Krimi 12.03.2010 10:08
Alligatorpapiere im Heftformat
Seit Jahren sammeln Die Alligatorpapiere (www.alligatorpapiere.de/aktuell.html) im Internet Nachrichten und Hintergrundberichte zur Kriminalliteratur und haben sich mit diesem Angebot als Nachrichtenportal für Kriminalliteratur etablieren können, das über Entwicklungen des Genres berichtet und regelmäßig Rezensionen veröffentlicht.
Bereits 2004 wurde die Website mit dem Ehrenglauser des Syndikats ausgezeichnet. „Viele Leser wollen Thomas Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur aber auch gern in gedruckter Form sehen, Links führen nach einiger Zeit ins Leere, das Lesen am Bildschirm ist doch recht flüchtig und natürlich: manche Krimifans benutzen das Internet nicht, oder es macht ihnen wenig Spaß oder: man verliert sich halt darin“, sagt Herausgeber Alfred Miersch. Daher erscheint nun die erste Ausgabe der Alligatorpapiere im Printformat mit einigen Artikeln, die eben nicht nur virtuell präsentiert werden sollen.
Vor vier Jahren erschien in Mierschs
NordPark Verlag noch das
Krimijahrbuch 2006, das dem Krimifan Orientierung in einem immer unübersichtlicher werdenden Markt geben wollte, herausgegeben von
Dieter Paul Rudolph. Ihm folgten (mit den zusätzlichen Herausgebern
Christina Bacher, Ludger Menke, Ulrich Noller) drei weitere Ausgaben; 2009 im
Pendragon Verlag). „Aber auch dieser Versuch wurde beendet, da Aufwand und Kosten nicht ins Verhältnis zur Leserschaft zu bringen waren. Kurz, es wurden zu wenig Krimijahrbücher gekauft und die Schulden immer höher. Dieses Jahr wäre also nach vier Jahren das erste ohne Krimijahrbuch gewesen, das erste ohne eine eigenständige Printpublikation zur Kriminalliteratur“, so Miersch.
Auch diese Lücke sollen die
Alligatorpapiere als eigenständige Printpublikation schließen, handgedruckt nach Bestellung. Das Krimimagazin soll in unregelmäßiger Erscheinungsweise herausgegeben werden, geplant sind jährlich drei Ausgaben. Das einzelne Heft kostet 6,50 Euro, das Abonnement 13 Euro.