Buchhandel Berlin Story-Läden Unter den Linden schließen

Ende des Jahres schließt die Berlin Story ihre drei Läden Unter den Linden. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen den andauernden Umsatzeinbruch, der mit dem Beginn der Bauarbeiten für die U-Bahn-Linie 5 begann. Hinzu kämen geänderte Einkaufsgewohnheiten der Kundschaft.

Der Berlin Story Verlag und der Berlin Story Bunker am Anhalter Bahnhof bleiben und sollen weiter ausgebaut werden. Geschäftsführer beider Unternehmen ist Enno Lenze (34).

Unmittelbar nach Beginn der Baustelle Unter den Linden sei der Umsatz in allen drei Läden um 30 Prozent zurückgegangen, heißt es in einer Mitteilung der Berlin Story. Hinzu komme, dass sich das Buchgeschäft in den vergangenen zwei Jahrzehnten geändert habe. Während man damals Buchpakete in alle Welt verschickt habe, werde heute bei internationalen Internet-Konzernen bestellt.

Das erste Geschäft der Berlin Story eröffnete 1997 Unter den Linden 40. Im selben Haus befinden sich heute noch zwei Läden: die Buchhandlung und der Souvenirshop. Im Laufe der Zeit zogen die Läden mehrfach um; von 2000 bis 2004 zum Beispiel lag das Hauptgeschäft im Eckhaus Unter den Linden 10 – wo sich gegenwärtig der dritte Laden der Berlin Story befindet. Der Ausverkauf aller drei Geschäfte beginnt am 20. November, dem 19. Jahrestag der Eröffnung.

Wieland Giebel, der Gründer und langjährige Geschäftsführer, ist trotz der Schließung der Ladengeschäfte nicht melancholisch. Der 66-Jährige sagt: „Toll, dass es so lange ging. Wer hätte das gedacht, als es mit einer kleinen Ausstellung zur Geschichte Berlins und einer noch kleineren Buchhandlung anfing. Das war etwas Neues, Einzigartiges, eine Buchhandlung nur über die eigene Stadt. Wir sind mit Lob und Auszeichnungen überschüttet worden. Jetzt geht es eben anders weiter – aber immer noch mit Berliner Geschichte.“

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