Auszeichnungen 21.09.2010 15:38
Robert Gernhardt-Preis an Peter Kurzeck und Andreas Martin Widmann überreicht

Peter Kurzeck und Andreas Martin Widmann
vor einem Foto Robert Gernhardts
Gestern Abend fand im
Künstlerhaus Mousonturm in
Frankfurt die feierliche Verleihung des Robert Gernhardt-Preises, der in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben wurde, statt.
Dazu hatte das
Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stifter des Preises, die
Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen in der
Helaba Landesbank Hessen-Thüringen eingeladen.
Nach der musikalischen Einleitung, die
Frank Wolff übernahm, ging
Harry Oberländer, Geschäftsführer des Hessischen Literaturforums, kurz auf die ersten Gernhardt-Preisträger 2009,
Elsemarie Maletzke und
Christian Golusda sowie
Andreas Maier ein, deren nunmehr erschienene Bücher
Sturm und Tang, Lyrik von Maletzke/Golusda, ediert bei
weissbooks, sowie der Roman
Das Zimmer von Maier, publiziert bei
Suhrkamp, den Gästen zur Mitnahme auf die Stühle gelegt worden waren.
Harry Oberländer erinnerte an seinen Kollegen
Paulus Böhmer, (der an diesem Tag im Übrigen seinen Geburtstag feierte), der stets ein Gernhardt-Zitat parat hatte. Seine Begrüßung schloss Harry Oberländer mit dem Gedicht
Das Gleichnis von Robert Gernhardt.
In Vertretung der Ministerin sprach Staatssekretär
Ingmar Jung und zitierte den im letzten Jahr geehrten Autor Andreas Maier, der äußerte, dass der für zwei Preisträger mit jeweils 12.000 Euro dotierte Preis vier bis fünf Monate Lebens- respektive Arbeitszeit bedeute. Dafür gilt den Stiftern ein besonderer Dank.
Auf den heutigen Abend überleitend erklärte Ingmar Jung, dass mit den Preisträgern 2010 Tradition und Zukunft gewürdigt werden.
Dr.
Herbert Hirschler von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen unterstrich: „Wir wollen literarische Projekte erst möglich machen.“
Andreas Martin Widmann, der den Preis für sein Projekt
Die Glücksparade zuerkannt bekam, zog Parallelen zwischen
Peter Kurzeck und der eigenen Arbeit.
„Seit Jahren will ich ein Sommerbuch schreiben“, begann Peter Kurzeck seine Ausführungen und nahm die Zuhörer mit auf eine mäandernde und changierende Reise durch seine Art des Schreibens, das er als schöne und beängstigende Beschäftigung zugleich empfindet. Peter Kurzeck erhält den Preis für sein Projekt
Vorabend.
Dem jungen Kollegen wünschte er Glück auf seinem Weg als Schriftsteller.
Dann wurde der Robert Gernhardt-Preis 2010 an beide Autoren überreicht.
Die Preisträger werden von einer Jury ausgewählt, der
Eva Demski,
Karl-Heinz Götze,
Christoph Schröder sowie beratend je ein Vertreter der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst angehören.
JF