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- Geschenkberatung mit Inhabergarantie

In der siebten Folge seiner Serie STERNstunden des Verkaufs, BuchMarkt, Heft 9, Seite 56 hat unser Autor Helmut Benze geschildert, wie die Buchhändlerin Andrea E. gemeinsam mit Inhabern benachbarter Geschäfte besondere Buchgeschenke empfahl. Der Erfolg dieser vorweihnachtlichen Aktion hat mehrere Gründe.

> Die im Heft beschriebenen Filmauftritte des Bürowarenhändlers Bötel hatten viele Inhaber am Ort für die Frage sensibilisiert, ob und wie sich Inhaber als Werbe- und Verkaufs-Protagonisten ins Spiel bringen können.

> Den Zeitaufwand für die Beteiligten hatte Andrea E. als sehr gut bewältigbar angekündigt: Unaufwendige Entscheidung für eines der Buchgeschenke, die den potentiellen Mitwirkenden entweder ohnehin bekannt waren oder von Andrea E. nahegelegt worden.
Auf Wunsch hat Andrea E. auch deren Präsentation
aktionsgerecht vorbereitet.

> Der Auftritt im zur Hauptstraße geöffneten Schaufenster der Buchhandlung erforderte lediglich den kurzen Weg aus der Nachbarschaft und die zwei bis zuweilen fünf Minuten im Fenster.

> Farbkopien von Firmenschildern oder Logos der beteiligen Unternehmen standen während der Inhaberauftritte unübersehbar auf einer Staffelei. Überdies wurden jeder Inhaber und sein Geschäft von Andrea E. vorgestellt und sehr freundlich empfohlen

> Andrea E. war es auf Anhieb gelungen, die Inhaber davon zu überzeugen, wie gut es für ihr Image in einer Universitätsstadt sei, wenn sie sich mit einer so hoch angesehenen Ware wie Büchern in Szene setzten. Unter anderem sagte Andrea E.:
"Was Politiker und andere Prominente Jahr für Jahr während der Frankfurter Buchmesse zelebrieren, indem sie sich dort auf dem größten Büchermarkt der Erde sehen lassen, können Sie bequem in der Nachbarschaft haben."

> Möglicherweise hat ein weiteres Argument von Andrea E. noch mehr bewirkt: Sie hat die Idee ihrer Aktion "Das besondere Geschenk. Mit Inhabergarantie" als Test deklariert: Sollte die Aktion am ersten Samstag des Dezembers erfolgreich verlaufen und Reaktionen der Kunden zur Fortsetzung und Ausgestaltung ermutigen, könnten vergleichbare Inhaberauftritte auch in den Geschäften der beteiligten Inhaber inszeniert werden.
(Dazu ist es denn auch gekommen. Ich könnte einen Extrabeitrag darüber verfassen, wie zum Beispiel Andrea E. Schmuck als besonderes Geschenk vorstellte oder der Kürschner für die erlesenen Aufschnittplatten des Fleischers warb. Oder über die Dauerkooperation, die sich zwischen Andrea E. und dem Juwelier entwickelte.)

> Ein Beispiel möchte ich jedoch ausführen:
Die Café-Bar-Besitzerin ließ sich gleich nach der Aktion von Andrea E. für eine weitere Kooperation gewinnen, mit der beide Geschäfte punkteten: Auf zwei in Griffhöhe installierten Bücherbrettern (im Design des Café´s von Andrea E. gestiftet) stehen Leseproben und Leseexemplare. Gestempelt mit dem Hinweis: „Fortsetzung und persönliche Lesetipps in der Buchhandlung.“ Überdies bereicherte Andrea E. die Getränkekarte der Café-Bar mit wöchentlich (!) erneuerten Rezensionen aus Tages-, Wochen- und Fachzeitschriften. Unter der Überschrift: „Aktuelle Bücher im Gespräch“ entwickelte sich dieser Service zu einem gern genutzten Kundendienst. Das bewiesen steigende Nachfragen in der Buchhandlung. Ganz zu schweigen davon, dass Gespräche in Gang kamen, die zu vielen neuen Beziehungen zwischen Andrea E. und Café -Bar-Gästen
führten.

