++ Umgeblättert ++ 25.02.2010 10:28
Bücher und Autoren heute in den Feuilletons und ein Kapitel aus Herta Müllers "Niederungen"
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Anja Reisch bespricht in "Nach der Katastrophe"
Anette Pehnts Erzählungen
Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen, das muss gar nicht lange dauern. (
Piper).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Damals im Mai“: Die FAZ druckt ein Kapitel aus
Herta Müllers Prosadebüt
Niederungen ab, das in den bisherigen Ausgaben (die erste ist 1984 im
Rotbuch Verlag erschienen) fehlte. Am 8. März erscheint eine – vollständige – N euauflage bei
Hanser.
„Meine Fatwa“:
Salman Rushdie will ein Buch „über seine Erfahrungen als Untergetauchter nach dem Todesaufruf des Ayatolla Khomeini 1989 schreiben“, hat die FAZ in Erfahrung gebracht.
„Was die Bombensplitter säten“:
Ingeborg Harms über
Gisela Elsners Roman
Fliegeralarm, den die Autorin in nur acht Tagen und Nächten geschrieben haben soll (
Verbrecher Verlag .
„Aller Anfang war leicht“:
Christina Hoffmann über
Andreas Unterwegers Roman
Wie im Siebenten – „ein Debüt über einen Debütroman“ (
Droschl). Ihr Fazit: Unterwegers Buch sei ein „manchmal verschwurbeltes, aber durchweg charmantes Plädoyer für Gelassenheit und das Vertrauen darauf, dass alles so kommen wird, wie es soll. Vielleicht also doch ein Frauenbuch – aber ein anspruchsvolles.“
„Es schwankt das Fundament des Glücks“:
Wolfgang Kersting über das Sachbuch
Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind von
Richard Wilkinson und
Kate Pickett (
Tolkemitt bei
Zweitausendeins). „Ärgerlich“ sei nur der deutsche Titel, der „offensichtlich vermutete egalitaristische Instinkte der deutschen Sozialstaatsmentalität bedienen möchte“, schreibt er. Der Originaltitel laute dagegen: „Wasserwaage. Warum gleichere Gesellschaften fast immer besser dran sind.“
Außerdem besprochen:
„Gedächtnisräume“: Über
Annette Seemanns
Das Weimarer Residenzschlos (
Insel)
„Der König lässt bitten und vergießt seine Tränen“:
Michael Borgolte über
Warum weint der König? Eine Kritik des mädiavistischen Panritualismus von
Peter Dinzelbacher (
Wiss. Verlag Bachmann).
Eric Pfeil,
Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee. Die Pop-Tagebücher (
Kiepenheuer & Witsch).
Süddeutsche Zeitung
Gustav Seibt hat sich unter dem Titel „Die Kunst, immer dabei zu sein“
Norbert Leitholds Biographie
Graf Goertz. Der große Unbekannte. Eine Entdeckungsreise in die Goethezeit angesehen. Erschienen bei
Osburg.
Mit dem Zitat „Drei Vasen voll Herz des Gartens schleiernd den Herbst vor seine Stirn“ betitelt
Alexander Kissel seine Rezension von
Friederike Reents Ein Schauern in den Hirnen, die sich auf über 400 Seiten mit
Gottfrieds Benns 20-seitigem Prosatext
Der Garten von Arles befasst. Verlegt bei
Wallstein.
Die Welt
Wieland Freund nimmt sich noch einmal dem Thema „Google Settlement“ an: „6.500 Autoren wollen raus aus ‚Google Books’“, so die Headline.
Und
Uwe Wittstock schreibt über den „Fall Hegemann, dadaistisch gesehen“ (Untertitel): „Wie Durs Grünbein sich in Gottfried Benn verwandelt.“
Neue Zürcher Zeitung
Unter dem Titel „Nennt das Kind beim Namen“ führt
Philipp Theisohn die Debatte um
Helene Hegemann weiter. Der Literaturwissenschaftler hat 2009 beim
Kröner Verlag die Studie
Plagiat. Eine unoriginelle Literaturgeschichte veröffentlicht.
Angela Schader bespricht in „ Die Hyäne am Debütantinnenball“
Leonora Carringtons Erzählungen
Die Windsbraut, Edition Nautilus.
Dorothea Dieckmann hat sich in „Immer wieder geschieht mir das“
Fremd genug, die Lebensgeschichte von
Erika Pedretti angesehen, die die Schriftstellerin zu ihrem 80. Geburtstag bei
Insel herausgegeben hat.
Weitere Buchhinweise:
Philosophie im Zeitalter der Extreme von
Gerhard Gamm, erschienen bei
Primus.
Versuch über Musik und Sprache von
Albrecht Wellmer, verlegt bei
Hanser.
Die 13 Katastrophen von
Paul Altheer,
Chronos.
Die Bücher aus der ZEIT und Merkur hatten wir gestern schon [mehr...]).