Buchmessen 14.11.2009 11:14
Buch- und Literaturfestival BucH.09 in Basel eröffnet
An diesem Wochenende lädt Basel auf die BucH.09, das Buch- und Literaturfestival der deutschsprachigen Schweiz. Seit gestern früh sind die Tore der Publikumsmesse geöffnet, auf der 79 zumeist kleine und mittlere, unabhängige Verlage ihre Programme präsentieren.
Ein reiches Veranstaltungsprogramm mit 157 Terminen ist an diesem Wochenende geboten: Evelin Hasler stellte ihr neues Buch Engel im zweiten Lehrjahr vor, unter anderem werden Inge Jens und Urs Widmer erwartet, die mehrfach ausgezeichnete Dostojewskij-Übersetzerin Swetlana Geier wird ebenso wie Jürg Laederach anwesend sein. In einer „Zeltstadt“ finden Veranstaltungen für Kinder statt. Das vollständige Programm ist auf der Homepage der BucH.09 zu finden.
In der
textbox. Das kleinste Massenmedium der Welt, die auch schon auf der Buchmesse in Frankfurt anwesend war, kann das Publikum den ganzen Tag Slam Poetry über Kopfhörer hören: „Der Geräuschpegel auf so einer Messe ist immer sehr hoch. Wir wollten einerseits nicht zu einer weiteren Erhöhung des Pegels beitragen, andererseits dem Publikum die Möglichkeit geben, uns wirklich zu hören. ,Vorbeihörenʽ kann man bei uns nicht, sondern muss sich dafür entscheiden“, erläutert
Bas Böttcher, der die Box konzipiert und auch gebaut hat.
Am morgigen Sonntag wird zum zweiten Mal der
Schweizer Buchpreis verliehen werden, der nach dem Vorbild des
Deutschen Buchpreis entstanden ist. Nominiert sind:
Eleonore Frey: Muster aus Hans, Literaturverlag Droschl
Jürg Laederach: Depeschen aus Mailand, Suhrkamp
Angelika Overath: Flughafenfisch, Luchterhand Literaturverlag
Ilma Rakusa: Merh Meer, Literaturverlag Droschl
Urs Widmer: Herr Adamson, Diogenes
Die Einbettung der Messe in ein Literaturfestival geht auf
Egon Ammann zurück, der die Leitung nach dem Rücktritt des langjährigen Verantwortlichen
Matthyas Jenny im März 2007 übernommen hatte. Ammann wird seine Tätigkeit als Festival- und Messeleiter nicht weiterführen. Auf ihn folgt der Präsident des Literaturhauses
Hans Georg Signer. Wie im Falle der
Frankfurter Buchmesse sollen zukünftig geografische Schwerpunkte geschaffen werden.
In der viersprachigen Schweiz finden drei große Buchmessen statt: In Locarno liegt der Schwerpunkt auf italienischsprachigen Verlagen, in Genf auf französischsprachigen.
Fotostrecke

Zentral am Eingang: Die Buchhandlung "Bider & Tanner"

Ausgefallene Verlagsnamen:
"Das Fünfte Tier"

"edition pudelundpinscher"

"der gesunde menschenversand"

Diogenes-Autor Benedict Wells

"Erleichterungsanstalt - auch Toilette genannt"

Am Stand des Schwabe Verlags: Der älteste Verlag der Welt stammt aus Basel

Giovanni Ravasio vertritt u. a. Kiepenheuer & Witsch in der Schweiz

Bas Böttcher vor der Textbox

Das Publikum lauscht gebannt

Mittagessen von Holztellern mit Holzbesteck

Verleger Klaus G. Renner