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Rumbergs Randnotiz

28.09.2009 11:36 Heimliche Geschenk-Bestseller – oder: Zusatzumsätze durch intelligent ausgewähltes Non-book Sortiment

Rumbergs Randnotiz - Dirk Rumberg zur Weltder Medien
Dirk Rumberg zur Welt
der Medien
2.500 Leser des Magazins der Süddeutschen Zeitung wären gern gekommen, als in der vergangenen Woche zur Vorstellung eines wunderbaren Geschenk-Produktes eingeladen wurde. Aus seiner Internetseite www.sz-magazin.de hatten die Münchner von dem Event in der „Siemens cookinglounge“ der Münchner Allianz Arena [mehr...] erzählt und in wenigen Tagen diese Zahl von Interessenten. Sechs von Ihnen waren dann Ende der vergangenen Woche dabei, als vor allem Alfons Schubeck die hohe Schule der Inszenierungskunst zelebrierte.

Aber über die Inszenierung war an dieser Stelle bereits am vergangenen Freitag etwas zu lesen (mehr …), heute soll es um das Produkt und seine Vermarktung gehen. Die Rezeptbox NIMM3 entstanden aus der gleichnamigen kulinarischen Kolumne des SZ-Magazins, ist bereits das vierte Produkt, das in Kooperation mit dem Partner MeterMorphosen auf den Markt gebracht wurde, der auf Geschenkprodukte spezialisiert ist. Zum Dauer-Bestseller hat sich das erste Produkt, das Memory Gemischtes Doppel – ebenfalls aus einer Kolumne des Münchner Magazins entstanden, mit einer inzwischen deutlich sechsstelligen Verkaufszahl gemausert. Von diesem „Memospiel für Wortakrobaten“ gibt es inzwischen eine zweite Folge Und auch das perfekte Wochenende– der laut Verlagswerbung „immerwährende Kalender für die Weltbesten Kurztrips“ hat inzwischen mehrere Auflagen erlebt.

Bei NIMM3 könnte nun etwas Ähnliches bevorstehen. Die erste Auflage (6000 Ex.) ist bereits vergriffen – und so mancher Händler, der mit einer Bestellung (zu) lange zögerte ging leer aus oder musste sich mit weniger Exemplaren begnügen. Doch für den 21. Oktober und 4. November sind jeweils 10000 weitere Exemplare angekündigt, so dass man sich noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft eindecken kann.

Wer dieses Weihnachtsgeschäft macht – der Buchhandel, oder die Geschenkeläden, das bleibt abzuwarten. Bislang jedenfalls hat MeterMorphosen von den in Zusammenarbeit mit dem SZ-Magazin entwickelten Produkten jeweils rund zwei Drittel im Geschenke- und lediglich ein Drittel im Buchhandel (incl. Internet) abgesetzt. Dass – bei einem sehr leseaffinen Publikum – ein hohes Interesse an dem Produkt besteht, zeigte das Leserinteresse an der Vorstellung.

Vielleicht gelingt es ja in diesem Weihnachtsgeschäft auch dem einen oder der anderen Buchhändlerin mehr als bislang, zusätzliche Umsätze mit (intelligent ausgewählten) Non-book Geschenken zu machen. – Wenn Geschenkläden (Geschenk)Bücher verkaufen (um von Supermärkten bei Dan Brown hier nicht zu reden), warum sollte der Buchhandel es nicht auch in die umgekehrte Richtung versuchen. Ein Blick in die Angebote darauf spezialisierter Anbieter lohnt sich. – Neben den genannten zum Beispiel ein Blick auf „Remember Products“, deren Papphocker im Buchdesign schon mancher Buchhändler in seinem Sortiment hat, aus deren Programm aber durchaus auch noch anderes (mancher Internet-.Buchhändler macht es bereits vor) auf die Gegenliebe des buchinteressierten Käufers stoßen könnte.

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