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Rumbergs Randnotiz

01.12.2009 09:51 Downloadmarkt wächst auf 250 Millionen Euro

Na ja, die Amerikaner halt, dachten die einen, als sie lasen, dass amazon in den USA pro gelieferten zwei Büchern in physischer Form bereits ein Kindle e-book [mehr...] verkauft. Nachmittags kam dann jedoch eine Meldung mit Zahlen aus Deutschland, die nahelegt, dass die Kulturpessimisten Recht behalten könnten. Mit Blick auf Mediennutzungsverhalten einerseits und damit Geschäftsmodelle von Medienunternehmen andererseits, so argumentieren sie, wird das was sich in den USA abspielt mit einigen Monaten – allenfalls wenigen Jahren – auch bei uns ankommen.

Die Deutschen, so ermittelte die GfK im Auftrag des Verbandes BITKOM, geben 2009 soviel Geld für Downloads aus wie niemals zuvor: 250 Millionen Euro – 18 Prozent mehr als 2008. Die Zahl der Downloads ist im gleichen Zeitraum um rund 24 Prozent auf rund 60 Millionen gestiegen. In der Erhebung werden Downloads aller Art auf den PC erfasst – also auch Musik, Spiele, Videos, Hörbücher oder Software. Auch für 2010 rechnet der Verband mit einem anhaltenden Wachstum der Downloadzahlen um rund zwanzig Prozent.

Mit Blick auf den Buchmarkt gibt es in der Studie Licht und Schatten. Zuerst das Positive: Die Nachfrage nach PC-Downloads geht nach wie vor überwiegend auf Männer zurück. Sie stellen 64 Prozent der Kunden. Und da es ja in erster Linie Frauen sind, die Bücher kaufen werden sie das vielleicht auch noch eine Weile weiterhin in physischer Form tun. Allerdings: Zugenommen hat der Anteil der Download-Nutzer über 30 Jahren. Sie machten von Januar bis September dieses Jahres 61 Prozent der Käufer aus. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Downloads sind also längst kein Jugendphänomen mehr.

Und schließlich der eigentlich bedrohliche Wert: Über alle Produktgruppen hinweg kostete ein einzelner PC-Download in den Monaten Januar bis September 2009 laut GfK-Studie im Schnitt 4,10 Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 4,34 Euro. Der Preisverfall hielt also weiter an und wird sich nach Verbandsprognose auch weiter fortsetzen. Dieser Wert von rund vier Euro ist vermutlich der, auf den man sich bei Kalkulationen (maximal) einstellen sollte, die Downloads betreffen. – Ein Wert, von dem die heutigen Preise für deutsche e-book-Downloads noch meilenweit entfernt sind.

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