++ Umgeblättert ++ 24.02.2010 09:44
Bücher und Autoren heute in den Feuilletons - und ein Spaß von Durs Grünbein zur Hegemann-Diskussion
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Rolf-Bernhard Essig rezensiert den Lyrikband
blinde bienen von
Kathrin Schmidt (
Kiepenheuer & Witsch) und findet darin „sprachlustige Wortflugfische“.
Hans-Ulrich Wehler hat in
Land ohne Unterschichten neue Essays zur deutschen Geschichte zusammengetragen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Durs Grünbeins Verteidigung Hegemanns war gestern in der FAZ war (absichtlich) auch geklaut. Heute klärt er das auf. Er hält das Ganze für einen „hässlichen Biodiskurs“, jung gegen alt.
Gerard Manley Hopkins zählt zu den „eigensinnigstenPoeten des neunzehnten Jahrhunderts“ und wird jetzt in der
Edition Rugerup in
Geliebtes Kind der Sprache neu aufgelegt. Zudem gibt es ein Hörbuch unter dem Titeln
Auf dem Rückflug zur Erde. Eine Einführung in sein poetisches Werk mit englischer und deutscher Lesung, Einschüben der Übersetzerin und Cembalo-Musik bei
Inigo Medien.
Patricia A. McAnany und
Norman Yoffee antworten in
Questioning Collapse. Human Resilience, Ecological Vulnerability, and the Aftermath of Empire (
Cambridge University Press) auf die These
Jared Diamonds zum selbstverschuldeten Untergang von Zivilisationen.
Der Aristoteles-Kommentator
Averroes ist einer der bedeutendsten Denker seiner Zeit. Bei
Felix Meiner ist
Die entscheidende Abhandlung und die Urteilsfällung über das Verhältnis von Gesetz und Philosophie in einer zweisprachigen Ausgabe „sorgfältig aufbereitet und bis ins kleinste Detail kommentiert“ erschienen.
Süddeutsche Zeitung
Die Süddeutsche widmet sich heute nochmals ausführlich
Helene Hegemann.
Lothar Müller sieht in seinem klugen Kommentar in dem Fall eher eine Milieustudie.
Dirk von Gehlen sagt: „Remix, Mashup, Plagiat: Zeit für eine Begriffsklärung“,
Jens-Christian Rabe hat mit dem Schriftsteller
Thomas Meinecke, der selbst viel zitiert, über Hegemann gesprochen und
Burkhard Müller fragt: „Taugt das Buch was?“. Wenn ja, dürfe es alles.
Feridun Zaimoglu wundert sich, dass an Frau Hegemann andere Maßstäbe angelegt werden als an ihn angelegt wurden, als Plagiatsvorwürfe laut wurden.
Die Welt
Eine Seite widmet die Welt heute in der Wirtschaft den beiden Unternehmen
Google und
Apple, deren Firmenkulturen mehr trenne als sie gemeinsam haben. Google hat Deutschlands Straßen inzwischen vollkommen abgelichtet. Aus Googles Sicht gebe es keine rechtlichen Hürden mehr für die Street View mehr, dennoch gibt es tausende Einsprüche von Hausbesitzern.
"Unsere Walsers": Die Persönlichkeit Martin Walsers erschien bisher singulär, doch jetzt kommt raus, dass es auch am Bodensee einen Clan gibt. Nach den Wagners und den Manns kommt jetzt der Bodensee-Clan?, fragt
Uwe Wittstock heute und sieht sogar Potenzial für eine Telenovela.
Elmar Krekeler schildert das "doppelte Leben des
Norbert Leithold", der sich mit falschem Lob schmückte oder unter anderem Namen Teilnehmer am Bachmann-Wettbewerb war, und schreibt eine Geschichte der Missverständnisse. Unter Leithold, der eigentlich Norbert Bleisch hieß, erscheint in Kürze bei
Osburg ein Briefausgabe des
Grafen Johann Eustach von Goertz, Diplomat unter Friedrich dem Großen, worin ein Verhältnis Goethes mit Anna Amalia enthüllt werde.
"Wir sind der letzte Staat des real existierenden Sozialismus", sagt der griechische Schriftsteller
Petros Markaris (übersetzte den Faust ins Griechische) im Interview und erzählt was sonst noch funktioniert: Korruption, Vetternwirtschaft und der Ruin.