In einem Interview mit der dpa fordert Buchmesse-Direktor Juergen Boos, innovative Wege für die Einhaltung von Autorenrechten im digitalen Zeitalter zu gehen, um elektronische Texte vor der unerlaubten Vervielfältigung zu schützen.
Warum sollte der Staat dabei keine Rolle spielen und nicht restriktiv, sondern fördernd eingreifen?, fragt er in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur auf dem zweiten Internationalen Unesco-Forum Das Buch von Morgen. Die Zukunft des geschriebenen Worts. "Ich bin kein Verfechter des Interventionismus. Aber man könnte an eine Grundversorgung der Autoren denken. Angebot und Nachfrage könnten sich weiterhin über dem Markt regeln", sagte Boos. Die Filmwirtschaft kenne viele Förderungsmodelle, warum nicht die Buchbranche, fragte er weiter.