, Themen hier zuerst aufgegriffen.
Ist nicht die Unabhängigkeit entscheidender für ein Leitmedium als die Größe? Denn dann könnte das „Rheinische Magazin“ eine Nasenlänge vor den Frankfurtern liegen.
Weitere Informationen auch unter dem Stichwort Branchenpresse.
- Informationen aus dem Internet setzten sich bei der Arbeit im Buchhandel immer mehr durch. In welchen Bereichen ist das sinnvoll, wo nutze ich sie zur Information und Arbeit in der Buchhandlung, wo zur Kundenberatung und wo zur Vertiefung meiner Aus- und Fortbildung?
Lösungsvorschlag:
Homepages der Verlage, Angebote der Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften, Google und Yahoo, Branchenpresse mit Onlineangeboten, BuchMarkt Online, BuchMarkt Wiki, ZDF und ARD mit den Online-Angeboten, Wikipedia.
Schnelle, aktuelle unkomplizierte Information. Sinnvolle Nutzung, wenn man das Verlagsprofil mit dem Buchangebot (GU, Kosmos, Ulmer) zur Beratung heranzieht. Für Schnellschüssen, zu aktuellen Büchern – die im Gespräch sind, zur Medienresonanz Hilft das Internetangebot.
- Der Begriff Bündelung (am besten zu umschreiben mit Zusammenführung) steht für wirtschaftlich-effizientes Handeln. Wo in der Buchhandelsbranche findet sie ihre Anwendung (sowohl im kaufmännischen, logistischen, organisatorischen und kommunikativen Bereich) und beschreiben Sie die Auswirkungen und Vorteile.
Lösungsvorschlag:
Die Bündelung in der Buchhandelsbranche findet ihre Anwendung im:
- Rechnungswesen durch die Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft BAG.
- Bei den Barsortimenten durch die gebündelte Auslieferung vieler tausender Verlage und ihrer Bücher.
- Bei den Verlagsauslieferungen durch die Bündelung einzelnen Verlage bei Sendungen, Rechnungen, Zahlungen und Angebote von Parkmodelle.
- Im Transport durch den Büchersammelverkehr durch die Zusammenführung von Barsortimentslieferungen und Verlagsbeischlüssen.
- Im Informationsverbund Buchhandel durch das versenden von Bestellungen und Informationen.
