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Auszeichnungen 11.01.2012 15:49

Italienischer Kulturpreis für Hans Küng

Der renommierte italienische Nonino-Kulturpreis 2012 wird dem Theologen Professor Hans Küng verliehen. Er wurde ausgewählt von einer internationalen Jury unter dem Vorsitz des Literaturnobelpreisträgers V. S. Naipaul.

Als Begründung wird vor allem Küngs Buch »Anständig wirtschaften. Warum Ökonomie Moral braucht« angeführt, das in Italien unter dem prägnanten Titel »Onestà« (Ehrlichkeit, Redlichkeit, Anständigkeit) zum Bestseller wurde. Der Tübinger Theologe trete für universale Werte auch in der Wirtschaft ein und habe in diesem Zusammenhang ein Manifest für ein globales Wirtschaftsethos lanciert. Auch der Markt brauche »klare, von jedermann akzeptierte Verhaltensregeln«. Der Preis wird am 28. Januar 2012 am Sitz der Stifterfamilie Nonino in Percoto bei Udine verliehen; er ist mit 8000 Euro dotiert.Frühere Träger des seit 1975 verliehenen Preises sind unter anderen Norbert Elias, Hans Jonas, Leszek Kolakowski, Siegfried Lenz, Claude Lévi-Strauss, Rigoberta Menchù und Jorge Semprùn.


Bei seinem Piper Verlag freut man sich über diese Auszeichnung; sichtlich in der Hoffnung auf mehr: Küng war schon mehrmals für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels vorgeschlagen worden - bislang vergeblich. Der Verlag erinnert daran: Anfang der 1990er-Jahre hatte sich sogar Dr. Siegfried Unseld für Küng eingesetzt. Im Jahr 2006 hatte sogar der Kulturausschuss des Deutschen Bundestages mit den Stimmen aller Parteien Küng als »einen der herausragendsten Denker unserer Zeit« für den Friedenspreis vorgeschlagen: Die Nominierung dieses »frommen Rebellen« sei »überfällig, gerechtfertigt und ermutigend zugleich«.


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