Der LUCHS-Preis des Monats Juli geht an die neuseeländische Autorin Kate de Goldi für „Abends um zehn“. Ein heiteres und optimistisches Buch, das einfühlsam vom Kampf gegen Depressionen und psychischen Ausnahmesituationen erzählt, urteilt ZEIT-Redakteurin und LUCHS-Jury Vorsitzende Susanne Gaschke.
In ihrem Roman erzählt sie die Geschichte des zwölfjährigen Frankie Parson. Jeden Abend um zehn Uhr huscht er ins Schlafzimmer seiner Mutter, um die vielen Fragen loszuwerden, die ihn quälen. Denn Frankie ängstigt Vieles – von fehlendem Kleingeld über Kriege und Naturkatastrophen bis zu womöglichen Lebensmittelvergiftungen. Vor allem aber sorgt Frankie sich um seine Mutter, die seit Jahren nicht mehr das Haus verlässt. Der Junge will nicht so werden wie seine Mutter, er „möchte keine Angst vor der Welt haben“. Mit Hilfe seiner Tante und einem Therapeuten kann er die Schweigespirale der Familie durchbrechen. Dabei hilft ihm auch Sydney, ein Mädchen, das neu in Klasse kommt.