Zwischenruf 14.12.2009 13:30
Thomas Holste antwortet Lorenz Borsche auf seinen Einwurf zum Sonntagsgespräch
Lorenz Borsche ist von der Nützlichkeit von Libreka als Informationsquelle für den Handel wie sie Thomas Holste im aktuellen Sonntagsgespräch beschreibt nicht überzeugt und erläutert das anhand eines Beispiels. Thomas Holste antwortet nun darauf:
Lieber Lorenz,

Thomas Holste
die Rue Edmond Roger und ich haben eine ganz andere Beziehung zueinander, ich habe dort schlicht und einfach während verschiedener Paris-Aufenthalte gewohnt. Die „Tyrannei des Geschmacks“ (
Le Despotisme du goût von
Bernard Franco) hatte ich durchaus gemeint, da kannst Du zu Recht fragen, warum die anderen Suchwörter nicht angezeigt werden. Vielleicht hätte ich ein anderes Beispiel nehmen sollen, es gibt ja genug. Nimm doch mal „Paris Chat Noir“ und vergleiche die Ergebnisse von VLB und Libreka.
Aber: Meine Intention ist es ja nun nicht, die Volltextsuche zu preisen, darum geht es ja gar nicht. Ich denke, dass eine solche Feingliederung nicht oft vorkommt, in meinen Jahren im Sortiment waren solche Anfragen recht selten. Wobei ich Ihre Nützlichkeit dennoch nicht generell bestreiten möchte.
Ich sehe ihren Sinn also nur in Ausnahmefällen und denke nach meinen bisherigen Erfahrungen, dass die klassische Bibliografie, wie wir sie vom VLB, aber auch von Barsortiments-Datenbanken kennen, dem buchhändlerischen Alltag oft dienlicher ist, und Libreka als zusätzliche Quelle weiterer Informationen zur Entscheidungsfindung eine nützliche Rolle spielen kann. Nicht mehr und nicht weniger.
Viele Grüsse
Thomas
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