Auf Seite 66 des BuchMarkt-Januarhefts 2012 schildert unser Autor Helmut Benze eine sehr erfolgreiche Aktion der Buchhändlerin Beate S. Sie hatte die Idee, gute Kunden, Freunde und Bekannte als Mitwirkende am „Büchertrio“ zu gewinnen, um damit besonders überzeugend präsentierte Bücher als Bücher des Monats im Laden anbieten zu können.
Das „Büchertrio“:
> Diese Idee ist nachahmenswert, da sie Buchempfehlungen und Verkaufsargumente generiert und die Verbindung zu Kunden vertieft.
> „Büchertrio“ bietet monatlich drei der Teilnehmer eine intime Bühne zur Präsentation ihrer Lieblingsbücher.
> Novitäten und bejahrte Bücher können gleichrangig vorgestellt werden.
Der Zirkel von Beate S. stellte überwiegend Bücher vor, die Buchhändler als „Backlist“ bezeichnen. Aus dieser Backlistpromotion machte Beate S. ein (locker gehandhabtes) Prinzip. Sie wollte – ohne den Zeigefinger zu erheben – Wert und Lesenswürdigkeit von Büchern beweisen, die Verlage seit Jahren und Jahrzehnten
lieferbar halten.
> Der Büchertrio-Abend fand in der Wohnung von Beate S. statt. Wer bereit war, sein Buch des Monats zur Abstimmung zu stellen, war eingeladen.
> Beate S. bot Wein, Wasser, Tee und Säfte an. Gäste brachten Knabberzeug und Obst mit. Das „Hauptgericht“ des Abends bestand aus drei Buchpräsentationen und den sich daran anschließenden Gesprächen, Diskussionen sowie aus der Abstimmung für das Buch des Monats.
> Demjenigen der drei Vortragenden des Abends, der die Abstimmung gewann,
schenkte Beate S. ein Exemplar seines Buches: „Wer so begeistert ist und derart begeistert, wird mindestens einen Menschen kennen, dem er dieses Buch sofort schenken will.“
> Jede Runde der monatlichen Treffens lieferte sich einen kreativen Wettstreit um die besten und auch zuweilen verrücktesten Ideen für die Inszenierung des Buches im Laden.
> Beate S. gewann mindestens dreifach: Sie band und begeisterte Kunden, sie wurde wiederholt auf Bücher aufmerksam gemacht, die ihr als besonders attraktive Backlisttitel nicht in den Sinn gekommen wären und sie sammelte – buchstäblich „frei Haus“ - wertvolle Ideen für ihre Verkaufsaktionen.
„Die geschenkpsychologische Alleinstellung des Brockhaus-Einbänders“
> Der Kunde Karsten B. wollte unbedingt sein Buch des Monats durchbringen und begann seinen Vortrag mit einer Einleitung, die wir nach der Tonbandaufzeichnung des Vortrags zitieren:
„Dieses Werk ist bereits durch seine Zughörigkeit zur Edelmarkenfamilie BROCKHAUS eine Besonderheit.“
„Anders jedoch als die 30bändige Brockhaus-Enzyklopädie besticht es nicht durch
Ausführlichkeit, Tiefe und Breite der Informationen sondern durch kompakte, gleichwohl enzyklopädische Vollständigkeit in der Konzentration auf das Wesentliche des Wissenswerten.“
„Wer schnell, bequem und zuverlässig Bescheid wissen will, wird im Brockhaus-Einbänder fündig.“
„Wer darauf Wert legt, in allen Zweifelsfällen des gehobenen Allgemeinwissens
Auskunft zu bekommen, wird im Brockhaus-Einbänder einen zuverlässigen, geduldigen und geräteunabhängigen Ratgeber finden.“
„Eltern, die bei ihren Kindern Lust auf Wissen und Verstehen wecken wollen, sichern sich mit dem Brockhaus-Einbänder eine bewährte Institution, eine jederzeit verfügbare Volkshochschule.“
„Wer gern Bücher verschenkt, jedoch nicht alle Bücher gelesen haben kann, die er anderen gönnt, kann beim Überreichen eines einbändigen Markenlexikons guten Gewissens sagen, er kenne und schätze es. Ohne es jemals von A bis Z gelesen zu haben.“
„Der Beschenkte wiederum, kann auf die Frage, ob er das geschenkte Buch denn auch gelesen habe, entspannt antworten, er habe mit großem Gewinn immer mal wieder darin gelesen und sei für dieses ebenso nützliche wie zuweilen kurzweilige Geschenk besonders dankbar.“
„Ein derartiges Echo erfreut Schenkende. Zumal jene, die sich aus der Dankbarkeit der Beschenkten gern ein Denkmal als gute Tanten, Onkel, Eltern, Freunde etc. errichten lassen.“
„Ehe ich nun anhand von Beispielen den Beweis antrete für Nützlichkeit, Zuverlässigkeit, Unerschöpflichkeit, Anschaulichkeit, Aktualität, für den inhaltlichen Reichtum sowie für die prächtige Bebilderung und für die gediegene Ausstattung, glaube ich begründet zu haben, dass der Brockhaus-Einbänder allein schon geschenkpsychologisch das ultimative Universalgeschenk ist. Für nahezu alle Anlässe. Für nahezu jedes Budget. Für nahezu alle Menschen, die sich gern bereichern, ohne bei Jauch & Co. Millionär zu werden.“
Kein Wunder, dass Karsten B. bereits mit diesem Einstieg so gut wie sicher aufs Siegertreppchen des Abends und damit des Monats gelangt war.
Wer den aktuellen Brockhaus-Einbänder als sein Buch des Monats präsentieren will, kann sich von unserem Autor Helmut Benze
einige der Ideen skizzieren lassen, mit denen (nicht allein) Beate S. Verkaufserfolge erzielt hat.