In der Buchhanldung für Kunden geistige Räume schaffen: In der sechsten Folge seiner Serie CHEFTY(I)P stellt Helmut Benze in BuchMarkt 07/08, Seite 102 die Architektin vor. Sie steht für einen Cheftyp, der sich intensiv mit anderen Branchen beschäftigt hat und diese im Rahmen seines Benchmarkings im Auge behält, um zu lernen, was seine Buchhandlung (oder sein Verlag) von erfolgreichen Unternehmen übernehmen kann.
Es liegt nahe, dass eine Architektin zwei Schwerpunkte guter Architektenleistung besonders im Auge behält:
> Bauherren investieren beträchtliche Mittel - oft den Großteil ihres Vermögens - in ein Bauvorhaben. Sie erwarten für hohen Mitteleinsatz und für hohes Risiko eine sehr gute Leistung, ein optimales Leistungs-Kosten-Verhältnis, exzellenten Service und Gewährleistung (auch nach Bauabnahme) sowie Transparenz in Planungs- und Bauphase.
> Wenn Bauherren privat oder geschäftlich investieren, schaffen sie sich ihre „dritte Haut“. Sie wollen sich im Wortsinne behausen, geborgen sein und wohlfühlen in einer nach ihren Wünschen und Möglichkeiten Maß geschneiderten Umgebung, die so zu ihnen passt wie Haut und Kleidung.
Allein diese beiden Kriterien haben die Architektin dazu motiviert, Buchandel wie Hausbau zu betreiben: Buchhändler schaffen geistige Räume. Das von Buchhändlern offerierte „Lesehaus für´s Leben“ bietet Räume für jegliche Bedürfnisse des Bauherren und seiner Familie. So z. B. Räume für Partnerschaft, Lebensführung und Erziehung, Räume für Unterhaltung und Bildung, für Beruf, Schule und Studium, Räume für religiöse oder spirituelle Besinnung. Buchhändler, die diese Idee oder ähnliche Visionen weiter denken und in entsprechende Menschenführung sowie lokales Marketing umsetzen, werden von Kunden mit großem Vertrauen und hoher Loyalität belohnt.
In diesem Kontext steht für die Architektin ein Buch auf Platz 1 ihrer Handbibliothek: > Josef Wieland (HG): Handbuch Werte Management, Murmann
„An diesem Buch hat mich besonders das Bekenntnis zu moralischen Standards in Gesellschaft und Wirtschaft angesprochen. Das Buch hat mich darin bestätigt, dass nicht etwa nur Architekten (die größere Räder drehen als viele Buchhändler) sondern eben gerade auch Buchhändler eine Geschäftskultur entwickeln müssen, die Wertebindung und effektives Marketing vereint. Mir hat das Buch Mut gemacht, Beispiele und Begriffe großer Unternehmen auf eine kleine Buchhandlung zu übertragen. So habe ich für unsere lokale PR aus dem Beitrag „Werte in der strategischen Kommunikation“ viel gelernt. Das Kapitel „Human Capital Management“ hat mir wichtige Anstöße für den Umgang mit meinen Mitarbeitern gegeben.“
> Bernd Remmers: Strategien umsetzen Erfolgreiche Implementierung von Veränderungsprozessen, Murmann
„Dieses schmale Buch hat mich bei zwei Herausforderungen des Führungsalltags unterstützt. Ich habe gelernt, wie entscheidend gerade in einem kleinen Unternehmen professionelle interne Kommunikation ist. Das Buch hat mich darin bestärkt, Strategien im lokalen Wettbewerb nur unter einer Voraussetzung zu verwirklichen: Die Mitarbeiter sind an der Entwicklung beteiligt. Alle Mitarbeiter (auch alle Teilzeitkräfte!) kennen, verstehen und akzeptieren die Strategie und nehmen ihre Verantwortung für die erfolgreiche Umsetzung an.“
