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Rumbergs Randnotiz

02.02.2010 16:09 Der E-Book-Streit und die deutsche Beteiligung - und der Buy-Knopf ist immer noch ausgeschaltet

Macmillan versus Amazon, Apple für und gegen alle. Unabhängige Verlage unterstützen Macmillan. Amazon macht keinen Rückzieher, wie überall behauptet, aber wendet sich aber direkt an die Verbraucher – mit einer Frage, die man auch als Boykottaufruf lesen kann (sind E-Book-Preise von über 10 Dollar wirklich richtig?). Die letzten Tage waren unübersichtlich, die Bandagen werden (noch) härter und der Beobachter aus Deutschland staunt, was sich in den USA so tut.

Eine Frage und eine Spekulation dazu von dieser Seite des Atlantiks:
Ist es Zufall, dass in den beiden Fällen, in denen es um große E-Book-Themen bzw. Kontroversen in den USA ging, jeweils ein Verlag beteiligt war, der einem deutschen Mutterkonzern gehört? Das MacMillan (=Holtzbrinck USA) vs amazon-Beispiel ist weidlich bekannt und muss hier nicht mehr im Detail referiert werden. Wobei die letzte bekannte interessante Fußnote lautet: Der "Buy-Button" ist nach wie vor ausgestellt, bis bis zur Stunde waren die Macmillan-Titel nach wie vor – trotz des Amazon-Rückziehers auf der Plattform nicht direkt zu beziehen. Allerdings: Der MacMillan-Imprint Palgrave ist weiterhin bei Amazon lieferbar - haben die Jungs geschlafen? Oder ist das ein Wink mit dem Oelzweig?
Deutlich leiser lief es im anderen Fall: Bevor the ipad auf den Markt kam, gab es Berichte, dass die großen sechs der amerikanischen Buchindustrie (Random House, HarperCollins, Hachette Book Group, Simon & Schuster, Penguin, und Macmillan) sich mit apple geeinigt haben [mehr...]. Als Steve Jobs das neue Gerät samt dem iBookstore dann vorstellte, war Random House (= Bertelsmann USA) nicht mehr dabei. Warum, dazu schweigen alle Beteiligten. Im Macmillan vs Amazon Fall ging es um die Frage, wer eigentlich die Hoheit über Preise hat. – Man darf spekulieren, dass es auch im Random House vs Apple-Fall nicht lediglich um Fußnoten, ein Viertelprozent an den Konditionen, Details der Präsentation oder Ähnliches, sondern um Grundsätzliches geht. Also vermutlich die Frage: wer hat die Hoheit über Preise, Timing und Angebote. Und man liegt vermutlich auch nicht ganz falsch, wenn man annimmt, dass sich die beiden einigen werden, bevor the ipad auf den Markt kommt, lautete doch das schmallippige Statement eines Unternehmenssprechers: „Random House welcomes Apple's iPad and iBooks app and we look forward to our continuing conversations with them about how we might best work together” - nach unseren Infos hat man aber bisher nicht geredet.

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