> Dass gute Nachbarschaft, die alle Beteiligten seit Jahren pflegten eine grundlegende Voraussetzung für eine ungewöhnliche Kooperation bot, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

> Alle beteiligten Inhaber auf der Strecke von ca. 2 x 300 Meter der Haupteinkaufs- und Flanierstraße sind Wettbewerber um Aufmerksamkeit, Zeit und Budget der Interessenten. Sie überschneiden sich jedoch kaum im Warenangebot. Der Fleischer beliefert den benachbarten Bäcker mit Aufschnitt für dessen belegte Brötchen; die Friseurin bietet außer Haarschnitt etc. und speziellen Haarpflegemitteln kein Konkurrenzsortiment zur Drogistin; Musikalienhändlerin und der stadtbekannte Bürowarenhändler führen keine Bücher.
> Anhand der Videoaufzeichnungen gebe ich zwei der Inhaberpräsentationen wieder:

Die Musikalienhändlerin empfiehlt:
Dorling Kindersley´s Große Familienbibliothek
„Liebe Gäste, über die Bände Die Erde, Das Universum; Tiere und Der Mensch der Dorling-Kindersley-Familienbibliothek könnte ich Ihnen einen Vormittag lang erzählen. Vor allem über tausendundein Wissenserlebnisse, die dieses prächtig ausgestattete, reichhaltige Hausbuch garantiert.

Ich beschränke mich auf eine Begebenheit: Wir hatten kürzlich Freunde zu Besuch. In die Erwachsenen-Plauderei hinein, die sich u. a. um Topfpflanzen und Blumenerde drehte, fragte Finn, der sechsjährige Sohn der Freunde: "Wie war das eigentlich wirklich mit dem Anfang der Erde, also war die Erde gleich Erde, mit Bergen, Flüssen und Meeren?"
Wir Mütter schauten zu den Vätern, in der Hoffnung, einer werde eine ebenso richtige wie verständliche Antwort geben. Der eine Vater nuschelte etwas von "glühendem Riesenplaneten...", mein Mann behauptete, am Anfang vor vielen Millionen von Jahren sei die Erde ein Gemisch aus Staub und Gas gewesen, genau wisse er es auch nicht. "Ich schaue aber gleich nach und erzähle Dir dann, wie es wirklich war."
Mein Mann packte sich die Familienbibliothek auf den Nebentisch, und während wir weiterplauderten, machte er sich schlau. Finn folgte ihm. Die großen allwissenden Bücher hatten ihn neugierig gemacht. Um es kurz zu machen:
Nach zehn Minuten konnte mein Mann zu Finns voller Zufriedenheit erklären und zeigen, vor unvorstellbar lang vergangener Zeit die dramatische Geburt der Erde vonstatten gegangen ist.
Nach fünfzehn Minuten lagen alle Bände der Familienbibliothek auf dem eilig abgeräumten Tisch. Sieben Menschen von sechs bis fünfundsechzig Jahren waren gefesselt von vier Bildenzyklopädien. Wohl alle Sieben hatten das Gefühl, unversehens in Ali Babas Schatzhöhle oder in einer privaten Volksuniversität gelandet zu sein.
Dieses Erlebnis kann sich selbst und den Seinen schenken, wer die Dorling-Kindersley-Familienbibliothek sich und der Familie gönnt. Als die besondere Weihnachtsüberraschung.
Gern zeige ich Ihnen anhand einiger Doppelseiten, wie familienfreundlich die Bibliothek angelegt ist und mit welcher Bilderpracht sie Wissen über Schlüsselthemen ebenso präzise und aktuell wie beiläufig vermittelt.“

Andrea E. plädiert für das PLOETZ-Paket:
„Liebe Gäste und Nachbarn, sie werden überrascht sein, dass ich mit einem Plädoyer für bestes Schenken beginne ehe ich meine Geschenkempfehlung präsentiere:

> Schenken zählt zu den schönsten, edelsten und klügsten Bräuchen und Riten der Menschen.