> Peter Sawtschenko / Andreas Herden: Rasierte Stachelbeeren So werden Sie die Nr. 1 im Kopf ihrer Zielgruppe, Gabal
„Dieses Buch, dessen origineller Titel mich sofort ansprang, habe ich im Architekturpraktikum kennen und schätzen gelernt. Das Architektenteam wollte sich im sehr dichten Feld der regionalen Wettbewerber behaupten. Außer durch exzellente fachliche Leistung wurde das Ziel mit Hilfe der Leitgedanken dieses Buches erreicht: Das Team definierte sich als Marke und kommunizierte die Schlüsselstärken (Passivhausbau und Energieberatung) permanent und professionell. Der Chef entwickelte sich zu einem gefragten Referenten für diese Themen, er schuf Ansehen und sammelte Aufträge für das Team. Ähnlich habe ich es angepackt. Dank diesem Buch und dem ermutigenden Praxisbeispiel für lokale Markenbildung.“
> Robert Paulmann: double loop Basiswissen Corporate Identity, Verlag Hermann Schmidt Mainz
„Auch kleine Unternehmen sollten eine CI entwickeln, um von innen her geschlossen, beständig Sympathie und Vertrauen schaffen zu können. Paulmanns Buch habe ich jeder Mitarbeiterin geschenkt. Mit der Bitte, es zu lesen, bevor wir einen CI-Prozess starteten. Das verlockend schön und kreativ gestaltete Buch hat es allen ohne Ausnahme leicht gemacht, zu lernen, wie wir gemeinsam unsere Stärken und Dienstleistungen demonstrieren. Wir haben es nicht zuletzt Dank dieses Buches geschafft, durch unser CI-Marketing ein lokaler Magnet zu sein, der höchst anziehend wirkt.“
> Mario Pricken: Kribbeln im Kopf Kreativitätstechniken & Brain-Tools für Werbung & Design, Verlag Hermann Schmidt Mainz
„Bei den Architekten habe ich erfahren, wie wichtig (und für´s Leben nützlich) Balance zwischen explodierender und kontrollierter Kreativität ist. Die von Pricken aufgezeigten Rahmenbedingungen für kreative Spitzenleistungen haben sich „meine“ Architekten weitgehend geschaffen. Das hat mich beeindruckt. Vollends fasziniert haben mich der motivierende Fragenkatalog für kreative Sicht- und Handlungsweisen sowie das unerschöpfliche Depot bewährter Anstöße und Auslöser für fesselnde Kommunikationsideen. Meinem Team habe ich auch dieses Buch geschenkt. Selten hat sich eine kleine Investition so gelohnt: Wir sind ein heiteres, kreativ waches Team, das mit kleinem Budget großartige Ideen entwickelt. Und umsetzt.“
> Christian Bähner / Monika Oboth & Jörg Schmidt: Praxisbox Konfliktklärung in Teams & Gruppen Praktische Anleitung und Methoden zu Mediation in Gruppen, Junfermann
„Wer führt, löst Konflikte aus und muss Konflikte ertragen. Vor allem aber muss eine Chefin jeder Zeit in der Lage sein, Konflikte zu erkennen und zu ihrer Klärung entscheidend beizutragen. Die Praxisbox hat mir bei dieser Daueraufgabe bislang bestens geholfen. Ältere Konflikthandbücher sind in die zweite Reihe meiner Handbibliothek geraten. Warum? Jede der über einhundert Karteikarten bietet für nahezu alle Konfliktfälle und Mediationsanlässe bewährte sowie neue Handreichungen. In der Haltung der Autoren finde ich meine Grundhaltung bestätigt und für die Praxis gestärkt: Wertschätzung des Gegenübers - sei es eine einzelne Person oder eine Gruppe - , Einfühlungsbereitschaft aber auch Mut, für richtig gehaltene Positionen und Werte zu behaupten. Nicht zuletzt auch Vertrauen in geduldige Klärungsarbeit. Selbst wenn sie nicht immer gelingt.“