Hanne Kulessa: Der Große Schwarze Akt – Buchpremiere im Frankfurter Holzhausenschlösschen

Hanne Kulessa und Stefan Weidle

Nicht zum ersten Mal war Hanne Kulessa mit einer Buchvorstellung im schönen Holzhausenschlösschen in Frankfurt. Heute Abend hatte ihr Roman „Der Große Schwarze Akt“ Premiere. Der Geschäftsführer der Frankfurter Bürgerstiftung Holzhausenschlösschen, Clemens Greve, begrüßte die Autorin herzlich.

Gerade sei er als Hausherr angesprochen worden, sagte Clemens Greve, er fühle sich jedoch mehr als Hausdiener oder als Vertreter des Schlosskaters Ferdinand. Auf das Buch eingehend behauptete er, dass der Pfefferminzbonbonvertreter entgegen anders lautenden Gerüchten nicht verschwindet. Vielmehr wachsen wahrscheinlich neben dem Grab der Mutter, mit dessen umgefallenem Grabstein alles beginnt, Pfefferminzbonbonpflanzen.

Hanne Kulessa las und fesselte die Zuhörer mit kleinen, manchmal skurrilen, meist witzigen und überraschenden Episoden, stellte Behauptungen in den Raum (auf dem Friedhof gibt es Telefone, da unten im Reich der Toten werden Zahnärzte, wahrscheinlich auch Orthopäden benötigt) und trug diese so überzeugend-liebenswürdig vor, dass man ihr auf der Stelle glaubte. Mit heiterer Grundhaltung werden todernste Dinge angesprochen, hinter der Leichtigkeit bleibt das Schwere, die Tragik in der Schwebe.

Hanne Kulessa erhielt für ihre Lesung viel Applaus. „Der Große Schwarze Akt“ ist soeben im Weidle Verlag erschienen. Verleger Stefan Weidle ließ es sich nicht nehmen, zur Buchpremiere dabei zu sein.

Den Büchertisch besorgte Hildegard Ganßmüller von der Buchhandlung „Die Wendeltreppe“.

JF

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