++ Umgeblättert ++ 09.09.2008 09:15
Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und zum Tode von Wendelin Schmidt-Dengler und Bernhard Zeller
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Gerade eben hat er den Preis der Kritik von
Hoffmann und Campe erhalten
[mehr...] (die Auszeichnung sollte zur Buchmesse am 17. Oktober in der Frankfurter Alten Oper erfolgen) – nun müssen wir erfahren, dass
Wendelin Schmidt-Dengler im Alter von nur 66 Jahren am Sonntag an einer Lungenembolie starb.
Heute wäre
Cesare Pavese 100 Jahre alt geworden. „Frauen, bitter wie der Tod“ überschreibt
Maike Albath ihren Pavese-Artikel; sein 1949 erschienener Roman
Die einsamen Frauen ist gerade in der Neuübersetzung von
Maja Pflug bei
Claassen neu erschienen.
Elke Heidenreich erhält den 10.000 Euro dotierten Hans-Bausch-Mediapreis. Für ihre Verbindung von Hochkultur und geistreicher Unterhaltung. Das ist eine schöne Begründung.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Bernhard Zeller ist tot.
Ludwig Harig schreibt einen Nachruf auf den 1919 geborenen „guten Geist von Marbach“.
„Das Kondom des Grauens“ überschreibt titelstehlend
Kersten Knipp ihre Rezension von
Pedro Juan Gutiérrez’
Ein bisschen Liebe (
Hoffmann und Campe). Der kubanische Autor zeige die Karibik als großen Whirlpool und Sündenpfuhl: „Leider zahlt der Verlag keine Schmutzzulage.“
Die Welt
Das Welt-Feuilleton macht mit dem Besuch
Angela Merkels in der Zentrale des
Goethe-Instituts auf.
In den letzten Tagen war schon öfter von ihr die Rede:
Catherine Millet hat einen neuen Roman geschrieben.
Jour de souffrance heißt er, aber man kann ihn derzeit nur im Original bei
Flammarion lesen.
Johannes Wetzel hat das getan und findet, dass die ehemalige Skandalautorin inzwischen ganz „bürgerlich“ schreibe.
Süddeutsche Zeitung
„Das Leben mit der Stasi findet einen neuen Ton“ glaubt
Jens Bisky nach der Lektüre von
Christhard Läpples
Verrat verjährt nicht (
Hoffmann und Campe). Der Autor beschreibt sieben vom MfS geprägte Lebensläufe – und er hat nicht nur mit den Opfern gesprochen, sondern auch Auskünfte von Tätern erhalten.
Boris Akunin stellt den ersten interaktiven Internet-Krimi vor.
Ingo Petz berichtet von dieser medienwirksamen Aktion, die aber auch zeigt, wohin ein Internet-Roman mündet: in ein gedrucktes Buch, das am 20. Oktober in Russland erscheinen wird.
Paul Raabe würdigt
Bernhard Zeller in einem Nachruf, der nicht ganz passend neben den Fotos von den MTV Video Music Awards steht.
Lothar Müller erinnert an den 100. von
Pavese und weist noch einmal auf den
Claassen-Roman hin.
Florian Kessler rezensiert
Katharina Fabers
Fremde Signale (
bilgerverlag), und
Alexander Kissler bespricht die ersten beiden bei
Reclam erschienenen Bände
Kolleg Praktische Philosophie.