Spielehersteller bleiben gelassen: Nur das warme Wetter hat 2011 den anhaltenden Spieleboom gebremst

Der Spieleabsatz bleibt unter den Umsatzrekordhöhen des Vorjahres, das hat die Fachgruppe Spiel anlässlich der Internationalen Spielwarenmesse 2012 heute bekannt gegeben. Ein „warmes Frühjahr, warmer Herbst und warme Winterzeit“ hätten „ein richtig heißes Spielejahr 2011“ verhindert.

In der Fachgruppe Spiel sind folgende Spieleverlage vertreten: Asmodee, Amigo, ASS, Clementoni, Goliath, Habermaaß, Hans im Glück, Hasbro (MB, Parker), Hutter Trade (Huch &friends), Jumbo, Kosmos (Klee),Mattel, Noris, Piatnik, Ravensburger), Schmidt-Spiele, Selecta, Winning Moves und Zoch.

Aber Fritz Gruber, der Pressesprecher der Fachgruppe, sagt: „Die Branche bleibt gelassen.“ Denn eine Studie belege, dass in deutschen Familien mehr denn je gespielt werde.

Um die Umsatzrekordhöhen des Jahres 2010 erneut zu erreichen, hätte es nach Ansicht der Fachgruppe Spiel im traditionell verkaufsstarken letzten Quartal des Jahres 2011 ruhig etwas kälter und schneereicher sein dürfen. Gruber: „Schon das ungewöhnlich warme, zu verstärkten Aktivitäten im Freien animierende Frühjahrswetter, sowie der späte Ostertermin ließen die Umsätze im ersten Halbjahr 2011 rund 7% unter denen des Vergleichszeitraumes 2010 bleiben.“ Um diesen Rückstand wieder aufzuholen, hätte es „schon eines mehr als furiosen Umsatzgeschehens in den starken Monaten November und Dezember bedurft“.

Mit rund 310 Millionen Euro blieben die Verkaufszahlen 2011 (Spiele, ohne Puzzles) rund 9% unter denen des Vorjahres und pendelten sich in etwa wieder dort ein, wo sie vor dem unge-wöhnlich starken Jahr 2010 gelegen hatten.

Hermann Hutter, der 1. Vorsitzende der Fachgruppe Spiel, weist im Hinblick auf die jüngsten Umsatzzahlen nachdrücklich darauf hin, dass der Anteil von Spielen am Gesamtspielwarenmarkt im Weltvergleich nach wie vor einsame Spitze ist. „Wir können wahrhaftig nicht klagen“, so Hutter, „und wenn, dann allenfalls auf sehr hohem Niveau. Man muss ja zum Beispiel auch sehen, dass eine aktuelle Umfrage, die „Lego“ im Herbst 2011 bei Innofact in Auftrag gegeben hatte, durchweg erfreuliche Ergebnisse gebracht hat. Demnach spielen 74 Prozent aller befragten Familien mindestens eine Stunde pro Woche mit Würfeln, Karten und Pöppeln. Das entspricht einer Steigerung von bemerkenswerten 8% gegenüber einer Vergleichsstudie aus dem Jahr 2009.“

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