> Wer sich selbst ein eingesteht, wie angenehm er Freude und Dankbarkeit der Beschenkten empfindet, wird vielleicht noch mehr Sorgfalt auf die Auswahl besonderer Geschenke legen.

> Bücher zählen seit ihrem Aufkommen zu den beliebtesten Geschenken. Früher waren sie so kostbar, dass sie sogar angekettet wurden. Heute sind gehaltvolle und schön gestaltete Bücher immer noch kostbar. Nicht weil sie ihren angemessenen Preis haben, sondern weil sie Werte, Nutzen und Genüsse bieten, die mit Geld selten aufzuwiegen sind.

> Bücher zählen zu den Geschenken, die in großer Auswahl verfügbar sind und daher zu allen Anlässen nahezu jeden Menschen erfreuen können. Anders als Blumen bestechen Bücher durch ihre unbegrenzte Haltbarkeit und durch
andauerndes Vergnügen oder hohen Nutzen.

> Diese unvollständigen Thesen zum richtigen Schenken, möchte ich anhand eines Beispiels belegen. (Tausend weitere Belege biete ich Ihnen gern jederzeit in der Buchhandlung.)

> Wer die Gegenwart – oder wichtige Nachrichten des Tages verstehen und einschneidend Ereignisse angemessen einordnen will, ist auf objektive und verständlich dargestellte historische Fakten angewiesen.

> Wer in Schule, Ausbildung und Beruf vorankommen will, muss sich ein breites Fundament an Kenntnissen und Zugang zu Schlüsselinformationen sichern.

> Wer in Alltag und Beruf wünscht, dass sein Wort gilt, wird dieses Ziel durch gute Allgemeinbildung besser erreichen.

> Geschichte zählt zu den wichtigsten Wissensgebieten. Ohne Geschichtskenntnisse oder ohne zuverlässige Auskunftsmittel über die Geschichte aller Zeiten und Kulturen kann man die oben erwähnten Ansprüche nicht erfüllen.

> Wer z. B. begreifen will, wie es zu den Konfliktherden Balkan Palästina oder Pakistan gekommen ist und wer dabei nicht auf zum Teil falsche oder bewusst verfälschte Interpretationen angewiesen sein will, braucht einen Universal-Schlüssel zur Weltgeschichte.

> Ich empfehle Ihnen ein Wertpaket, bestehend aus illustriertem Nachschlagewerk und Atlas, dass alle eben genannten Sach- und Geschenk-Kriterien erfüllt. Ich empfehle Ihnen den Großen PLOETZ und den Großen PLOETZ-Atlas zur Weltgeschichte.

> Für meine Entscheidung, PLOETZ in meine private Handbibliothek zu stellen, waren maßgeblich die große Bedeutung der Weltgeschichte für meine Orientierung in der Welt sowie die bewährte Tradition, der die aktuellste Ausgabe des PLOETZ verpflichtet ist: Generationen von Familien, Lehrern, Schülern, Studenten und Wissenschaftlern haben den PLOETZ bislang so selbstverständlich benutzt wie den BROCKHAUS für´s Allgemeinwissen und DUDEN oder WAHRIG für die deutsche Rechtschreibung.

> Gern zeige ich Ihnen jederzeit, wie beide PLOETZwerke aufgebaut sind und wie sie Ihnen den Zugang zu weltgeschichtlichen Informationen oder Erläuterungen universalhistorischer Zusammenhänge gewährleisten.

> Meine Garantie: Sollte das PLOETZ-Paket meinen Empfehlungen nicht gerecht werden, können Sie es bei mir gegen andere besondere Buchgeschenke eintauschen.“