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- Die Rationalisierungspotenziale beim Einkauf

Der Einkauf findet immer mehr unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten statt. Die Tendenz weg von der individuellen Produktorientierung einzelner Einkäufer hin zu einer von den Medien gesteuerten Marktorientierung ist bei immer mehr Betrieben festzustellen.

Hier liefern wir Zusatzwissen, das als Prüfungswissen relevant ist:

Rationalisierungspotenziale durch Warenwirtschaftssysteme

LAGERAUFNAHME
Die klassische Lageraufnahme am Regal wird hinfällig. Als Vorbereitung zu einem Vertretergespräch können ›auf Knopfdruck‹ Titel-, Absatz-, Konditionen- und Lieferantenstatistiken ausgedruckt werden, die die aktuellen und verkauften Titel gleichermaßen erfassen.

LAGERBESTANDSLISTEN
Die Lagerbestandlisten können nach Vorgabe des Buchhändlers erstellt werden. So besitzt der Sortimenter sein standardisiertes Formular statt vieler unterschiedlicher Lieferantenformulare und erfasst schnell alle Warenbestände hinsichtlich Titel, Menge und Wert.

VERKAUFSLISTEN
Die Verkaufslisten können wie die Bestandslisten nach unterschiedlichen Kriterien angefertigt werden: nach Verlagen und Titeln, nach Warengruppen, nach Menge und Wert und nach Zeiträumen (interessant für den Abverkaufszeitraum von Novitäten). Die so genannten ›Renner- und Pennerlisten‹ machen Ladenhüter schnell aus und ermöglichen ein kundenorientiertes Angebot. Ferner sind Verkaufslisten ein Hilfsmittel zur täglichen Lagerergänzung aus dem Ersatzlager und werden in diesem Zusammenhang auch ›Nachräumlistem‹ genannt.

DISPOSITIONSLISTE (DISPO)
Verkaufte Titel werden über Verkaufslisten erfasst und der Buchhändler entscheidet spätestens, wenn der Mindestbestand erreicht ist, welcher Titel in welcher Stückzahl nachbestellt werden soll. Als Entscheidungsgrundlage wird ihm hierbei – je nach Systemvoraussetzung auch filialübergreifend – angezeigt:

  • der aktuelle Bestand
  • die Einkäufe der letzen Zeit
  • die Anzahl der laufenden Bestellungen
  • Remittenden
  • Außenstände in Filialen und bereits vorgemerkte Exemplare

  • Dadurch geschieht die Lagerergänzung kontinuierlich und rentabel. Diese disponierten Bestellvorschlagslisten können nach Erreichen eines definierten Bestellwertes automatisch an den Verlag oder dessen Auslieferung weitergeleitet werden.

    KASSIERVORGÄNGE
    Die Kassenvorgänge vollziehen sich durch die Scannertechnik beschleunigter und weniger fehlerhaft. Etwaige Preisdifferenzen werden schnell erkannt, Quittungsbelege mit Titeln können per Knopfdruck ausgestellt werden u. a. m.

    STATISTIKEN UND KENNZIFFERN
    Die mit geringem Aufwand erstellten Lager- und Verkaufsstatistiken bieten die Möglichkeit einer permanenten Inventur. Der Sortimenter erhält die aufgelaufenen und tagesaktuellen Lagerbestände genauso wie die (kumulierten) Umsätze. Aus Umsatz und durchschnittlichem Lagerbestand errechnen sich die Lagerumschlagsgeschwindigkeit und weitere Leistungskennziffern.

    WERBESELEKTION
    Aufgrund der Verknüpfungsmöglichkeit des Bestellverwaltungsmoduls mit der Kundenadressverwaltung können Kundenprofile erstellt werden (Kunde x kauft häufig Bücher aus dem Gebiet y). Dadurch wird die Buchhandlung in die Lage versetzt, Mailings ohne Streuverlust zielgruppengenau als effizientes Werbemittel einzusetzen.