E-Book-Fragen, so haben wir gelernt, sind in diesen Tagen vor allem auch Machtfragen [mehr...]. Vielleicht auch Ego-Fragen. Ein anderer zentraler Aspekt tritt dabei gerade in den Hintergrund – und verdient es doch ausgeleuchtet zu werden, ist er doch mittelfristig zumindest genauso wichtig wie die Frage, ob Verlage oder Handel digital die Stärkeren sind: wie verteilt sich eigentlich der Markt? – Zunächst in den USA, mittelfristig jedoch auch hier bei uns.
Mit Apple wird ein neuer – und nach den Erfahrungen der Musikindustrie sehr starker - Player auftreten. Aber: bleibt es beim Duell Amazon vs Apple (mit einigen kleineren, zum Teil ja sympathischen, jedoch vermutlich weitgehend chancenlosen Anderen als Beobachtern bzw. Sekundanten)?
Es gibt Indizien dafür, dass demnächst aus dem Duell der Giganten ein veritabler Dreikampf werden könnte. Google hat in den vergangenen Wochen Veränderungen an der Oberfläche seiner Buch-Suche books.google.de/books vorgenommen. Veränderungen, die es durchaus wahrscheinlich erscheinen lassen, dass man sich – nach dem book-settlement – zum Verkäufer – vielleicht auch zum Teil nur zum Agenten (der natürlich bezahlt werden will) mausern wird. Das andere Indiz sind die (aus gewöhnlich guten Quellen stammenden) Gerüchte www.techcrunch.com/2010/02/01/google-tablet-photos/, google werde alsbald einen tablet-PC auf den Markt bringen. Und das dritte Indiz lautet „google-Produktsuche“. In der Betaversion schon zu www.google.de/prdhp?hl=de&tab=wf zu besichtigen. Und auch zu finden, wenn man einfach „google shopping“ in die Suchmaske eintippt, nicht zu verwechseln mit „google shop“ www.google-store.com/, den gibt es ja schon lange – vielleicht in nicht allzuferner Zukunft auch mit deutlich größerer Produktpalette.