Sein Karriere-Geheimnis sind angeblich Gummibärchen Dr. Klaus-Christoph Scheffels (60)

Dr. Klaus-Christoph Scheffels liebt Geschichten und Gummibärchen

Heute wird Dr. Klaus-Christoph Scheffels sechzig Jahre alt. Der Geschäftsführer des Kaufmann Verlages in Lahr  ist nach eigener Einschätzung „vermutlich der einzige Mensch in der Branche, der ein persönliches 400-jähriges Verlagsjubiläum feiern durfte – ein  200 Jahre Jubiläum  bei Herder vor anderthalb Jahrzehnten, und ein 200 Jahre Jubiläum bei Kaufmann im vorigen Jahr“.

Vor zehn Jahren hatten wir bei uns im Blatt über den damaligen Herder Geschäftsführer  unwidersprochen behauptet, eines seiner Hobbys sei es, sich in der Branchenöffentlichkeit unsichtbar zu machen; seine Karriere vom Lehrling zum verlegerischen Geschäftsführer innerhalb einer einzigen Firma  hatte tatsächlich dazu geführt, dass er fast (s)ein ganzes Berufsleben für uns Branchenbebachter bis dato wenig aktenkundig geworden war.

Andreas Meyer schrieb damals bei uns ebenfalls unwidersprochen: „Was ihn als Programm-Mann geprägt hat, sind seine Jahre im Vertrieb und Marketing – und zwar im Zeitschriftenbereich. Karriere-Stationen, die zu konsequenter Endkunden-Orientierung führten: Leiter der Zeitschriften des theologischen Bereichs, Bereichsleiter Zeitschriften und Privatkundengeschäft, Verlagsleiter Christophorus und Geschäftsleitung Marketing/Vertrieb bei Herder, ab 2003 verlegerischer Geschäftsführer und verantwortlich für Programm, Vertrieb, Marketing, Internet. Scheffels hat Herder fit für die Zukunft gemacht, den theologischen Fachbuchbereich dabei nicht gebremst, die umsatz- und ertragsstarken Bereiche Sachbuch, Taschenbuch, Geschenkbuch – und die Spezialisten-Rolle im Kindergartenbereich jedoch kräftig ausgebaut.“

Seit 2008 gibt er als geschäftsführender Gesellschafter im 200 jährigen Kaufmann ähnlich das Tempo vor, sein „ehemaliger Lehrling, der Carlsen-Geschäftsführer  Joachim Kaufmann“ ist sein „strenger Aufsichtsratsvorsitzender “ – und er  genießt es, dass  „ich mit sehr engagierten Mitstreiter/innen den Kaufmann Verlag zu einem Mitspieler im allgemeinen Kinderbuchmarkt entwickeln konnte,  dass ich immer noch meiner Leidenschaft fröne, Bücher für den Kindergartenmarkt zu verlegen (vor vielen Jahren inspiriert durch meine drei Kinder, jetzt durch eine muntere Enkeltochter); dass ich für die Zukunft des Kaufmann Verlages ziemlich guter Dinge bin, weil es hier einen sehr besonderen Spirit gibt – und die Menschen, die ihn leben; dass ich deshalb manchmal denke, irgendwie sind wir hier in Lahr doch wirklich der Nabel der Welt; dass ich mit Thomas Schneble einen kaufmännischen Kollegen zur Seite habe, mit dem ich blind Ping Pong spielen könnte; dass wir nach wie vor ausschließlich auf gedruckte Bücher setzen und das bis heute nicht bereut haben; dass meine oft halb so alten Mitarbeiter/innen in den Lektoratssitzungen zuweilen schon – sehr diskret natürlich – meinem schlechten Namensgedächtnis auf die Sprünge helfen – und sich schier nicht vorstellen können, dass es gar nicht so übel ist, 60 zu werden“.

Das hat er uns verraten, und wir glauben ihm auch, dass er mit der Zahl sechzig jetzt wirklich keine Probleme hat, zumal er zugibt, dass sei alles nur unter Doping zu leisten und zu bewältigen: „Meinen üppigen Süßwaren-Schrank, der mir bei Herder Zeiten schon geholfen hat, den gibt es auch in Lahr. Soweit mal zu den wichtigen Dingen.“ Wir verraten mit herzlicher Gratulation, mit was er  uns auch gestanden hat: „Mein Doping-Mittel sind Unmengen von Gummibärchen“.

Kontakt: k.scheffels@kaufmann-verlag.de

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