+++Umgeblättert+++ 11.07.2012 09:14
Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und ein Interview mit Khaled al-Khamissi, der noch Entdecker-Potenzial besitzt
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
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Frankfurter Rundschau
„Berichte aus der Kampfzone“:
Johnathan Littell lässt in seinen
Notizen aus Homs die Menschen sprechen, derzeit nur als E-Book bei
Hanser Berlin.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Jetzt kann es nur noch die Mundart richten“: Die Schweiz will mit ihrer Geschichte am liebsten im Reinen sein, das klappt aber nicht immer reibungslos, wie zwei Bücher jetzt zeigen:
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Die Geschichte der Schweiz von
Volker Renhardt bei
C.H. Beck zeigt.
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Schweiz herausgegeben von
Rita Schneider-Silwa,
WBG
„Erzählst du mir etwas?“
Katzen, Körper, Krieg der Knöpfe vereint eindrucksvoll Poetik- Vorlesungen von
Paulus Hochgatterer (
Zsolnay.
„Liebe in der Nomadenjurte“:
Galsan Tschinag schreibt mit
Das andere Dasein bei
Insel ein postmodernes Märchen. Rezensentin
Sabine Berking freut sich über das urtümliche und knorzige Deutsch.
FAZ-Redakteur
Diemtar Dath hat den Klassiker
Staat und Revolution von
Wladimir Iljitsch Lenin bei
Laika neu besorgt.
Süddeutsche Zeitung
„Die Liebe in Zeiten des Vergessens“:
Gabriel García Marquez leidet angeblich unter Demenz, ein Besuch an den Wirkungsstätten des großen alten Mannes der lateinamerikanischen Literatur.
„Die Suche nach den großen Worten“:
Friedrich Kießling erzählt in
Die undeutschen Deutschen eine „überraschungsfreie“ Ideengeschichte der guten, alten Bundesrepublik aus der Vogelperspektive (
Ferdinand Schöningh).
„Auf diese Nacht erst mal eine Linie“:
Paolo Sorrentinos durchtriebenes Roman-Debut
Ragazzi bei
Aufbau.
In Kürze: „Flötentöne":
Sabine Henze-Döhring,
Friedrich der Große,
C.H. Beck
Die Welt
„‘Meine Kritik nervt die Mächtigen‘“: Im Aufmacher-Interview: Der arabische Bestseller-Autor
Khaled al-Khamissi (
Im Taxi,
Lenos Verlag) über den Präsidenten als Marionette, den Kampf gegen die Zensur und die Sieger der Revolution. Der Taxi-Fahrer war zwischenzeitlich Kolumnen-Schreiber, dessen Texte mal gedruckt, mal nicht gedruckt wurden bis der Chefredakteur anrief und ihn endgültig rausschmiss. In Ägypten könnte das alte System wieder einziehen, weil es als einziges über viel Geld verfügt und steht gegen eine Opposition, die keine Führungspersönlichkeiten hat, kein Konzept und keine Agenda, so al-Khamissi.