In der neunten Folge seiner Serie CHEFTT(I)YP stellt Helmut Benze in BuchMarkt 10/08, Seite YY den Coach vor. Dieser Geschäftsführer einer Buchhandlung mit etwa 30 Mitarbeitern steht für einen Cheftyp, der autoritäre Führung strikt ablehnt und sich an kooperativen Führungsstilen orientiert. Dabei hat die einseitige Begeisterung für Teambildung und Führen durch Coaching den Blick auf die alltäglichen Erfordernisse effektiver Unternehmensführung verstellt.
Auch andere Chefs dieses Typs neigen dazu, Coaching als bevorzugtes Universalwerkzeug für Menschen- und Unternehmensführung anzuwenden. Die Ursachen für diese Fehleinschätzung sind vielfältig. Unser Beispiel, der Coach, hat seine Erfahrungen aus dem Sport ungefiltert auf die Führung einer Buchhandlung übertragen. Andere Chefs wollen eher sozial sensible Kumpel und kreative Personalentwickler sein, übersehen dabei jedoch, dass ein Coach kein Kumpel sein sollte. Er hat vielmehr wohlwollend streng mit seinen Coachees Haltungen und Handlungen zu trainieren, die u. a. bessere Leistungen und stabile
Arbeitszufriedenheit gewährleisten.
Der Coach hat seine Fehleinschätzung gerade noch rechtzeitig erkannt. Er hat Grundzüge des Coachings beibehalten. (Z. B. Potenziala seiner Mitarbeiter erkennen und die sie darin zu fördern diese zu verstärken.) Mittels intensiver Beschäftigung mit anderen Führungsmethoden hat er seine Führungskompetenz beträchtlich ausgebaut und bildet sich darin ständig weiter. Das spiegelt sich auch in seiner Handbibliothek wider:
> Werner Berger / Angelika Rinner: Best Leader Das Führungshandbuch, Orell
Füssli
„Dieses Buch hat mich dazu gebracht, meinen Führungsstil auf den Prüfstand zu
stellen, nachdem ich im Zweifel darüber zu verharren drohte, meine Mitarbeiter
hätten mich als coachenden Chef nicht verdient. Vor allem die Abschnitte „Change
Management“ sowie „Risiko- und Fehlermanagement“ haben mich ermutigt, meine
Führung umgehend zu revidieren. Zunächst gedanklich und dann praktisch.“
> Maja Härri / Iris Schwarz / Manfred Schwarz: ExpressoCoach für
Führungskräfte, Eichborn
Hätte ich diese Praxis nahe und Benutzer freundliche Kartei schon früher gekannt,
wären mir (und meinen Mitarbeitern!) viele Fehler und Umwege erspart geblieben.
Heute hat sie ihren festen Platz auf meinem Arbeitstisch. Somit habe ich nahezu
alle Führungs- und Kommunikationsmethoden buchstäblich im Griff: Denn auf über
100 doppelseitig bedruckten, stabilen Karten kann ich klipp und klar erkennen, was
sich in der Praxis bewährt hat, welche Methode sich für welche individuelle und
systemische Konstellation eignet, und was ich selbst tun kann, um meinen
Führungsstil permanent weiterzuentwickeln. Die Wort für Wort spürbare ebenso
behutsam wie entschieden fördernde Grundhaltung der Autoren, die brillante Fern-Coaches sind, kommt meiner Einstellung besonders entgegen.“
> Dieter Brandes: Alles unter Kontrolle? Die Wiederentdeckung einer
Führungsmethode, Campus
„Der Autor hat mich aufgerüttelt und mich gelehrt, warum ich mich geweigert habe
auch durch Kontrolle zu führen: Ich hatte ein falsches Bild von Kontrolle, hielt
Kontrolle für unvereinbar mit meinem etwas einseitigen Menschbild vom jeder Zeit
leistungsbereiten und loyalen Mitarbeiter, der sich selbst in die Pflicht nimmt und
stets seine selbst gesteckten Ziele erreicht. Kontrolle ist eben nicht nur
Überwachung sondern auch Wertschätzung. Wenn man sie professionell ausübt.
Wie das möglich ist, zeigt Brandes mit vielen sehr einleuchtenden Beispielen.“
> Peter Müri / Stephan Schmid: Praxishandbuch Unternehmenswandel Von der
Vison zum Entwicklungssprung, hep-verlag / Ott Verlag
„Nachdem ich meine Führungsfehler erkannt hatte, wurde mir bewusst, dass ich
nicht allein meinen Führungsstil grundlegend ändern, sondern auch einen Wandel
im Unternehmen ansteuern müsse. Das Buch von Müri / Schmid hat mir die
entscheidenden Hinweise vermittelt. Es begleitet mich und meine Mitarbeiter. Der
zweite Teil „Selbsttransformation: Der Wandel im Kopf des Chefs“ war und bleibt
Ausschlag gebend für meine Bereitschaft und innere Gewissheit, das Richtige
rechtzeitig zu tun. In der Tat fehlten mir (und folglich auch meinem Team) die
meisten der erforderlichen Basiskompetenzen. So u. a.: Das Prozessverständnis –
von der Strukturgläubigkeit zur Prozessorientierung / Die Vogelperspektive – vom
operativen Detaildenken zum strategisch-konzeptionellen Denken / Die
Deltanutzung – von der Gleichmacherei zur Wertschätzung von Unterschieden
und Die Spannungstoleranz – vom Harmoniestreben zum Konflikttraining.“
> Christian Bähner / Monika Oboth / Jörg Schmidt: Praxisbox Konfliktklärung in
Teams & Gruppen Praktische Anleitung und Methoden zur Mediation in Gruppen,
Junfermann Verlag
„Der Umschwung, den wir zu bestehen hatten und noch haben, hat Konflikte
ausgelöst und schwelende Differenzen zu Tage gefördert. Durch das Buch von
Müri und Schmid sensibilisiert, habe ich unverzüglich nach theoretischem und
praktischem „Geleitschutz“ gesucht. Da mein Team durch meine Coaching-
Führung überdurchschnittlich stark auf Wertschätzung, Respekt, Einfühlvermögen
und wohlwollendes Vertrauen eingestellt war, hätten wir Konflikte kaum so
zupackend und konstruktiv bearbeiten können, wie es nun erforderlich war. Mit der
Kartei von Junfermann haben wir das ideale Werkzeug für uns gefunden. Die
spürbare Praxisbewährung der Autoren, die Anschaulichkeit der allen denkbaren
Phasen von Konflikterkennung und Mediation zugeordneten Tipps haben uns sehr
geholfen. Die Kartei ist handfester Bestandteil unseres Kodex: Im Dissensfall gilt:
Bevor wir uns in Ton und Methode vergreifen, greifen wir zur Junfermann-Box.“