Tatiana Wagenbach-Stephan und Nina Wagenbach werden Mitgesellschafterinnen Katharina Wagenbachs „Friedenauer Presse“ lebt weiter bei Matthes & Seitz

Andreas Rötzer

Die Friedenauer Presse wird doch weitergeführt: Bereits im Frühjahr 2018 wird das nächste Programm mit neuen Titeln sowie Neuauflagen von vergriffenen Büchern der Backlist erscheinen.

Nachdem Katharina Wagenbach-Wolff letztes Jahr beschloss, sich nach fast 34 Jahren aus der Verlagstätigkeit zurückzuziehen, stand der einzigartige Verlag vor der Schließung. Nun hat sich überraschend eine Möglichkeit zu seiner Weiterführung unter dem Dach von Matthes & Seitz Berlin gefunden: Andreas Rötzer, Verleger von Matthes & Seitz Berlin, und Friederike Jacob, Slawistin und zuletzt Verlagssprecherin (Kein & Aber), werden die Arbeit der Friedenauer Presse fortsetzen, Tatiana Wagenbach-Stephan und Nina Wagenbach werden Mitgesellschafterinnen.

In den Reihen Friedenauer Presse-Drucke, Winterbuch und Wolffs Broschur verlegte Katharina Wagenbach-Wolff neben Schlüsselwerken der russischen Literatur – darunter Aleksandr Puškin, Daniil Charms, Isaak Babel, Anton Čechov, Ivan Turgenev und Nikolaj Gogol -, auch Titel von Autoren wie Jean-Henri Fabre, Gertrude Stein, Gustave Flaubert, Hans Magnus Enzensberger, Emanuel Bove, Ingo Schulze und Alberto Vigevani.

Auch in Zukunft wird der Verlag ein Ort sein für Literatur von Weltrang in hervorragenden Übersetzungen und mit sorgfältiger Gestaltung und Ausstattung. Die Friedenauer Presse folgt weiterhin ihrer verlegerischen Tradition. In den nächsten Wochen übergibt Katharina Wagenbach-Wolff den Verlag an Friederike Jacob, die Friedenauer Presse nimmt umgehend ihre Arbeit wieder auf, ab dem 1.6.2017 sind die vorhandenen Bücher wieder lieferbar. Jetzt werden noch geeignete Verlagsräume gesucht.

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